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Lyrik | Untergrund-Blättle

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Lyrik

Trilogie des WahnsinnsLässt sich das Wort Wahnsinn noch steigern?

Mario Sixtus
Ich sing Euch heute Lieder von Sehnsucht, Liebe, Lust und Leid, aus einer schönen und so grausamen, längst vergangenen Zeit. Ich sing Euch heute Lieder vom Leben und auch vom Tod und da kehren immer wieder die Farben Schwarz und Weiss und Rotmehr...

Lyrik

Silvester - Jahresrückblick 2021Das Jahr

Dr.
Ein Jahr zieht ruhig seine Bahn im Gleichmass stets durch Raum und Zeit. Nur der Mensch in seinem Wahn, füllt das Jahr mit bittren Tränen an, mit Hass und Kummer, mit Terror, Krieg und Leid.mehr...

Lyrik

WartenChristuskind

Wenn es in meinem Herzen schneit und mein Blut zu roten Kristallen gerinnt, dann weiss ich, es ist wieder soweit: Ich warte auf das Christuskind.mehr...

Lyrik

Die grosse FreiheitDer Traum von der verlorenen Demokratie

Mario Sixtus
Demokratie - was ist das heute noch in der bundesdeutschen Welt? Auch wenn´s mir schwer fällt zu verstehn, so muss ich der Wahrheit geschockt und traurig dennoch in die Augen sehn.mehr...

Lyrik

Wenn der Himmel schweigtEtwas über Vögel

Mein Kontinent verliert seine Vögel. Die Spatzen meiner Berliner Kindheit sind gerupft auf eine Schar, die kleiner ist als der Schwarm meiner Träume; und die sind überschaubar geworden oder wahr.mehr...

Eloquenz und GlätteDer Spahn, der Scheuer, ihresgleichen

Jens Spahn an der Konferenz

Lyrik

Verlasst euch drauf, sie kommen wieder. Der Spahn, der Scheuer, ihresgleichen.mehr...

Lyrik

– und wie‘s heute so gehtDer arme Poet

Der arme Poet.
Gleich unterm Himmel Moabits wohnt schon lange Dichter Schmitz, lebt dort - ein wirklich armer Hund - buchstäblich von der Hand in‘n Mund. Ist das Haus auch alt und schrundig, findet Schmitz [...]mehr...

Lyrik

Keine ChanceSchwingung

Mario Sixtus
Ein alter Mensch im Park, der auf einer Bank sitzt und auf seine Hände schaut. Junge Menschen, die sich bereit machen, einander zu treffen. Regen, der auf einem Blechdach tanzt ...mehr...

Lyrik

Jagd und NahrungserwerbRüttelflug

Das Wort kannte ich nicht. Ich sah es, als ein Falke unweit der Kirchenruine St. Maria Magdalena, über einem Weinberg in der Luft stand. Was macht der da? fragte ich, und der Freund, von Kindheit an Wein und Falken gewöhnt, erklärte es mir.mehr...

Lyrik

Trauer muss Mephisto tragenKlagelied eines Teufels

O, Ihr Menschen, gebt doch endlich Ruh und hört gefälligst mir nun zu, denn ich muss Euch heute sagen: Trauer muss Mephisto, tragen, das nun schon seit vielen Jahr und Tagen.mehr...

Lyrik

Bertolt Brecht hatte RechtWas ist der Mensch?

Mario Sixtus
Der Mensch ist bös, der Mensch ist schlecht, das sagte einmal Bertolt Brecht und wahrscheinlich hat er recht. Denn seht die Welt und schaut euch an, ob Atheist, ob Christ, ob Jud, ob [...]mehr...

Sonnenhut und GartenschereIm Märzen der Bürger

Späth Chr.

Lyrik

Die Garten-Guillotinen röhren wieder, auf den Terrassen wird der Grill geputzt. Der Bürger rammt die Gattin stierhaft nieder, wofür er blasse, blaue Pillen nutzt.mehr...

Lyrik

Die nächste SommerzeitenrundeOstereieruhr

Mensch - wie ging das heute schnell: Um sechs ist’s hell! Um sechs ist’s hell! Heller Wahnsinn: kurze Nächte für Noctophile ganz das Schlechte! Statt stille in der Kammer liegen, wird auferstanden um zu fliegen.mehr...

Lyrik

Weitab vom SchreckensortEinfach ist`s zu schweigen

Einfach ist`s zu schweigen, nichts zu sagen, Unrecht, Terror, Hass und Krieg in dieser Welt stets hin zu nehmen anstatt anzuklagen, einfach ist`s, die Augen fest und feige zu schliessen, wenn Menschen leiden, wenn Tränen fliessen.mehr...

Lyrik

Aus dem Zyklus „Lieder der Trauer“Es ist vollbracht

Es steigen die Kleinen hinauf auf den Thron und es stürzen hinunter, die Grossen schon. Es weinen die Dichter um ihr letztes Wort, dann verstummen sie und schleichen sich fort.mehr...

Auf ein Wort zur Lage der deutschen Fernseh-NationAuf der Jagd nach Einschaltquoten

Erik Taanman

Lyrik

Mit Sex und Crime und vielen infantilen Rate-Spielen, mit Talk-Shows ohne Witz und ohne Geist, ohne Biss und ohne Pepp, also mit reinstem Medien-Nepp und immer billigeren Zoten buhlen alle deutschen Sender dreist Tag und Nacht um höhere Einschalt-Quoten.mehr...

Lyrik

Die SiegesgöttinNike

Die Siegesgöttin Nike vor der Hechelmannausstellung.
Sie ist gelandet; gleich hebt sie wieder ab. Sie bleibt nie lange dort, wo sie den Ort mit ihrem blossen Dasein adelt. Und erhellt. Denn das ist, was sie bringt: ein bisschen Licht, ins [...]mehr...

Lyrik

ApokalypseAn mein Kind

Schlag am Morgen ich die Zeitung auf, stockt der Atem mir, mein Blut gerinnt, zu grausig spiegelt sich der Weltenlauf in jeder Zeile wider, mein armes, armes Kind.mehr...

Lyrik

Lug und TrugDas Lied vom Lumpenpack

Donald Trump mit dem polnischen Präsident Andrzej Duda in Warschau, Juli 2017.
O, höret zu Ihr lieben Leute, lasst`s deutlich Euch noch einmal sagen: Bereits seit vielen Jahr und Tagen wird unsere schöne Welt und besonders heute, ganz ungeniert, von Lumpenpack regiert.mehr...

Der kleine DummbatzAtlas

Tony Webster

Lyrik

Den habt ihr nicht gekannt, wir haben ihn Kleiner Dummbatz genannt. Er sprang nicht, er lief nicht, er fiel als Knabe immer auf die Nase. Sein Gesicht sah aus wie ein Teller aus zerbeultem Kupfer.mehr...

Lyrik

Fern aller VernunftEin Treppenwitz der Geschichte oder doch nur ein böser Traum?

Da erschien wie ein glitzernder Sputnik aus dem dunklen Nichts, auf dem Podium der grossen Politik, ein millionenschwerer Hasardeur und eroberte über Nacht (auch wenns uns nicht gefällt) das mächtigste Amt in der westlichen Welt.mehr...

Lyrik

Ernüchtert nach dem FestNOVEMBER(W)ENDE

DDR NeonKonsum Schuh Haus, Magdeburg.
Wenn Sonn’ und Mond auf gleicher Höh’ am Nachmittag ich stehen seh, der Himmel blau, die Bäume kahl, der See umstanden wie ein Saal, wenn sich im Wasser kräuselnd spiegeln Sonnenstrahl [...]mehr...

Lyrik

Zwei Cappuccino, drei oder vier BierWunschlos glücklich

Ich hätte gern weniger Strassenverkehr, wär gern einmal über dem Nebelmeer, nicht an Kassen anstehen in Schlangen, die Chance noch mal neu anzufangen bräuchte ich, eine Gelegenheit, ein Land so frei, so warm, so weit wo es nicht reinregnet, es mich nicht einschneit.mehr...

FragmentDie Verschwörung

Demonstration von Verschwörungsgläubigen und Rechtsextremen am 1.

Lyrik

„Ins Hirn jeschissen!“ – wer wem? Was mir oder dir? der unmaskierte, protestmasturbierende Pöbel mit seinen Metaphern, breien & breitbeinig, dass es flutscht aus Maul & Anus? Das Metapherngestöber: vernebelt, verlottert, disrutiv.mehr...

Lyrik

Der deutsche Einheitsbrei2. Oktober. Lied für Kinder

Morgen wird gefeiert. Und ich bin dabei. „Was wird denn gefeiert?“ „Das deutsche Einerlei.“ Morgen wird gegessen. Und ich bin dabei. „Was wird denn gegessen?“ „Der deutsche Einheitsbrei.“mehr...

Lyrik

Mit der Schaufel in die KohleBeobachtung der Wespen beim Mahl

Erst fallen sie über den Rest-Rand einer Scheibe Mettwurst her. Eine von ihnen hängt überm Bröckchen wie ein Porno-Berserker überm Hintern der Frau. Eine andere knickt ihren Leib, im Winkel 180 Grad. Das nenne ich eine Wespentaille!mehr...

Lyrik

Zwei SchachspielerIn Niederwalluf am Rhein

Niederwalluf, Rheingau: Wegkreuz an der Schönen Aussicht Ecke Hohlweg von 1762.
An jenem Sonntag in Niederwalluf sah ich zwei junge Männer, sie spielten Schach. Sie sassen auf einer Terrasse, vielleicht drei Meter über dem Strassenpflaster; und um sie zu sehen, schaute [...]mehr...

Lyrik

Ohne Gebühr in die BibliothekDer Rentner Kafka singt

Ich sachmaso: Wohnte ich für Nasse, zöge mich die Steuer nich ab, die Krankenkasse blanko - mir würde die Rente reichen. Bier is billig.mehr...

Lyrik

Ich und meine DepressionCorona-Sonett. III

Massnahme gegen die COVID19 Pandemiegesperrter Spielplatz.
Allein zu Haus? Das könnt ihr voll vergessen! Ich habe mich und meine Depression. Zu zweit zu sein und ohne Religion, das schmeckt mir wie ein delikates Essen.mehr...

Lyrik

Falscher HaseOstertoaster

Frohe Ostern! Dicke Eier! Falscher Hase - Pleitegeier. Monatsende! Blank wie’n Arsch. Ferienstimmung? Trauermarsch.mehr...

Lyrik

Speiseschrank voller MarmeladeCorona-Sonett. II

Das Ende naht. Ein Virus wird uns töten. Von Anfang an, seit es uns gibt, war klar: Die Erde ist, wärn wir nicht, wunderbar. Wir schänden sie, wir treten und wir tröten, dass wir gottgleich die nützlichsten Geschöpfe, der Welt, dem Welten-Raum, gegeben sind.mehr...

Speiseschrank voller MarmeladeCorona-Sonett. I

Dinock90

Lyrik

Der Opa spinnt. Die Oma ist malade. Sie freun sich trotzdem über den Besuch des Sohns. Noch nicht gewebt das Leichentuch. Der Speiseschrank steckt voller Marmelade in Gläsern neben Gläsern voller Bohnen und Pflaumen aus dem Sommer letztes Jahr.mehr...

Lyrik

Der Amazonas der UnwichtigkeitOde an die Spree

Mich zieht es gelegentlich an die Spree. Die Spree ist kein Fluss, nur ein langes Wasseraus der Lausitz nach Berlin. Was ein Fluss ist, das heisst Donau oder Rhein, auch die Moldau geht, den Nil habe ich noch nicht gesehen. Ich steh also an der Spree.mehr...

Neu aufgelegt etwa um 2000, nicht vollendet 2020Hessisches Volkslied. Entstanden etwa 1945

Wilhelm von Zuccalmaglio

Lyrik

Wie, fragte sich das reine Würmchen, entkomme ich dem Matsch und Mist, von denen du umgeben bist -, und draussen wartet noch ein Stürmchen!mehr...

Lyrik

So RattenDie Begegnung. Marbachweg/Ecke Eschersheimer

Vor den Reifen des Autos, das vor der Ampel wartete, lief eine Ratte gemächlich über die Strasse. Kannte sie keine Furcht? Wusste sie, dass sie sicher war, weil ein städtischer Mensch vor unverhohlener Natur zurückschreckt?mehr...

Lyrik

Der VergleichLang, länger, am längsten

Stadtmuseum Simeonstift
Zwei Hasen, die sich gegenüber sassen, starrten sich lange an. Bis der eine sagte: „Du hast aber lange Ohren!“ Der andere legte den Kopf schief, er dachte lange nach, bis er sagte: „Ich [...]mehr...

Lied vom RollstuhlNach Weihnachten

Gelbe Fahne, Rollstuhl für den Strand.

Lyrik

Grad beim Aufräumen fand ich die Gebrauchsanweisung für den Rollstuhl Standard „TMB“ und Leichtgewicht „TML“. Wir hatten ihn bestellt für den Vater zu Weihnachten; Nicht als Geschenk, als mögliches Mittel, ihn zu bewegen, war er geplant.mehr...

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