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Erasmus Schöfer: Die Kinder des Sisyfos. Roman-Tetralogie.The Times They Are A Changin´ …

Erasmus Schöfer im Literaturhaus Köln, Juni 2008.
Rund fünfzig Jahre seit dem Auftritt der sogenannten 68er gegen Vertreter des Establishments und nahezu zwanzig Jahre nach Erscheinen des ersten Bandes der Tetralogie Die Kinder des Sisyfos 1968-1989 des 1931 geborenen Schriftstellers Erasmus Schöfer, „Ein Frühling irrer Hoffnung“ hat der Dittrich-Verlag das volumöse, vier Bände und etwa zweitausend Druckseiten umfassende Hauptwerk des Autors 2018 noch einmal aufgelegt.mehr...

Buchrezensionen

Stefan Heym: Schwarzenberg1945 – Räterepublik im Nirgendwo

Schwarzenberg Erzgeb.
Heym entwickelt am historischen Beispiel des zeitweise unbesetzten Landkreises Schwarzenberg zwischen Amerikanern und Russen das Laborexperiment eines Räte-Deutschlands, erwachsen aus eigener [...]mehr...

Buchrezensionen

Wolfgang Bittner: Die Heimat, der Krieg und der Goldene WestenWolfgang Bittners Heimatroman

Wolfgang Bittner ist ein so erfahrener wie fleissiger Roman-, Sachbuch- und Jugendbuchautor, der auch publizistisch durch zeitkritische Kommentare wirkt.mehr...

Buchrezensionen

Jens Genehr: ValentinBilder des Grauens

Bau des UBootBunker «Valentin» in BremenFarge, 1944.
Der Comic erzählt vom Bau eines gigantischen Bunkers in Bremen durch Zwangsarbeiter im Nationalsozialismus. Viele Bremer*innen sind wahrscheinlich noch nie da gewesen. Warum auch?mehr...

Buchrezensionen

Thomas Brasch: Vor den Vätern sterben die SöhneUm nicht zu stagnieren

Thomas Braschs Erzählband „Vor den Vätern sterben die Söhne“ verursacht ein Ziehen in der Brust. Auch heute noch, fast ein halbes Jahrhundert nach dem Erscheinen.mehr...

Stefan Körbel: Wendekreis oder die Vollendung der deutschen Einheit im SüdpazifikRollos Resterampe und der grüne Gummibonbon

Charte von einem Theile des SüdMeeres, 1774.

Buchrezensionen

Rollo Schultz, „xundfünfzig Jahre alt“, Bewohner/Betreiber einer Laube in Pankow. Gelernter und gebliebener Ostberliner.mehr...

Buchrezensionen

Peter-Paul Zahl: Die GlücklichenDas linke Ghetto aus der Perspektive eines Schelmes

PeterPaul Zahl 2006 bei einer Lesung im Ratinger BuchCafé Peter & Paula.
Ein Knastbuch. Wiedermal. 40 Jahre nach seiner Ersterscheinung habe ich Lust an den Schelmenroman «Die Glücklichen» des anarchistischen Literaten, Druckers und Aktivisten Peter-Paul Zahl zu [...]mehr...

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Christa Wolf: Der geteilte HimmelZwei Hälften der Welt

Karl Neumann, Christa Wolf und Günter de Bruyn (v.l.n.r.), nahmen im Januar 1967 an dem «Rahnsdorfer Gespräch» im Klub der Kulturschaffenden Berlin teil.
„Wohl jeder Leser, jede Leserin von Christa Wolf wird Sätze von ihr aufsagen können, die er eine Zeit seines Lebens mit sich getragen hat“, heisst es in einer Biographie über die [...]mehr...

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Jonathan Raymond: Old Joy„Everything was different there“ - Die Naturidee in Old Joy

Die Natur spielt in Old Joy eine wichtige Rolle. In der Erzählung von Jonathan Raymond kommen zahlreiche, sehr ausführliche Naturschilderungen vor, Bäume und Pflanzen werden beim Namen genannt, es gibt Lupine, Heidekraut, Fingerhirse, Pappeln, Schierling- und Wacholderäste.mehr...

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Svende Merian: Der Tod des MärchenprinzenNotizen zu einem feministischen Roman

„Der Tod des Märchenprinzen“ von Svende Merian ist eine Geschichte, welche gleichzeitig hoch aktuell und zum Zeitpunkt seines Erscheinens vor 40 Jahren schon überholt gewesen ist.mehr...

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Yoko Tawada: Sendbo-o-teDie Krakenmenschen

Fukuoka, Japan.  ぱちょぴ(投稿者)
Nach einer Katastrophe bricht Japan den Kontakt zum Rest der Welt ab. Die Zukunft liegt in den Körpern der jungen Generation. In Yoko Tawadas dystopischem Roman „Sendbo-o-te“ sind die [...]mehr...

Koschka Linkerhand: Die Irrfahrten der Anne BonniePiratinnen-Abenteuer auf feministisch

Die  legendäre Piratin Anne Bonny (16971720).

Buchrezensionen

Als „Coming-of-Age-Geschichte“ bezeichnet die Leipziger Autorin Koschka Linkerhand ihren Roman «Die Irrfahrten der Anne Bonnie», der schon einige Jahre zuvor die Grundlage für ein Theaterstück war.mehr...

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Tijan Sila: Die Fahne der WünscheEin Flipper macht Revolte

Der Bosnier Tijan Sila kam als Kriegsflüchtling in den 1990ern aus Bosnien nach Deutschland. Man kann den Roman «Die Fahne der Wünsche» mit ihrem an sozialistische Staaten erinnernden Vokabular als eine Parabel auf die jugoslawische Ära lesen.mehr...

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Naomi Alderman: Die GabeElektrisiert

Was passiert, wenn Machtverhältnisse sich verschieben? Einen besonders radikalen Umbruch der gesellschaftlichen Verhältnisse beschreibt Naomi Alderman in ihrem Roman „Die Gabe“.mehr...

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Perihan Magden: Ali und RamazanSo sehr, wie es nur geht

„Ali und Ramazan“ ist eine Liebesgeschichte, die fernab jeder Schnulze daher kommt. In klarer aber reicher Sprache erzählt die Autorin Perihan Mağden darin die Geschichte der zwei Jungs Ali und Ramazan, die in einem Waisenhaus aufwachsen und sich dort ineinander verlieben und so die Zumutungen, mit denen sie konfrontiert werden, überstehen – bis es nicht mehr weitergeht.mehr...

Christina Dalcher: VoxDu sollst nicht sprechen

Tim Pierce

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Die US-amerikanische Autorin Christina Dalcher beschreibt die konsequente Unterdrückung von LGTBIQ in ihrem Debütroman „VOX“ radikal und teilweise geradezu plakativ. Dank dieser brachialen Darstellung wird der Schrecken der ausgemalten Welt noch besser spürbar.mehr...

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Sibylle Berg: GRM. Brainfuck.Erwachsenwerden in der Endzeit

Busbahnhof von Rochdale, England.
Sibylle Bergs neuer Roman «GRM. Brainfuck.» erzählt von einer Jugend nach dem Brexit: böse, hellsichtig und messerscharf.mehr...

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Josefine Rieks: ServerlandYouTube im Untergrund

Josefine Rieks Roman «Serverland» möchte Vieles sein – Dystopie, Road-Novel, Entwicklungsroman, Buddy-Geschichte – und zerbricht fast unter dem Kunstgriff, dies alles auf schmalen 170 Seiten unterzubringen.mehr...

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Bernhard Schlink: Der VorleserBestBestSeller oder Much Ado About Few

Bernhard Schlink während einer Diskussion im Bowdoin College in Brunswick, Oktober 2018.
Der Autor Bernard Schlink soll am 6. Juli 2019 75 Jahre alt werden. Anlass genug für die Züricher Diogenes Verlags AG, seinen dort zuerst 1995 erschienen Weltbestseller «Der Vorleser» und [...]mehr...

Nanni Balestrini: TristanoZeichen und Spuren

Nanni Balestrini, Potere Operaio (1971), zuletzt gezeigt in seiner interdisziplinären und transnationalen Ausstellung.

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Nanni Balestrini starb am 20. Mai 2019 in Rom.mehr...

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Kolja Mensing: FelsStolperstein im Bücherregal

Empfehlung für das nächste Familienfest: Der dokumentarische Roman „Fels” von Kolja Mensing. Zwischen Sahnetorte und Kaffeekanne die gemeinsame Zeit mit der Verwandtschaft für Fragen an die deutsche Vergangenheit nutzen.mehr...

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Zum Tod von Nanni Balestrini«Wir wollen alles»

Nanni Balestrini.
Nanni Balestrini war Redakteur der Zeitschrift Il Verri, Mitbegründer der Gruppe Potere operaio und wichtiger Unterstützer der Autonomia-Bewegung. Am 20. Mai 2019 ist der Schriftsteller und [...]mehr...

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Édouard Louis: Wer hat meinen Vater umgebrachtDer zerstörte alte, weisse Mann

Eigentlich müsste am Ende des Buchtitels ein Fragezeichen stehen. Doch Édouard Louis hat keine Frage.mehr...

Julia von Lucadou: Die HochhausspringerinDer böse Traum des Neoliberalismus

Peter Thoeny

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Im Roman «Die Hochhausspringerin» spielt in einer Stadt in der nahen Zukunft. In ihr werden die Häuser zum Zentrum hin immer höher, die Wohnungen darin luxuriöser.mehr...

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Wolfgang Schorlau: Der grosse PlanPrivatermittler Georg Dengler

Seit seinem so aufklärend-erhellenden wie unterhaltsam-spannenden faction-Krimi gegen die Vertuschung von NSU-Morden durch ganzdeutsche Staatsschutzbehörden, «Die schützende Hand.mehr...

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Anke Stelling: Schäfchen im TrockenenKinder, Küche, Klassenbewusstsein

Resi ist eine in Berlin lebende Schriftstellerin und die erzählende Hauptfigur in Anke Stellings Roman „Schäfchen im Trockenen“.mehr...

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Virginie Despentes: Das Leben des Vernon Subutex 3Furchtbar und faszinierend

Virginie Despentes am Prix Landerneau, Februar 2015 .
Es wird gefickt, gesoffen, gekokst und gekifft. Menschen beschimpfen und vermöbeln sich, hassen und lieben einander, kotzen, feiern, heulen, liegen sich in den Armen. Es fallen sehr viele [...]mehr...

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Manès Sperber: Wie eine Träne im OzeanRegentropfen auf der Uniform

In der Romantrilogie „Wie eine Träne im Ozean“ wendet sich Manès Sperber, ein Kommunist und Überlebender, den mit der russischen Oktoberrevolution verbundenen Hoffnungen und Enttäuschungen zu.mehr...

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Eva Geber / Ruth Klüger: Louise MichelDie Anarchistin und die Menschenfresser

Die französische Anarchistin Louise Michel.
Interessierte Menschen sind vertraut mit Louise Michel als kämpferischer Anarcho-Feministin, sei es auf der Strasse, im Saal oder am Schreibpult. Sie war eine zentrale Figur der Pariser [...]mehr...

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Peter Weiss: Die Ästhetik des WiderstandsDie Schönheit des lebendigen Denkens

„Die Ästhetik des Widerstands“ von Peter Weiss ist ein monumentales Werk. Mit knapp 1200 dünnen, eng beschriebenen Seiten, auf denen absatzlose, mitunter schier endlose Sätze geschrieben stehen, ist sie für eine entspannte Abendlektüre ungeeignet.mehr...

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Takis Würger: StellaDie Ästhetik des Schreckens

Takis Würger wagt sich in seinem neuen Roman «Stella» an einen hochbrisanten historischen Stoff. Und doch dürfte sein Roman weit mehr über den gegenwärtigen Zustand der Literatur aussagen als über die deutsch-jüdische Geschichte.mehr...

Dina Nayeri: Drei sind ein DorfDie Heimat reist mit

Sauerkirschen.

Buchrezensionen

Man wünschte, es gäbe mehr Bücher wie dieses. Und man wünschte, dass die Menschen voller Hass und Hochmut gegenüber Flüchtenden doch einmal so ein Buch lesen würden.mehr...

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Helene Hegemann: BungalowPosttraumatisches Theater - Helene Hegemanns neues Buch ist Krieg im Dauerzustand

Im Zentrum von Helene Hegemanns “Bungalow” steht ein junger Mensch, dem jedes Erwachsenwerden versagt wird. Die Welt befindet sich hier ständig am Rande des Zusammenbruchs.mehr...

Julia Zejn: Drei WegeDrei Frauenleben in drei Episoden

Paul Cézanne.

Buchrezensionen

Es sind nicht die aufsehenerregenden Geschehnisse aus den Schlagzeilen, die in der Graphic Novel „Drei Wege“ im Mittelpunkt stehen.mehr...

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Christian Geissler: KamalattaAnother lovesong

Christian Geissler hat es sich und seinen Lesern nie leichtgemacht. Davon kündet nicht zuletzt der Versuch, in seinem Roman kamalatta einen Bogen zu spannen von den Kämpfen der arbeitenden Klasse, von der Widerstandslinie gegen den Nationalsozialismus hin zum bewaffneten Aufbruch im postfaschistischen Deutschland.mehr...

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Wu Ming: ManituanaMohawks, Mohocks und das Empire

Thayendanegea (Joseph Brant 1742 – 1807) war ein Häuptling der Mohawks, welcher während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges mit seinem Stamm auf Seiten der Engländer gekämpft hatte.
Die Stadtindianer sind zurück! Nicht die aus Westberlin oder Rom oder gar ihre Vorbilder, die Tupamaros Montevideos in Uruguay. Das Schriftstellerkollektiv Wu Ming aus Bologna hat in ihren [...]mehr...

Tom Gauld: Kochen mit KafkaTom Gauld? Genial!

Tom Gauld am Salon international du livre in Québec 2015.

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Bisher galt der 1976 geborene schottische Zeichner Tom Gauld hierzulande als Geheimtipp unter Cartoonist*innen und Comicnerds. Unter diesen fand er nicht wenige Nachahmer.mehr...

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