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Belletristik | Untergrund-Blättle

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Buchrezensionen

Le boa von Marguerite Duras„Verzehrende Leidenschaft“

Lilith.
Le boa stammt aus dem Erzählband «Des journées entières dans les arbres», der 1954 bei Gallimard erschien. Aus dem Französischen übertragen wurde bislang nur die Titelgeschichte; «Le boa», «Madame Dodin» und «Les chantiers» fehlen in der deutschen Ausgabe.mehr...

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Versuch einer AnnäherungVom Fortgang der Geschichte oder der Kosmos der Arbeit bei Volker Braun

Volker Braun (links) 1981 mit Ruth Berghaus und Wieland Förster bei der Berliner Begegnung zur Friedensförderung, Dezember 1981.
Der Dichter Volker Braun hatte 1975 in seinem Band „Gegen die symmetrische Welt“, der Texte aus den Jahren 1969 bis 1973 versammelte, ein Langgedicht mit dem Titel „Allgemeine [...]mehr...

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Saša Stanišić: HerkunftJugoslawe ohne Land

In „Herkunft“ setzt Saša Stanišić sich mit seinem bisherigen Leben auseinander.mehr...

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Bettina Wilpert: Nichts, was uns passiertGlauben ist nicht alles

梁柏堅(表弟)Pakkin Leung (CC BY 1.0 )
Wie kann transformative Gerechtigkeit greifen, wenn die Einschätzungen des Geschehenen zu verschieden sind?mehr...

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Porträt eines KünstlersNachruf auf Lawrence Ferlinghetti

Der US-amerikanische Dichter, Buchhändler, Verleger, Maler und philosophische Anarchist Lawrence Ferlinghetti feierte am 24.mehr...

Ahmet Muminović: Valter verteidigt SarajevoEin Kämpfer wird unsterblich

Partisanen in Sarajevo, 1945.

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Traditionellerweise begleiten wir in Comics Superheld_innen oder lustige Figuren auf ihren Abenteuern.mehr...

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Lejla Kalamujić: Nennt mich EstebanPrägender Zerfall

Vedran Smajlović, ein örtlicher Musiker, weigert sich, die Nationalbibliothek in Sarajevo zu verlassen, 1992.
Der Erzählband sammelt Geschichten, in denen nicht nur die Jugoslawienkriege im individuellen Schicksal nachwirken.mehr...

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Dominique Manotti: Marseille.73Kann es einen linken Polizeiroman geben?

Marseille bei Nacht.
Marseille im Spätsommer 1973. Der junge Kommissar Theodore Daquin sitzt auf seinem Balkon mit Blick auf den alten Hafen, trinkt Espresso und ruft seinen Geliebten an. Daquin ist aus dem Urlaub [...]mehr...

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Paula Irmschler: SuperbusenPop mit links

Über Paula Irmschlers im Februar 2020 erschienenen Debütroman „Superbusen“ ist schon manches geschrieben worden.mehr...

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Ronya Othmann: Die SommerGegen das Verschwinden

Ronya Othmann nimmt die Leser*innen mit in ein quälendes Warten, in einen langen und langsamen Verarbeitungsprozess, der seine Spannung gerade daraus bezieht, dass man nicht weiss, was und ob überhaupt etwas folgen wird aus der traumatischen Beobachtung der Zerstörung.mehr...

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Bea Davies, Patrick Spät: Der König der Vagabunden. Gregor Gog und seine Bruderschaft.„Wo der Bürger aufhört, beginnt das Paradies!“

Schlafende Obdachlose in Berlin.
Gregor Gog, geboren am 7. November 1891, heuerte 1910 als Matrose an und kam schon bald in Kontakt mit anarchistischen Schriften von Leo Tolstoi, Michail Bakunin, Pjotr Kropotkin und Gustav [...]mehr...

Wu Ming: Die Armee der SchlafwandlerMit Scaramouche auf den Pariser Dächern

Der Sturm auf die Bastille am 14.

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Wu Mings historischer Roman „Die Armee der Schlafwandler“ taucht ein in die Revolutionswirren in Frankreich der Jahre 1793 bis 1795, begleitet den Rächer der Sansculotten Scaramouche und fragt zugleich nach der Manipulation der Massen durch Hypnose.mehr...

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Axel Michael Sallowsky: Und alles ist nur IllusionWir Vernünftigen – wir Klugen - wir Aufgeklärten!

Dieser Titel verrät sich - und damit uns - so viel von dem, was uns erwarten wird, liessen wir uns denn ein auf eben dieses „neue Buch“.mehr...

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Martin Balluch: Im Untergrund. Ein Tierrechtsroman nach wahren BegebenheitenEin Untergrundroman

In diesem spannend zu lesenden, in grossen Teilen autobiografischen Tierrechtsroman „Im Untergrund“ – Balluch tritt als Protagonist „Paul“ auf – erinnert sich Martin Balluch an seine „wilde Zeit“. Wichtig für das Verständnis des Romans ist das Vorwort.mehr...

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Findus / Luz Kerkeling: Kleine Geschichte des ZapatismusZapatismus in der Sprechblase

Ein Sach-Comic zur zapatistischen Bewegung für EinsteigerInnen und alle, die einen schön bebilderten Überblick über die Zapatistas und ihren Kampf haben wollen.mehr...

Olivia Wenzel: 1000 Serpentinen AngstAufwachsen im Rassismus

Unter dem Motto

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Die Geschichte einer Woman of Color in Ostdeutschland von Olivia Wenzel hält der weissen Mehrheitsgesellschaft einen Spiegel vor.mehr...

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Nick Drnaso: SabrinaVereinsamte Knetfiguren

Der amerikanische Comicautor Nick Drnaso am Internationalen Comicfestival in Angoulême, Januar 2018.
Nick Drnasos Comicfiguren sind hilflos, verletzt und allein. Hauptfigur Calvin Wrobel ist Überwachungstechniker auf einer Basis der Air Force irgendwo in Colorado. Sein Haus scheint leblos, [...]mehr...

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Eckhard Mieder: An der Autobahn stand dieser MannDeleatur - Heute drückt man auf die Reset-Taste

Eckhard Mieder, vielseitig bewandert im eigentlichen wie im übertragenen Sinne, dichtet so vor sich hin. Scheinbar zufällig die Themen wie deren Reihenfolge. Und vielleicht führt Zufall tatsächlich Regie, doch das ist bei Mieder nicht anzunehmen.mehr...

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Christian Baron: Ein Mann seiner KlasseKein Held der Arbeit

Busbahnhof in Kaiserslautern, Juli 2006.
Christian Baron wächst zusammen mit drei Geschwistern, seinem Vater und seiner Mutter in Kaiserslautern Ende der 80er-Jahre auf. Es ist die Zeit der guten alten Bundesrepublik, in der der [...]mehr...

Emma Olivares: Chile-Salpeter und EdelweissVon der Psychiatrie am Bodensee bis in die Wüste Chiles

Die Hafenstadt Valparaiso in Chile.

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In Chile beginnen 1900 die Schweizer Anna und Samuel mit ihrem Baby Enrique ein neues Leben. Zusammen mit Enriques britischer Patentante Victoria wohnen sie in einem Haus auf dem von Immigranten bewohnten Cerro alegre in der pulsierenden Hafenstadt Valparaïso.mehr...

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Autor*innenkollektiv nous: nous – Konfrontative LiteraturUnd plötzlich stürzte mein Vater bei der Arbeit

Wie steht es um den Anspruch eines jungen Redaktionskollektivs, neuer klassenbewusster Literatur und politischer Ästhetik eine Bühne zu bieten?mehr...

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Franz Jung: Gequältes VolkZur Klasse zurückfinden

Porträt Franz Jung anlässlich der Uraufführung von dessen Schauspiel «Legende», Staatsschauspiel Dresden 13.10.1927.
„Die Klasse schafft noch keine Gemeinschaft, obwohl sie die Gemeinschaftsentwicklung fördert“, schrieb Franz Jung in „Das Erbe“. Gemeinschaftsbildung zwischen sozialer und nationaler [...]mehr...

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Annie Ernaux: Erinnerung eines MädchensDas Gewicht der ersten „Liebesnacht“

Schreibend nähert sich Annie Ernaux Ereignissen von vor über 60 Jahren, die von Gender, Klasse und Scham erzählen.mehr...

Klaus Oberrauner: MorendoDas Mädchen mit der Möwe

Ausschnitt vom Buchcover.

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Abbazia im Fin-de-Siècle. Ana, die Tochter des Kurarztes, ist spurlos [...]mehr...

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Arthur Miller: Tod eines HandlungsreisendenArthur Millers literarisches Psychodrama

Natürlich war »Tod eines Handlungsreisenden« weder Arthur Millers erstes noch sein letztes Bühnenwerk – wohl aber jenes seiner Theaterstücke, welches den Autor zu einem der »führenden Vertreter des modernen amerikanischen Theaters« werden lässt – eines Dramatikers, »der in Anlehnung an europäische Vorläufer gesellschaftskritische Themen mit neuen technischen Mitteln weitgehend realistisch auf der Bühne darstellt«.mehr...

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Sebastian Lotzer: Die schönste Jugend ist gefangenAuszug aus dem Buch

Über 100 Texte, Erklärungen, Zeitungsartikeln, Büchern und Filme zur Geschichte des Bewaffneten Kampfes, der antiimperialistischen Front, aber auch zum Aufstand in Syrien und dem Elend in den palästinensischen Flüchtlingslagern.mehr...

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Sebastian Lotzer: Die schönste Jugend ist gefangenDie Waffe der Kritik kann nicht die Kritik der Waffen ersetzen

G20Proteste in Hamburg, Juli 2017.
Über 100 Texte, Erklärungen, Zeitungsartikeln, Büchern und Filme zur Geschichte des Bewaffneten Kampfes, der antiimperialistischen Front, aber auch zum Aufstand in Syrien und dem Elend in [...]mehr...

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Libuše Moníková - Die FassadeGlänzende Parabel über die Rolle der Kunst

Der 1987 von der tschechischen Autorin Libuše Moníková veröffentlichte Roman „Die Fassade“ ist ein intensives Werk, welches in die tiefen Abgründe verschiedener tragischer Künstlerexistenzen und die dramatische und reichhaltige Geschichte ihres Landes blicken lässt.mehr...

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Daria Bogdanska: Von untenDruck von unten

Die polnische ComicZeichnerin Daria Bogdanska (Bildmitte) in Goteborg, September 2016.
Daria Bogdanskas «Von unten» erzählt in schlichten Bildern, die an Persepolis von Marjane Satrapi erinnern. Die Erlebnisse stehen im Mittelpunkt, ein verschnörkeltes Kunstwerk soll das Buch [...]mehr...

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Erasmus Schöfer: Die Kinder des Sisyfos. Roman-Tetralogie.The Times They Are A Changin´ …

Rund fünfzig Jahre seit dem Auftritt der sogenannten 68er gegen Vertreter des Establishments und nahezu zwanzig Jahre nach Erscheinen des ersten Bandes der Tetralogie Die Kinder des Sisyfos 1968-1989 des 1931 geborenen Schriftstellers Erasmus Schöfer, „Ein Frühling irrer Hoffnung“ hat der Dittrich-Verlag das volumöse, vier Bände und etwa zweitausend Druckseiten umfassende Hauptwerk des Autors 2018 noch einmal aufgelegt.mehr...

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Stefan Heym: Schwarzenberg1945 – Räterepublik im Nirgendwo

Heym entwickelt am historischen Beispiel des zeitweise unbesetzten Landkreises Schwarzenberg zwischen Amerikanern und Russen das Laborexperiment eines Räte-Deutschlands, erwachsen aus eigener Kraft.mehr...

Wolfgang Bittner: Die Heimat, der Krieg und der Goldene WestenWolfgang Bittners Heimatroman

Der Schriftsteller Wolfgang Bittner bei einer Lesung.

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Wolfgang Bittner ist ein so erfahrener wie fleissiger Roman-, Sachbuch- und Jugendbuchautor, der auch publizistisch durch zeitkritische Kommentare wirkt.mehr...

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Jens Genehr: ValentinBilder des Grauens

Der Comic erzählt vom Bau eines gigantischen Bunkers in Bremen durch Zwangsarbeiter im Nationalsozialismus. Viele Bremer*innen sind wahrscheinlich noch nie da gewesen. Warum auch?mehr...

Thomas Brasch: Vor den Vätern sterben die SöhneUm nicht zu stagnieren

Der seutsche Schriftsteller Thomas Brasch, November  1993.

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Thomas Braschs Erzählband „Vor den Vätern sterben die Söhne“ verursacht ein Ziehen in der Brust.mehr...

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Peter-Paul Zahl: Die GlücklichenDas linke Ghetto aus der Perspektive eines Schelmes

PeterPaul Zahl 2006 bei einer Lesung im Ratinger BuchCafé Peter & Paula.
Ein Knastbuch. Wiedermal. 40 Jahre nach seiner Ersterscheinung habe ich Lust an den Schelmenroman «Die Glücklichen» des anarchistischen Literaten, Druckers und Aktivisten Peter-Paul Zahl zu [...]mehr...

Christa Wolf: Der geteilte HimmelZwei Hälften der Welt

Karl Neumann, Christa Wolf und Günter de Bruyn (v.l.n.r.), nahmen im Januar 1967 an dem «Rahnsdorfer Gespräch» im Klub der Kulturschaffenden Berlin teil.

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„Wohl jeder Leser, jede Leserin von Christa Wolf wird Sätze von ihr aufsagen können, die er eine Zeit seines Lebens mit sich getragen hat“, heisst es in einer Biographie über die Schriftstellerin, die im Jahr 2011 82-jährig verstarb.mehr...

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