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Prosa

An der äussersten Südspitze von RügenWenn die Zeit stehen bleibt

Hafen in Thiessow.
Thiessow, das kleine Dorf meiner Kindheit, urkundlich erstmals als Tisowe 1360 erwähnt und zu Napoleons Zeiten kurz auch einmal von dessen Truppen heimgesucht, gelegen auf der Halbinsel Mönchgut an der äussersten Südspitze von Rügen, ja, ich denke oft an dieses kleine, so beschauliche Fischerdorf mit damals etwa hundert Einwohnern, in dem während und auch noch nach Kriegsende die Zeit vorübergehend stehen geblieben zu sein schien, in dem der Krieg keine Spuren hinterlassen hatte, gerade so, als ob es ihn überhaupt nicht gegeben hätte.mehr...

Prosa

Wenn aus drei Wochen Ferien in der Schweiz sechs Jahre werdenEine Reise in das Herz der Zukunft

Lausanne, Rue du GrandChêne, 1960.
Wenn mich mein Schweizer Freund und Kommilitone Pascal im Juli 1963 nicht überraschend eingeladen hätte, mit ihm von Berlin aus mit seinem Motorrad nach Lausanne zu fahren, dann wäre ich [...]mehr...

Prosa

Das MittelWie ein Mann die Welt kurz veränderte

In einer schnelllebigen und sensationslüsternen, sich von Tag zu Tag immer mehr beschleunigenden und zugleich hin und wieder auch aus sich selbst herausfallenden Zeit wie der heutigen, in der sich im Minutentakt weltweit die aufregendsten und traurigsten, die schönsten und die hässlichsten Dinge ereignen, da kann es natürlich nicht ausbleiben, dass einige bedeutsame und weltbewegende Ereignisse und deren Handlungsträger vorübergehend in Vergessenheit geraten.mehr...

Prosa

Die Geschichte einer Denunziation in AarauPlötzlich war ich ein kommunistischer Spion

Yannick Bammert
Im Juli 1963 lud mich ein Freund ein, mit ihm nach Lausanne zu kommen, ich könne dort drei Wochen gratis im Haus seiner Eltern machen, wenn ich mich an den Benzin-Kosten für sein Motorrad [...]mehr...

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Grönländische SommergeschichteArctic Circle Trail: Zwischenfall mit Lachsen

Es war einmal ein Tag, an dessen Abend ich mich auf den Weg machte, um Wasser zu finden. Ein junger Mann aus Amerika, der uns auf dem Arctic Circle Trail begegnet war, erzählte mir von einer Quelle.mehr...

Eine Klima-Kurzgeschichte von Ingvar Hellsing LundqvistGezeiten

Mario Sixtus

Prosa

Das Dorf war in zwei Teile gespalten. Alles war vorhanden: Unterschriften, Papiere, Pläne. Sogar ermutigende Worte des Präsidenten. Aber sie weigerten sich, wollten nicht hören.mehr...

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Sommergeschichte. IDas schwedische Monster

Der See bei Östersund.
Es war einmal ein Juliabend bei Östersund am See, als wir eine winzige Hütte bezogen und nachdem wir uns eingerichtet hatten gleich in das Ruderboot setzten, das am Steg schaukelte und das [...]mehr...

Prosa

DokumentarerzählungFrühjahr 1945

Koblenz, RheinlandPfalz, März 1945.
Auch in der Pfalz ging der Krieg als verlorener Krieg zu Ende. Die Menschen wussten es. Doch die Machthaber wollten es nicht wahrhaben und versuchen, noch Mitte März mit Teilen des Korps der [...]mehr...

Prosa

1. April ScherzFake oder nicht Fake

Nachricht des Tages: die Bundesregierung beschlagnahmt 10 % des auf deutschen Banken liegenden Privatvermögens von 6,3 Billionen Euro, also 630 Milliarden Euro, das doppelte des aktuellen Bundeshauhalts.mehr...

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Der Klassenfeind im Kalten KriegRattapeng, rattepeng!

Ich war in diesem Kalten Krieg, von dem es hiess, er könne jederzeit in einen Heissen umschlagen, anderthalb Jahre Soldat der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik.mehr...

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Eine unvollendete WeihnachtsgeschichteDer Gast

Soenke Rahn
Wenn Sie in die Jahre kommen, dann nehmen die Überraschungen zur Weihnachtszeit ab. Die Rituale sind eingespielt, das Essen ist eingeplant, die Gäste sind eingeladen. Mit ein bisschen Logik [...]mehr...

Schöffe am Amtsgericht in EuskirchenRichternd

Das Amtsgericht in Euskirchen.

Prosa

Im letzten Jahrzehnt war ich vor einigen Jahren eine Zeit lang ehrenamtlicher Richter. Genauer: (Hilfs-) Schöffe an einem Amtsgericht in der Rheineifel.mehr...

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Wechselnde LichterDie Ampel zeigt rot

»Hermann, es ist rot! Jetzt läuft der einfach los.mehr...

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Lesepodium in HamburgBrückentag

Ich komme zu spät. Mein Zug war ausgefallen. Mit meinem am Körper klebenden Hemd betrete ich den Park. Eine Traube von etwa fünfzig Menschen hat sich unter einer gigantischen Eiche zusammengefunden. Ich schleiche mich vorsichtig an.mehr...

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Eine Familienfeier im VereinslokalDas Weihnachtsohr

Der ovale Eichentisch, der mitten im Saal des Vereinsheims stand, und üblicherweise als Stammtisch der ’Alten Herren’ und für den Kleingärtner-Frühschoppen diente, der sich allsonntäglich vormittags zum gepflegten Einstiegsbesäufnis zusammenfand, war übersät mit Essen, und mit kitschigem Weihnachtsschnickschnack dekoriert.mehr...

Das erste MalKrankenhausbericht

Südansicht des Krankenhauses Nord im 21.

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Dass ich das erste Mal für ein paar Tage in einem Krankenhaus sein werde, wäre gelogen; trotzdem behaupte ich diese Premiere. Die Mandeln und den Blinddarm als Knabe expediert zu bekommen, zählt für mich nicht.mehr...

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Sechster Teil und SchlussDer Waldmensch

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Was bisher geschah: Nach dem Auftauchen eines gewissen Herrn Dietmar gerät die Welt des Waldmenschen ins Wanken; hatte er sich nicht eingerichtet abseits des Weltentrubels, und war ich [...]mehr...

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Nach dem SpaziergangNicole Mon Amour

Martin war wieder zuhause und setzte sich zu ihr. Hallo meine Süsse!mehr...

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Fünfter TeilDer Waldmensch

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Was bisher geschah: Nach der ersten Nacht mit Dietmar gerät der Waldmensch in ein Dilemma; es ist schwer, etwas loszuwerden, das wie mit Pattex angeklebt ist; wieso brauchen wir ein Programm? [...]mehr...

Vierter TeilDer Waldmensch

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Was bisher geschah: Der Bürger Dietmar dringt in die Eremitage des Waldmenschen ein; nach dem Genuss eines Glases Gerolsteiner Mineralwasser und einer Portion Rehbraten fühlt er sich dort scheinbar sauwohl; dem Waldmenschen geht allerlei Krauses durch den Kopf.mehr...

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Klapsmühlen-TourneeSelbsttherapeutische Massnahmen

Mit Erreichen der Volljährigkeit hatte ich folgende Referenzen vorzuweisen: einen Schulabschluss der mittleren Reife, einen Pkw-Führerschein, eine Videothekenmitgliedskarte und ein psychologisches Gutachten, das mir bescheinigte, dass ich geisteskrank bin.mehr...

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Dritter TeilDer Waldmensch

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Die Nacht dräute und breitete sich aus. Sollte ich dem Mann den Rücken kehren und ihn allein lassen? Er machte nicht den Eindruck, als würde er sich im Dunkeln zurechtfinden. (Wie sollte er [...]mehr...

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Zweiter TeilDer Waldmensch

Meiner Meinung nach hat es noch nie etwas gebracht, auf Knien herumzurutschen und um irgendwas zu flehen. Vielleicht war es so, dass man einem König, einem Sultan, einem Häuptling das Herz wärmte und ihn zur Gnade stimmte -, wir waren im 21.mehr...

Erster TeilDer Waldmensch

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Ich hörte davon, erst neulich wieder, als ein Mann durch den Wald stolperte und immerzu rief: „Ich will nicht mehr! Ich kann nicht mehr!mehr...

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Am Vorabend der französischen VorwahlenPayssage - Geschichten aus der französischen Provinz

Abends kamen wir in Forges-les-Eaux an. Ich hielt vor dem Hoteleingang und half Paul aus dem Wagen.mehr...

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Über Selbstbräuner vom Drogerie-DiscounterBald ist Weltuntergang, bitte weitersagen!

Nicolas Nova
Seit einigen Monaten setze ich keinen Fuss mehr vor die Tür. Ich sehe mich selbst in der Rolle eines Endzeitritters, der seine Lanze niederlegen möchte. Ich sehe mich selbst in der Rolle [...]mehr...

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Das Ende der liegenden AchtMia

Gelangweilt sass sie vor ihrer bereits abgestandenen Apfelsaftschorle, die ihr diese Polenschlampe vor etwa einer Stunde falsch lächelnd serviert hatte.mehr...

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In memoriam Antillen-Ochsenfrosch „Alles geht, nur der Frosch hüpft.“Der Letzte oder Begattet euch doch selber

Froschfigur auf Hofmauer in Dörgenhausen, Ortsteil von Hoyerswerda.
Nur, weil ich ein Frosch bin, muss ich nicht blöde, träge und taub sein. Wie ihr mich sehen wollt, weiss ich. Traurig, weil ich allein lebe, noch trauriger, weil es keine Froschkinder gibt, [...]mehr...

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Eckhard MiederOpferlamm e. V.

In Bad Stützbach lebten vor einiger Zeit drei Schafe, deren Aufgabe es war, in der Vorstadt Rasen zu mähen, Babys in den Schlaf zu blöken und Fremden die Zähne zu zeigen.mehr...

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Crash RoomWo gehobelt wird

Barbara holte aus und schlug mit voller Wucht auf den Wohnzimmertisch ein. Das Axtblatt blieb im Holz stecken.mehr...

Polnische Musik und SpirituosenIza und Zuzanna

MOs810

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Zuzanna kam gewöhnlich am frühen Nachmittag zu uns. Kaum angekommen, setzte sie sich in unsere geräumige Küche und zündete sich eine Zigarette an, während sie erste Anekdoten herausposaunte und Geschehnisse und Begebenheiten zu erörtern begann. »Machst du uns Tee, Schatzi?!«, forderte Iza mich immer hektisch auf, um nicht eine Minute mit ablenkenden Nichtigkeiten zu vergeuden und um sich voll und ganz auf unseren so geschätzten Gast konzentrieren zu können.mehr...

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Ein Dreiakter„Warum sind alle so böse zu Trampel?“

Vater Jonas sitzt mit seinem Sohn Fynn am Frühstückstisch. Im Radio laufen Nachrichten.mehr...

Zwei identische Brillen in einer KneipeAutor Normalverbraucher

Justyna Hellfeuer

Prosa

Einmal traf ich einen Autor, der beschwerte sich, dass jeder Tag gleich verlaufe und er nicht vorankomme. Das tue mir leid, sagte ich ihm und wollte schnell wieder gehen, aber er hielt mich auf, liess mich nicht gehen, nahm mich quasi gefangen.mehr...

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Juristisches Getümmel um die Sanierung eines MietshausesHenry Haas. Fall eines Anwalts

Der Rechtsanwalt Henry Haas übernimmt Ende der 1990er Jahre das Mandat dreier Handwerker aus Sachsen, die sich um eine halbe Million Mark Lohn betrogen fühlen.mehr...

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Der Widerstreit im MenschLeben des Joab

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Hier werde ich sterben, und ganz Israel wird jubeln. Der Wind steht gegen die Stadt. Ich höre das Geröll, das Gemurmel der Steine. Ich schliesse die Augen und sehe, was ich gern sah, wenn ich [...]mehr...

Zwischen Jobcenter und AusnüchterungszelleMit den Augen meines Bruders

Jörn Birkholz

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Seine Wohnung roch wie immer muffelig. Ich ging, oder kämpfte mich durch die Zimmer. Überall lagen Sachen herum, zumeist Bücher, Zeitschriften oder Papier, dazwischen Geschirr mit eingetrockneten Essensresten.mehr...

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