Film

Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich warObsessives Arbeiten

Ingeborg Bachmann bei der Pressekonferenz zur Premiere von „Der Prinz von Homburg“ am 22. Mai 1960 in der Hamburgischen Staatsoper.

20.06.2026 -

Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ stellt in Archivmontagen und Spielszenen das Leben, Fühlen und Denken einer der wichtigsten literarischen Stimmen des 20. Jahrhunderts vor. Regisseurin Regina Schilling und Schauspielerin Sandra Hüller grenzen sich mit essayartigen Annäherungen von Einordnungs- und Einhegungsversuchen klassischer Porträts ab. Stattdessen lassen sie die Dichterin weitgehend selbst zu Wort kommen. Respektvoll und zugleich voll zärtlicher Zuneigung.mehr...
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Kultur

AbbitteEmotional und stark gespielt

19.06.2026 -

Basierend auf dem gleichnamigen Roman erzählt „Abbitte“, wie die Falschaussage eines Mädchens das Leben mehrerer Menschen zerstört. Daraus wurde ein sehr gut gespieltes Drama, das zwischen Vorstellung und Wahrheit wechselt, die Idylle eines Sommers mit dem harschen Krieg kontrastiert.mehr...
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Kultur

Peter Ustinov (hier am in Amsterdam) spielt in dem Film die Rolle des Betreibers einer Gladiatorenschule.

SpartacusDas Imperium der Gewalt

17.06.2026 -

„Spartacus“ von Stanley Kubrick erzählt eine Geschichte epischen Ausmasses über den Wert der Freiheit.mehr...
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Kultur

Tortilla Soup – Die Würze des LebensVier Paare und ein Todesfall

15.06.2026 -

„Tortilla Soup“ zeigt nichts wirklich Neues auf dem Gebiet der Komödie, aber das, was der Film bietet, ist zumeist originell und solide produziert.mehr...
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Kultur

Filmcrew von Infinity Pool auf der Berlinale 2023.

Infinity PoolEmanzipation durch Sex und Gewalt

12.06.2026 -

Mit seinem dritten Spielfilm "Infinity Pool" etabliert sich Brandon Cronenberg langsam als eine eigenständige Stimme. Zu sagen hat er auch einiges, wenn in „Infinity Pool“ ein Urlaub auf bizarre Weise eskaliert.mehr...
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Kultur

Thumbsucker - Bleib, wie du bistVersuchskaninchen ...

Die US-amerikanische Schauspielerin Kelli Garner an der Premiere von "Thumbsucker" in Toronto, 2. August 2006.

10.06.2026 -

„Thumbsucker” ist Groteske und scharfsinnige Sozialkritik in einem. Hier wird jeder getrieben und glaubt, andere selbst zu treiben, vor allem treiben zu dürfen – zum Glück aller, versteht sich.mehr...
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Kultur

Kontinental '25Der Neorealismus lässt grüssen

06.06.2026 -

"Kontinental '25" erzählt von einer Gerichtsvollzieherin, die das Schuldgefühl über den Suizid eines armen Arbeitslosen nicht verdrängen kann. Der rumänische Regisseur Radu Jude entfaltet anhand der losen Handlung ein ebenso humorvolles wie nachdenkliches Kaleidoskop der rumänischen, aber auch der Weltgesellschaft im Angesicht des entfesselten Kapitalismus.mehr...
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Kultur

Szene aus dem Film "Noah".

Noah (2025)Integration und Lebenslüge

05.06.2026 -

„Noah“ ist ein kritisches Drama über Themen wie Integration und die Lebenslügen, die damit verbunden sind.mehr...
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Kultur

AmoebaMarode Strukturen

03.06.2026 -

Siyou Tans „Amoeba“ ist ein Jugenddrama über Identität, Konformismus und Rebellion. Besonders in der zweiten Hälfte gelingt der Regisseurin es, ihrer Geschichte eine neue, erweiterte Dimension zu verleihen, wenn sie auf das Singapur von heute blickt, auf die marode Struktur seiner historischen Narrative sowie die Unterdrückung alles Andersartigen.mehr...
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Kultur

Stirb an einem anderen TagLive and never die ...

31.05.2026 -

„Stirb an einem anderen Tag“ ist fast weniger ein Bond-Streifen als eine Art Hommage an die längste Film-Reihe der Filmgeschichte. Wenn Halle Berry am kubanischen Strand aus dem Wasser springt, dann ist die Assoziation zu Ursula Andress deutlich gewollt.mehr...
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Kultur

Skinny LovePositiv zwischen Porno und Polyamorie

Eimskip-Containerterminal im Hafen von Reykjavík.

29.05.2026 -

"Skinny Love" erzählt von den vielen Möglichkeiten moderner Liebe und davon, mit Sex Geld zu verdienen. Dass all das ausgerechnet in Island, dem am dünnsten besiedelten Staat Europas über die Bühne geht, verwundert nur anfänglich. Denn der Regisseur und Drehbuchautor Sigurður Anton Friðþjófsson geht mit seinem Thema so unverkrampft um, dass man alsbald davon eingenommen ist.mehr...
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Aktueller Termin

Aktueller Termin in Frankfurt am Main

Clínica para todos

Auftakt der medico-Spendenkampagne für eine Klinik in den zapatistischen Gebieten in Chiapas. Mit Daniel Loick, Anne Haas, EuropaZapatista u.a.

Samstag, 20. Juni 2026 - 19:00 Uhr

medico-Haus, Lindleystraße 15, 60314 Frankfurt am Main

Kultur

Fassade des Hotel Deutsche Eiche (München) mit einem Mosaik zu Ehren von Rainer Werner Fassbinder.

Enfant TerribleKunst als zerstörerische Kraft

27.05.2026 -

Ambivalent, offensiv provokant und destruktiv.mehr...
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Kultur

Jeunes Mères – Junge MütterZurückhaltend und fordernd

24.05.2026 -

“Jeunes Mères – Junge Mütter“ nimmt das Publikum mit in ein spezielles Heim für Jugendliche, die Mütter werden und mit der Situation überfordert ist. Das Drama ist dabei zurückhaltend und nüchtern erzählt, wirkt oft wie eine Dokumentation. Die episodenhafte Geschichte und die zuweilen anstrengenden Protagonistinnen machen das mit der Anteilnahme zuweilen schwierig. Wer sich aber darauf einlassen kann, findet ein sehenswertes und zutiefst menschliches Werk.mehr...
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Kultur

Xenomorph aus dem Film Alien: Romulus.

Alien: RomulusIm Weltraum hört dich niemand malochen

22.05.2026 -

Der bislang letzte Spielfilm der Alien-Franchise zeigt, dass der wahre Horror nicht von den ausserirdischen Lebensformen ausgeht, sondern von der Arbeit für einen Megakonzern.mehr...
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Kultur

Ein Kuchen für den PräsidentenLeise beginnend, laut nachhallend

16.05.2026 -

Ein Kuchen für den Präsidenten“ bleibt den Grossteil seiner Laufzeit ein detailverliebter und dramaturgisch schlicht gehaltener Film, der im letzten Akt seine ganze Wirkung entfaltet und das Publikum so mit anderen Augen auf einen fast vergessenen Konflikt blicken lässt.mehr...
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Kultur

The HoursSchuld und Sühne, Liebe und Tod

Die US-amerikanische Schauspielerin Julianne Moore (hier in Venedig 2009) spielt in dem Film die Rolle von Laura Brown.

14.05.2026 -

„The Hours“ ist ein bedrückender, tiefsinniger, nie lehrhafter, erzählender, zeitloser Film über Liebe, Tod, Verantwortung und Schuld, ein modernes „klassisches“ Drama, das dem Leben und der Liebe gewidmet ist, so sehr der Tod in das Leben der Figuren auch einbricht.mehr...
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Kultur

The Green MileLeben und Überleben im Todestrakt

09.05.2026 -

Der Film „The Green Mile“ beruht auf einer Geschichte von Stephen King. In „The Green Mile“ – der Filmtitel bezeichnet den grün gestrichenen Gang im Todestrakt zwischen den Zellen der Verurteilten – geht es aber auch um das, was man als übernatürlich bezeichnet.mehr...
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Aktueller Event

Aktueller Event in Husum

Happy Solstice ab 15 Uhr “Shamrock“, die “Dirty Gunners“ und

Samstag, 20. Juni 2026 - 21:00 Uhr

Speicher Husum, Hafenstraße 17, 25813 Husum

Kultur

TessSchicksal?

Nastassja Kinski in Jerewan, Armenien, im Juli 2015.

06.05.2026 -

„Tess” ist, weil es die Zerstörung des Prinzips der Liebe als mögliches Konstruktionsprinzip von Gesellschaft durch das diametral entgegengesetzte Prinzip der Macht veranschaulicht, auch ein Film, der der Rekonstruktion des Prinzips der Liebe gewidmet ist.mehr...
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Kultur

KrawallAutonome Räume, Polizeigewalt, Protest: Die Zürcher 68er und ihre Folgen

01.05.2026 -

Der Film «Krawall» von Jürg Hassler (1970) über die Zürcher Jugendbewegung der 68er zählt bis heute zu den prägenden Klassikern des Schweizer Szene-Kinos.mehr...
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Kultur

Der britische Filmregisseur David Lean in Amsterdam, 19. Dezember 1952.

Reise nach IndienVerschlungene Wege ...

29.04.2026 -

David Leans letzter Film – "Reise nach Indien" – gehört zu meinen Favoriten. Gedreht u.a. in Bengalura und Ramanagaram (Südindien) erzählt Lean vor der Kulisse einer farbenprächtigen Landschaft die Geschichte der Reise zweier englischer Frauen.mehr...
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Kultur

Sherlock HolmesGothic Look + Action

24.04.2026 -

Ein in vielem anderer, aber eben doch nicht gänzlich anderer Sherlock-Holms-Film, den Guy Ritchie produziert hat.mehr...
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Kultur

Shakespeare in LoveRomeo und Julia mal anders

19.04.2026 -

"Shakespeare in Love" glänzt durch seine Rasanz, Lebendigkeit, seine gute Mischung aus Komödie, manchmal sogar Screwball-Komödie, Drama, ohne ins Melodramatische zu verfallen.mehr...
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Kultur

Ein einfacher UnfallHeimlich gedreht

Der iranische Filmregisseur Jafar Panahi auf dem roten Teppich beim 78. Filmfestival von Locarno im Jahr 2025.

04.04.2026 -

"Ein einfacher Unfall" erzählt mit zärtlicher Ironie von iranischen Ex-Häftlingen, die unvermutet auf ihren Folterer treffen und vor der Frage stehen, wie sie mit ihrem Rachebedürfnis umgehen sollen. Regisseur Jafar Panahi stellt erneut seine Unerschrockenheit vor dem iranischen Regime unter Beweis, dreht aber keinen Heldenfilm, sondern ein realitätsgesättigtes Drama über menschliche Schwächen und Stärken in einer unmenschlichen Diktatur.mehr...
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Kultur

Marty SupremeAmerican Supremacy?

25.03.2026 -

Unter der Prämisse einer fiktionalisierten Sportbiografie ist Marty Supreme ein bildgewaltiges Period-Piece und gleichzeitig eine intime Charakterstudie. Timothée Chalamet vereint als Marty Mauser Talent, Arroganz und Egoismus mit dem Optimismus und der Hybris des New Yorks der 50er Jahre.mehr...
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Kultur

Talk RadioVoyeurismus, Zurschaustellung Verdunklung, Mord

18.03.2026 -

„Talk Radio“ ist ein viel zu wenig beachteter Film aus dem Werk Oliver Stones, der seinen berechtigten und gleichberechtigten Platz hat etwa neben „Nixon“ oder „J.F.K.“.mehr...
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Kultur

Ari – Das Leben passiert nur einmalEine nur intuitive Perspektive

Die französische Filmregisseurin Léonor Serraille beim 52. Internationalen Filmfestival in Rotterdam, 3. Februar 2023.

28.02.2026 -

Ari – Das Leben passiert nur einmal“ begleitet einen jungen Mann, der seine Arbeit als angehender Lehrer wegwirft und nun nach einem Ersatz sucht. Das ruhig erzählte Drama mag keine grossen Erkenntnisse mit sich bringen und selbst ziellos sein, ist aber einfühlsam und gut beobachtet.mehr...
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Kultur

Die Crew von “Gelbe Briefe (Yellow Letters)” auf dem roten Teppich an der Berlinale 2026.

Internationale Filmfestspiele BerlinBerlinale: Filmriss

27.02.2026 -

Ach ja, Gaza. Wer lässt sich deshalb schon gern die Stimmung verderben?mehr...
Lesezeit3 min.

Kultur

Die LinieKomplexes Porträt einer toxischen Gemeinschaft

21.02.2026 -

Eine Frau schlägt ihre Mutter ins Krankenhaus und darf sich daraufhin nur noch auf 100 Metern nähern. „Die Linie“ schildert eine dysfunktionale Familie, die aus lauter Leuten besteht, die sehr ähnlich und doch grundverschieden sind. Das ist spannend, die Dynamik innerhalb der Figuren führt zu ständigen Wechseln. Es ist auch versöhnlich, ohne sich dabei auf Kitsch auszuruhen.mehr...
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Kultur

Der deutsche Regisseur Wolfgang Staudte in Holland, 6. Juni 1955.

Rosen für den StaatsanwaltVerleugnung vs. Wahrhaftigkeit

18.02.2026 -

Wolfgang Staudtes Film "Rosen für den Staatsanwalt" ist ein unverzerrtes Spiegelbild der deutschen Nachkriegsgesellschaft – nicht nur in Bezug auf das Hauptthema des Films.mehr...
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Kultur

Manon„Aber ich hasse es, arm zu sein“

14.02.2026 -

„Manon“ ist ein stark gespieltes und thematisch tiefgehendes Drama über die Lebensperspektiven nach dem Ende eines Weltkrieges. Henri-Georges Clouzots Film ist stellenweise sehr pessimistisch, doch Clouzot gelingt es, Wahrheiten darzustellen, die andere lieber verschweigen.mehr...
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Kultur

Der Zufall möglicherweiseInneres und Äusseres

Der polnische Filmregisseur Krzysztof Kieślowski, 1. Januar 1994.

08.02.2026 -

„Der Zufall möglicherweise“ erzählt eine hochspannende Geschichte über die Rolle des Schicksals und der unterschiedlichen Lebensentscheidungen eines Menschen. Krzysztof Kieślowskis Film spielt zwar vor dem Hintergrund einer bestimmten politischen Ideologie, jedoch sind seine Bilder, seine Figuren und seine Themen universell.mehr...
Lesezeit6 min.

Kultur

UnruhDie Revolution der Zeitlichkeit in modernen Gesellschaften

06.02.2026 -

Meinen Beitrag zum Film „Unruh“ (2022) des Regisseurs Cyril Schäublin begann ich mit einer Erinnerung an das Internationale Anti-Autoritäre Treffen in Saint Imier vor zwei Jahren.mehr...
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Kultur

Rotation„Das Unpolitische” als Machtfaktor

31.01.2026 -

Wolfgang Staudte drehte mit "Rotation" keinen Film des staatlich verordneten Antifaschismus. Der Film ist im Jahr der Entstehung der DDR nicht der visuelle Gründungsmythos der ersten sozialistischen Republik auf deutschem Boden.mehr...
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