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Untergrund-Blättle

Lyrik | Untergrund-Blättle

Aktuelle Dossiers:

Steueroasen: Das globale Schattensystem

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Gentrifizierung: Wer verdrängt wen warum?

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Mythos ’68: Die Rebellion von damals

Lyrik

Fern der GrenzeUnerwünschte Menschen

Das Rettungsschiff Sea Watch im Einsatz auf dem Mittelmeer, Juli 2015.

Unerwünschte Menschen, aus unerwünschten Ländern, mit unerwünschten Sitten und unerwünschtem Glauben. Haben unerwünschte Augen, haben unerwünschte Ohren, haben unerwünschte Zungen, haben unerwünschte Angst.mehr...

Lyrik

Kaputte KlängeAufgeplustert

Steffen 962 (CC0  )

Schon unheimlich, direkt gespenstig, im allgemeinen bin ich nicht ängstlich, aber der Nebel und die schwarzen Kutten, die Masken und die kaputten Klänge von seltsamen Instrumenten, der [...]mehr...

Lyrik

Bestandsaufnahme des GartenvereinsOde an einen Apfelbaum

Ich wage nicht, Hand zu legen, und Säge an den alten Apfelbaum, in meinem Garten. Krumm überschaut er Gelände und Jahre. Ein stummer Wächter, ein weiser Dummer; ein Alterchen eben, wer weiss, was in ihm vorgeht, während er steht und steht und steht.mehr...

Lyrik

PortugalErinnerung an eine Wanderung im März

Monchique, Algarve, Portugal.

Sagen wir jetzt mal Portugal. Sagen wir Eukalyptusbäume, geforstet auf Terrassen, Treppen in den Hängen für den Schritt von Riesen, und grad liefen wir durch einen Wald, dem die Eukalpyten (lässt [...]mehr...

Lyrik

Ausverkauf der goldenen HasenUnterwegs nach Ostern

Schneewärts leuchten die Glocken den Weg, gelbe Botschaft vom kommenden Morgen, wo grad erst die Glöckchen sich über den Rauhreif erheben.mehr...

Verlauf einer EheMesser am Abend

Küchenmesser.

Lyrik

Jedes Mal, wenn ich die Schublade aufziehe, bin ich von der Menge der Messer überrascht, die sich im Verlauf unserer Ehe angesammelt haben.mehr...

Lyrik

Wie das Christkind 2018 nach D-Land kamWHY oh WHY ?

S’ist Weisse Whynacht und es schneit. Seid Ihr für mein’n Empfang bereit?’ Es klingelt sanft, es klingelt sturm, es friert sich ab, das arme Wurm. Da, endlich rührt sich was im Haus, es [...]mehr...

Lyrik

Von der Mieter-Partei gesungenBallade von der Hausbesichtigung

Amica 2467

Freundlich war er, der Vermieter, jahrelang, doch jetzt zieht er andre Saiten auf: Was wir bewohnen, steht zum Kauf für drei Millionen. Also schleichen um das Haus gegelte (und vom Makler [...]mehr...

Lyrik

Jede Burg überm Fluss ein MittelfingerSeptemberwanderung. Überm Rhein

Gelb das Gras, die Pflaumen trocknen an den Zweigen. Die Birnen, gelb und morsch im Gras. Die welken Blätter an den Ästen: Auf den Wegen überm Rhein geht der lasche Wind, um die Hochsitze der Jäger.mehr...

Lyrik

Das Blut aus dem letzten Jahrhundert106:63

Mich regt nichts auf. Die Schönheit nicht der Frauen, Berlin nicht, mag es schrillen, Brüllen, Vorsichhinchillen.mehr...

Lyrik

Im WarteraumBeim Gynäkologen

Horst J.

Eine Frau. Schwarz in schwarz, vermutlich auch die Augen schwarz. Hinter dem Schlitz im Gewand auf Augenhöhe. Die Haare schwarz, vermutlich. Oder grau. Wer weiss. Der Mann, die Augen schwarz, die Haare [...]mehr...

Salisbury, EnglandSkripals Haustiere und meine Oma

Shards of glass.

Lyrik

Die Medien kommen auf den Hund. Einst hiess es, es werde mal wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben.mehr...

Lyrik

Unendliche BaugeschichtenKindermund zur deutschen Bau- und Planungs-Kultur *

Zwei Hundert-Euro-Scheine bilden eine Brücke, durch die andere Hundert-Euro-Scheine (es können auch 500-Euro-Scheine verwendet werden) gehen.mehr...

Lyrik

13Kai Orchideeäfach!

Stadelhofer Bahnhof voräm Coop: I stoh do, sött Mischlä, ha kas dihai, wött Tschillä! Wenn d’ Bullä mi wönnd gseh i därä Not, nimm i d’ Rollträppä in Undorgrund, will diä nätti Polizai chunnt all halb Stund; abär wo Faschos dä Elmar mitärä Fläschä verschlönd, sitzäds ir Urania und hälfäd äm nöd! S’ Mischlä isch schomoll für nüt gsi. A mir laufed lutor Lüt verbi. «Tschuldigung, hettäd Sie mir eventuell öppis Münz?»mehr...

Lyrik

Ein Jamaika-Lied *Auf dem Balkon

Was sind das für Bilder? He, seht ihr das nicht?mehr...

Blaulicht zuckt aufVerkehrslage

Shuets Udono

Lyrik

Der Mann auf dem Fahrrad zetert, als er dem Mann im Auto die Vorfahrt nimmt. Knapp entkommt er.mehr...

Lyrik

Ein grossartiger TagÜbliche Tage im Weissen Haus

The White House, Washington, D.C.

Am Morgen sagt der Boss: Es wird ein grossartiger Tag im Weissen Haus. Am Mittag sagt der Boss: Es ist ein grossartiger Tag im Weissen Haus. Am Nachmittag sagt der Boss: Es wird gleich ein [...]mehr...

Lyrik

Über der Stadt schweben die Flugzeuge einKlare Sachen

Die Krähe hackt die Meise tot. Das Licht des Abends ist klar.mehr...

Lyrik

Marschmusik-TyrannenLücken auf Krücken

Arne List

Abgestanden in Gehirnmassen getöteter Orgasmen der Frauen aufgeblasene Schwänze ALLER Marschmusik-Tyrannen. Hysterien durchdrungen vom Gelächter brachte das Orakel erstmals jenes blaue [...]mehr...

Unter dem VenushügelNichts für Weicheier

Strongilocentrotus

Lyrik

Unter dem Venushügel, jenes Genie des Geschmacks, malt Blumen aus Zuckerwatte und leckt sie obendrein ab. Ein pralles Beet aus Rosafarben und Knospen der feuchten Nacht.mehr...

Lyrik

Hinterm Vorhang der PupillenArchäologischer Eigenbefund

Ich habe da einen Zahn gesehn, in meinem Mund, in unterer Reihe hinten links. Der Arzt hielt mir den Spiegel vor und sprach: „Bilder erklären mehr als Wörter.“ (Besucht er gradNen Abendkurs in Philo- oder Astrologie?) Orangenrehbraun (Farben gibt’s, Johann,Da wärste nicht drauf gekommen!) Er war Der ältesten einer in meinem SteinbruchKopf. Ihn anzuschauen, war nicht richtig schön.mehr...

Lyrik

Die Themen des TagesAus dem Versatz

Inkscape Developers

Als Student, das Proseminar vom Herrn Professor, höchstdaselbst in diesem Jahr, wann kommt das wieder, so ein Gedicht vom Jägerlein das jagt, sei nichts als ein Versatz, gefragt als neu, ganz [...]mehr...

Lyrik

Die Spiegelwände erbauter KartenhäuserWeckruf

Neulich jagte mir Nietzsche, Kugeln durchs Gehirn, und brach mir das Genick, denn nichts deutete mehr auf einen Traum, so sehr dürstete es mich nach dem Sinn, sogar jedes von mir gemalte Bild erwies sich als ein Hirngespinst, also sprach Nietzsche: „Gott ist tot“, und rüttelte fortwährend an allen Spiegelwänden erbauter Kartenhäuser.mehr...

HeeresleitungWunderzauber

NWDNS179WP1463

Lyrik

Herr und Knecht, kommen gut zurecht, wo nichts zu sagen, lässt sich’s wagen, frisch und munter, ohne Zunder, wahre Wunder.mehr...

Lyrik

Oben ohne, mit der MittagsdrohnePopulist

Kickerikih, auf dem Mist, wie das so ist, als popo populist, bleibst am Ball, gehisst, auf jeden Fall, ganz oben ohne, mit der Mittagsdrohne.mehr...

Lyrik

Die Urhymne der ZivilisationKultbrei

Zappe mich durch den TV-Dschungel und lande bei Heino, der mittlerweile in nem ledernen Outfit eines Rockeropas steckt und seine Augen noch immer mit einer schwarzen Sonnenbrille abdeckt. „Was sollen die Nachbarn sagen?!“, ertönt es im Hintergrund, während Heino `a la Rammstein sein Lied mit den Worten: „Junge, brich deiner Mutter nicht das Herz!“, fortsetzt.mehr...

Lyrik

Tod im BettBumipol und sein Sohn

DALIBRI

Starb einst der König Bumipol, in hohem Alter und geehrt. Er starb nicht in dem Swimmingpool, der ihm und seiner Frau gehört. (Wie komme ich auf Swimmingpool? Egal, ich finde, es klingt cool.) Er [...]mehr...

Lyrik

Wiedergeburt der TodesspiraleMAMA

In der Wiedergeburt der Todesspirale das verlorene Gesicht in aufgelöster Farbe unter einer dicken hellblauen Decke, auf der weisse kreisende Vögel abgebildet waren; kurzes braunes Haar wild nach hinten geglättet geschlossene Augenlider im Tageslicht versinkend mit erloschenen Lippen, die stets nach Erklärungen rankten.mehr...

Lyrik

Vakuumverpackungen im EinkaufswagenTic Tac Toe

Nicolas Nova

Du knallst deine Gedanken ab und erwartest den Tod steigst ins Auto und wunderst dich, dass du dich nicht auf dem Highway befindest und durch Arizona fährst; stampfst in so nen Billigladen und [...]mehr...

Lyrik

IdealbildSchönheitshaiku

Im Naturlook pur, vollschambehaart, wieder inn, bei der schönheitskür.mehr...

Lyrik

VolksversDie Drohne

Flieg, Drohne, flieg, der Papa ist im Krieg. Die Mutter ist im Niemandsland, und Niemandsland wird abgebrannt, flieg, Drohne, flieg.mehr...

Donner und BlitzAuftrieb

Johann Jaritz

Lyrik

Hinauf zum Verschnauf, oben bleiben, mit den Wolken treiben, zwischen Donner und Blitz. Nachbarn schon da, Enkelin und Opapa, Sekt serviert, gefällt, hält, die Anderswelt.mehr...

Lyrik

Strassenbahnlinie 10Gegenüber

Die langen Bänke, in der Strassenbahn, auf der rechts sitzen sie, auf der links sitzen sie, sie sitzen sich gegenüber, einer der fragtwo er aussteigen, zum umsteigen, da und dahin, gleich sagt der eine was, sagt die andere was, der wagen kommt ins schaukeln, alle sagen was.mehr...

Der Zauber des WeltuntergangsDotcom

kurtxio

Lyrik

Spiele Packman und muss aufpassen, nicht von den Geistern gefressen zu werden spüre wie Sonnenstrahlen dabei meine Haut erwärmen, mit angewinkelten Fingerknöcheln auf den schwarzen Pfeiltasten, während ne Ameise ungerührt über den hölzernen Couchtisch krabbelt.mehr...

Lyrik

Von Ithaka nach BerlinTroja. Nachkriegsbericht.

Von Berlin nach Ithaka ist kurz der Weg. Ich liess mich fürn Appel und n Ei anheuern.mehr...

Lyrik

AbfahrtHeissgebremste Mountainbikes an Pfingsten

James Combe

Die Naben rauchend, den Berg hinunter absteigen, nun wieder auf den Rädern, wird’s schwierig mit dem Schalten, ist nicht mehr zu halten, abspringen, keuchend, einander helfen, aus all dem [...]mehr...

Frankfurter VerseWestend. Im Allgemeinen.

Peter Mandl´s Kassandra, bronze, 1996, Falsterbonäs Open Air Museum, Höllviken, Vellinge, Sweden.

Lyrik

Zu sagen, ach! hier drehet selbst der Wind, sich unvertraut und wehet ungleich kälter, als da, woher ich kam -, du wirst halt älter und ungeschützter als du warst als Kind.mehr...

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