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Prosa | Untergrund-Blättle

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Prosa

Kluge Fragen, törichte Fragen, keine Chance auf AntwortEin Novemberabend in Deutschland

Hamburger Hafen bei Nacht, Dockland.
Leichter Regen fällt auf die glitzernde Stadt, es nieselt hanseatisch, wie immer, eben norddeutsches Schmuddelwetter, ungemütlich, die Stimmung belastend, zarte Gefühle tötend, kleine Hoffnungen und Heiterkeit und grosse Lebensfreude nicht so recht zulassend.mehr...

Prosa

»UniversalPhone! UniPhone!«Die Himmelsleiter

Oast House Archive
Hubschrauber kreisen am Himmel. Scheinwerfer zirkulieren. Hohe Masten werden aufgestellt. Drahtseile und Leinen werden mit kräftigen Winden gespannt. Der Platz ist abgesperrt, der Verkehr [...]mehr...

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Eine halbwegs wahre GeschichteKarl, Carin und die anderen

Am Dienstag, dem 18. Juni 1934 öffnete sich die Tür zur Drogerie (eine von dreien am Ort) in Woldenberg und ein Mann in der Uniform eines Försters trat ein.mehr...

Prosa

Morgenschock im Zürcher „Café Odeon“Der Onkel stirbt nicht

Das Café Odeon in Zürich.
Hubertus war mein Schachpartner. Wir trafen uns zwischen 1963 bis 1968 jeden Sonntag um elf Uhr im „Café Odeon“, in jenem legendären Zürcher Etablissement, dessen „heilige Aura“ ich [...]mehr...

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UnfalltodNach hinten nicht und nicht nach vorne

So unwahrscheinlich es ist, an einem Dienstag im März in Frankfurt am Main von einem Trupp Ausserirdische entführt und in einem entmaterialisierten Raumschiff auf einen Stern Letzter Ordnung gebracht zu werden -, so unwahrscheinlich ist es auch, den Zusammenbruch des Kapitalismus vor Weihnachten (dies Jahr, nächstes, das in zehn Jahren) erleben zu dürfen.mehr...

An der äussersten Südspitze von RügenWenn die Zeit stehen bleibt

Hafen in Thiessow.

Prosa

Thiessow, das kleine Dorf meiner Kindheit, urkundlich erstmals als Tisowe 1360 erwähnt und zu Napoleons Zeiten kurz auch einmal von dessen Truppen heimgesucht, gelegen auf der Halbinsel Mönchgut an der äussersten Südspitze von Rügen, ja, ich denke oft an dieses kleine, so beschauliche Fischerdorf mit damals etwa hundert Einwohnern, in dem während und auch noch nach Kriegsende die Zeit vorübergehend stehen geblieben zu sein schien, in dem der Krieg keine Spuren hinterlassen hatte, gerade so, als ob es ihn überhaupt nicht gegeben hätte.mehr...

Prosa

Wenn aus drei Wochen Ferien in der Schweiz sechs Jahre werdenEine Reise in das Herz der Zukunft

Lausanne, Rue du GrandChêne, 1960.
Wenn mich mein Schweizer Freund und Kommilitone Pascal im Juli 1963 nicht überraschend eingeladen hätte, mit ihm von Berlin aus mit seinem Motorrad nach Lausanne zu fahren, dann wäre ich [...]mehr...

Prosa

Das MittelWie ein Mann die Welt kurz veränderte

Mario Sixtus
In einer schnelllebigen und sensationslüsternen, sich von Tag zu Tag immer mehr beschleunigenden und zugleich hin und wieder auch aus sich selbst herausfallenden Zeit wie der heutigen, in der [...]mehr...

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Die Geschichte einer Denunziation in AarauPlötzlich war ich ein kommunistischer Spion

Im Juli 1963 lud mich ein Freund ein, mit ihm nach Lausanne zu kommen, ich könne dort drei Wochen gratis im Haus seiner Eltern machen, wenn ich mich an den Benzin-Kosten für sein Motorrad beteiligen würde, mit dem er die Reise antreten wollte, mit mir auf dem Sozius.mehr...

Prosa

Grönländische SommergeschichteArctic Circle Trail: Zwischenfall mit Lachsen

Es war einmal ein Tag, an dessen Abend ich mich auf den Weg machte, um Wasser zu finden. Ein junger Mann aus Amerika, der uns auf dem Arctic Circle Trail begegnet war, erzählte mir von einer Quelle.mehr...

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Eine Klima-Kurzgeschichte von Ingvar Hellsing LundqvistGezeiten

Mario Sixtus
Das Dorf war in zwei Teile gespalten. Alles war vorhanden: Unterschriften, Papiere, Pläne. Sogar ermutigende Worte des Präsidenten. Aber sie weigerten sich, wollten nicht hören.mehr...

Sommergeschichte. IDas schwedische Monster

Der See bei Östersund.

Prosa

Es war einmal ein Juliabend bei Östersund am See, als wir eine winzige Hütte bezogen und nachdem wir uns eingerichtet hatten gleich in das Ruderboot setzten, das am Steg schaukelte und das wir selbstverständlich benutzen durften.mehr...

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DokumentarerzählungFrühjahr 1945

Auch in der Pfalz ging der Krieg als verlorener Krieg zu Ende. Die Menschen wussten es.mehr...

Prosa

1. April ScherzFake oder nicht Fake

Nachricht des Tages: die Bundesregierung beschlagnahmt 10 % des auf deutschen Banken liegenden Privatvermögens von 6,3 Billionen Euro, also 630 Milliarden Euro, das doppelte des aktuellen Bundeshauhalts.mehr...

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Der Klassenfeind im Kalten KriegRattapeng, rattepeng!

Ich war in diesem Kalten Krieg, von dem es hiess, er könne jederzeit in einen Heissen umschlagen, anderthalb Jahre Soldat der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik.mehr...

Eine unvollendete WeihnachtsgeschichteDer Gast

Soenke Rahn

Prosa

Wenn Sie in die Jahre kommen, dann nehmen die Überraschungen zur Weihnachtszeit ab. Die Rituale sind eingespielt, das Essen ist eingeplant, die Gäste sind eingeladen.mehr...

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Schöffe am Amtsgericht in EuskirchenRichternd

Das Amtsgericht in Euskirchen.
Im letzten Jahrzehnt war ich vor einigen Jahren eine Zeit lang ehrenamtlicher Richter. Genauer: (Hilfs-) Schöffe an einem Amtsgericht in der Rheineifel. Euskirchen, historisch Oiskirchn, ist [...]mehr...

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Wechselnde LichterDie Ampel zeigt rot

»Hermann, es ist rot! Jetzt läuft der einfach los.mehr...

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Lesepodium in HamburgBrückentag

JB
Ich komme zu spät. Mein Zug war ausgefallen. Mit meinem am Körper klebenden Hemd betrete ich den Park. Eine Traube von etwa fünfzig Menschen hat sich unter einer gigantischen Eiche [...]mehr...

Eine Familienfeier im VereinslokalDas Weihnachtsohr

LudwigSebastianMicheler

Prosa

Der ovale Eichentisch, der mitten im Saal des Vereinsheims stand, und üblicherweise als Stammtisch der ’Alten Herren’ und für den Kleingärtner-Frühschoppen diente, der sich allsonntäglich vormittags zum gepflegten Einstiegsbesäufnis zusammenfand, war übersät mit Essen, und mit kitschigem Weihnachtsschnickschnack dekoriert.mehr...

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Das erste MalKrankenhausbericht

Dass ich das erste Mal für ein paar Tage in einem Krankenhaus sein werde, wäre gelogen; trotzdem behaupte ich diese Premiere. Die Mandeln und den Blinddarm als Knabe expediert zu bekommen, zählt für mich nicht.mehr...

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Sechster Teil und SchlussDer Waldmensch

em
Was bisher geschah: Nach dem Auftauchen eines gewissen Herrn Dietmar gerät die Welt des Waldmenschen ins Wanken; hatte er sich nicht eingerichtet abseits des Weltentrubels, und war ich [...]mehr...

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Nach dem SpaziergangNicole Mon Amour

Martin war wieder zuhause und setzte sich zu ihr. Hallo meine Süsse!mehr...

Fünfter TeilDer Waldmensch

em

Prosa

Was bisher geschah: Nach der ersten Nacht mit Dietmar gerät der Waldmensch in ein Dilemma; es ist schwer, etwas loszuwerden, das wie mit Pattex angeklebt ist; wieso brauchen wir ein Programm?mehr...

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Vierter TeilDer Waldmensch

Was bisher geschah: Der Bürger Dietmar dringt in die Eremitage des Waldmenschen ein; nach dem Genuss eines Glases Gerolsteiner Mineralwasser und einer Portion Rehbraten fühlt er sich dort scheinbar sauwohl; dem Waldmenschen geht allerlei Krauses durch den Kopf.mehr...

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Klapsmühlen-TourneeSelbsttherapeutische Massnahmen

Mit Erreichen der Volljährigkeit hatte ich folgende Referenzen vorzuweisen: einen Schulabschluss der mittleren Reife, einen Pkw-Führerschein, eine Videothekenmitgliedskarte und ein psychologisches Gutachten, das mir bescheinigte, dass ich geisteskrank bin.mehr...

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Dritter TeilDer Waldmensch

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Die Nacht dräute und breitete sich aus. Sollte ich dem Mann den Rücken kehren und ihn allein lassen? Er machte nicht den Eindruck, als würde er sich im Dunkeln zurechtfinden. (Wie sollte er [...]mehr...

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Zweiter TeilDer Waldmensch

Meiner Meinung nach hat es noch nie etwas gebracht, auf Knien herumzurutschen und um irgendwas zu flehen. Vielleicht war es so, dass man einem König, einem Sultan, einem Häuptling das Herz wärmte und ihn zur Gnade stimmte -, wir waren im 21.mehr...

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Erster TeilDer Waldmensch

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Ich hörte davon, erst neulich wieder, als ein Mann durch den Wald stolperte und immerzu rief: „Ich will nicht mehr! Ich kann nicht mehr! Ich kann nicht mehr! Ich will nicht mehr!“ Als ich [...]mehr...

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Am Vorabend der französischen VorwahlenPayssage - Geschichten aus der französischen Provinz

Abends kamen wir in Forges-les-Eaux an. Ich hielt vor dem Hoteleingang und half Paul aus dem Wagen.mehr...

Über Selbstbräuner vom Drogerie-DiscounterBald ist Weltuntergang, bitte weitersagen!

Nicolas Nova

Prosa

Seit einigen Monaten setze ich keinen Fuss mehr vor die Tür. Ich sehe mich selbst in der Rolle eines Endzeitritters, der seine Lanze niederlegen möchte.mehr...

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Das Ende der liegenden AchtMia

Gelangweilt sass sie vor ihrer bereits abgestandenen Apfelsaftschorle, die ihr diese Polenschlampe vor etwa einer Stunde falsch lächelnd serviert hatte.mehr...

In memoriam Antillen-Ochsenfrosch „Alles geht, nur der Frosch hüpft.“Der Letzte oder Begattet euch doch selber

Froschfigur auf Hofmauer in Dörgenhausen, Ortsteil von Hoyerswerda.

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Nur, weil ich ein Frosch bin, muss ich nicht blöde, träge und taub sein. Wie ihr mich sehen wollt, weiss ich.mehr...

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Eckhard MiederOpferlamm e. V.

In Bad Stützbach lebten vor einiger Zeit drei Schafe, deren Aufgabe es war, in der Vorstadt Rasen zu mähen, Babys in den Schlaf zu blöken und Fremden die Zähne zu zeigen.mehr...

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Crash RoomWo gehobelt wird

Nicolas Nova
Barbara holte aus und schlug mit voller Wucht auf den Wohnzimmertisch ein. Das Axtblatt blieb im Holz stecken. Die Tischplatte hatte eine minderwertige Qualität, dachte Peter, während er [...]mehr...

Polnische Musik und SpirituosenIza und Zuzanna

MOs810

Prosa

Zuzanna kam gewöhnlich am frühen Nachmittag zu uns. Kaum angekommen, setzte sie sich in unsere geräumige Küche und zündete sich eine Zigarette an, während sie erste Anekdoten herausposaunte und Geschehnisse und Begebenheiten zu erörtern begann. »Machst du uns Tee, Schatzi?!«, forderte Iza mich immer hektisch auf, um nicht eine Minute mit ablenkenden Nichtigkeiten zu vergeuden und um sich voll und ganz auf unseren so geschätzten Gast konzentrieren zu können.mehr...

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