Buchrezensionen
Ernst Pfeffer (Hg.) 1961: Deutsche Lyrik unter dem SowjetsternBRD-Germanistik gegen DDR-Lyrik
10.11.2019 -
Die Vorbemerkungen und die Einführung des Herausgebers lassen für Zweifel keinen Raum: Die 70 Gedichte seien Beispiele von „Massenproduktion“ und „politischer Zweckpropaganda“, überwiegend geprägt von „Monotonie“ und „Einförmigkeit des Stils“. Ziel der Veröffentlichung: „Wir wollen ein Bild des Geistes vermitteln, der die Menschen der Zone umgibt.“mehr... ‧
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Buchrezensionen
Thomas Brasch: Vor den Vätern sterben die SöhneUm nicht zu stagnieren
04.11.2019 -
Thomas Braschs Erzählband „Vor den Vätern sterben die Söhne“ verursacht ein Ziehen in der Brust. Auch heute noch, fast ein halbes Jahrhundert nach dem Erscheinen.mehr...Buchrezensionen
Maxie Wander: Guten Morgen, du SchöneDer feministische Geist der Utopie
24.10.2019 -
Hat Maxie Wander ein feministisches Statement ihrer Zeit verfasst? Mit „ja“ zu antworten wäre zwar verlockend, aber doch nicht ganz richtig: Denn Frauen zu DDR-Zeit zu porträtieren und dies deshalb als emanzipatorisches Werk zu verkaufen, wäre zu einfach.mehr...Buchrezensionen
Christa Wolf: Der geteilte HimmelZwei Hälften der Welt
14.10.2019 -
„Wohl jeder Leser, jede Leserin von Christa Wolf wird Sätze von ihr aufsagen können, die er eine Zeit seines Lebens mit sich getragen hat“, heisst es in einer Biographie über die Schriftstellerin, die im Jahr 2011 82-jährig verstarb.mehr...Gesellschaft
Eine ostdeutsche VogelkundeDas Ossarium

03.10.2019 -
Nachdem ich mich in den ersten zwei Jahrzehnten nach der Aufhebung meiner Heimat DDR mehr und mehr auf die Ornithologie verlegte, fasste ich den Entschluss, ein „Bestiarium der Ostvögel“ zu verfassen. Meiner Beobachtung nach war es binnen wenigen Jahren innerhalb der Gesamt-Kolonie zu einer Vereinzelung oder Atomisierung gekommen.mehr...Kultur
Adam und Evelyn - Rezension zum Film von Andreas GoldsteinIm Blätterrauschen der letzten DDR-Tage
22.01.2019 -
1989. Ein wild belassener Garten an einem Hochsommerabend, Vögel zwitschern, Blätter rauschen. Ein altes Haus. Niemand weiter zu sehen. Die Szene bleibt länger stehen, so dass wir Zeit haben, hineinzufallen in diese besondere erzählerische Langsamkeit. Die man heute kaum noch findet, weder in diesem Land noch in gegenwärtigen Filmen und an die man sich erst mal wieder im Kino gewöhnen muss, ein gewisses Dämmern, ein Verweilen im Augenblick.mehr...Politik
Über das Anlegen von Fluchttunneln am Mauer-TodesstreifenBoris Franzke: Der Tunnelbauer
19.12.2018 -
Boris Franzke gehörte zu den emsigsten Fluchttunnelbauern Berlins Anfang der 1960er Jahre. Ort der Wahl für den Tunnelexperten ist die Heidelberger Strasse in Neukölln; denn nirgends waren die Bedingungen für Fluchttunnel besser.mehr...Kultur
GundermannStasischuld und Sühne
17.09.2018 -
Die erste Szene spielt 1992. Gundermann sitzt im Wohnzimmer und singt das anrührende Lied von Vater und Mutter und Zuckerbrot, dazu Gitarre. Es ist ein Vorsingen, Gundermann sucht eine neue Band, fünf Leute hören ihm zu, wie er über seine Kindheit singt, seine Ost-Kindheit. Und sie nehmen die Bewerbung an, die Band „Die Seilschaft“ wird gegründet.mehr...



