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Belletristik

Josefine Rieks: ServerlandYouTube im Untergrund

Serverracks in einem DatenCenter.

Josefine Rieks Roman «Serverland» möchte Vieles sein – Dystopie, Road-Novel, Entwicklungsroman, Buddy-Geschichte – und zerbricht fast unter dem Kunstgriff, dies alles auf schmalen 170 Seiten unterzubringen.mehr...

Buchrezensionen

Bernhard Schlink: Der VorleserBestBestSeller oder Much Ado About Few

Bernhard Schlink während einer Diskussion im Bowdoin College in Brunswick, Oktober 2018.

Der Autor Bernard Schlink soll am 6. Juli 2019 75 Jahre alt werden. Anlass genug für die Züricher Diogenes Verlags AG, seinen dort zuerst 1995 erschienen Weltbestseller «Der Vorleser» und [...]mehr...

Buchrezensionen

Nanni Balestrini: TristanoZeichen und Spuren

Nanni Balestrini starb am 20. Mai 2019 in Rom.mehr...

Buchrezensionen

Kolja Mensing: FelsStolperstein im Bücherregal

Reichsparteitag. Übersicht über den grossen Appell der SA, SS und des NSKK, September 1935.

Empfehlung für das nächste Familienfest: Der dokumentarische Roman „Fels” von Kolja Mensing. Zwischen Sahnetorte und Kaffeekanne die gemeinsame Zeit mit der Verwandtschaft für Fragen an die [...]mehr...

Buchrezensionen

Zum Tod von Nanni Balestrini«Wir wollen alles»

Nanni Balestrini war Redakteur der Zeitschrift Il Verri, Mitbegründer der Gruppe Potere operaio und wichtiger Unterstützer der Autonomia-Bewegung. Am 20. Mai 2019 ist der Schriftsteller und Chronist in Rom verstorben. Ein Nachruf auf den politischen Aktivisten.mehr...

Édouard Louis: Wer hat meinen Vater umgebrachtDer zerstörte alte, weisse Mann

Fabrikgebäude in Toulouse.

Buchrezensionen

Eigentlich müsste am Ende des Buchtitels ein Fragezeichen stehen. Doch Édouard Louis hat keine Frage.mehr...

Buchrezensionen

Julia von Lucadou: Die HochhausspringerinDer böse Traum des Neoliberalismus

Peter Thoeny

Im Roman «Die Hochhausspringerin» spielt in einer Stadt in der nahen Zukunft. In ihr werden die Häuser zum Zentrum hin immer höher, die Wohnungen darin luxuriöser. Am Rand herrscht das [...]mehr...

Buchrezensionen

Wolfgang Schorlau: Der grosse PlanPrivatermittler Georg Dengler

Der deutsche KriminalSchriftsteller Wolfgang Schorlau auf Lesereise 2010 in Marburg.

Seit seinem so aufklärend-erhellenden wie unterhaltsam-spannenden faction-Krimi gegen die Vertuschung von NSU-Morden durch ganzdeutsche Staatsschutzbehörden, «Die schützende Hand. Denglers [...]mehr...

Buchrezensionen

Anke Stelling: Schäfchen im TrockenenKinder, Küche, Klassenbewusstsein

Resi ist eine in Berlin lebende Schriftstellerin und die erzählende Hauptfigur in Anke Stellings Roman „Schäfchen im Trockenen“.mehr...

Buchrezensionen

Virginie Despentes: Das Leben des Vernon Subutex 3Furchtbar und faszinierend

Es wird gefickt, gesoffen, gekokst und gekifft. Menschen beschimpfen und vermöbeln sich, hassen und lieben einander, kotzen, feiern, heulen, liegen sich in den Armen.mehr...

Buchrezensionen

Manès Sperber: Wie eine Träne im OzeanRegentropfen auf der Uniform

Manès Sperber (links im Bild) um 1960.

In der Romantrilogie „Wie eine Träne im Ozean“ wendet sich Manès Sperber, ein Kommunist und Überlebender, den mit der russischen Oktoberrevolution verbundenen Hoffnungen und Enttäuschungen zu. [...]mehr...

Eva Geber / Ruth Klüger: Louise MichelDie Anarchistin und die Menschenfresser

Die französische Anarchistin Louise Michel.

Buchrezensionen

Interessierte Menschen sind vertraut mit Louise Michel als kämpferischer Anarcho-Feministin, sei es auf der Strasse, im Saal oder am Schreibpult.mehr...

Buchrezensionen

Peter Weiss: Die Ästhetik des WiderstandsDie Schönheit des lebendigen Denkens

„Die Ästhetik des Widerstands“ von Peter Weiss ist ein monumentales Werk. Mit knapp 1200 dünnen, eng beschriebenen Seiten, auf denen absatzlose, mitunter schier endlose Sätze geschrieben stehen, ist sie für eine entspannte Abendlektüre ungeeignet.mehr...

Buchrezensionen

Takis Würger: StellaDie Ästhetik des Schreckens

Takis Würger wagt sich in seinem neuen Roman «Stella» an einen hochbrisanten historischen Stoff. Und doch dürfte sein Roman weit mehr über den gegenwärtigen Zustand der Literatur aussagen als über die deutsch-jüdische Geschichte.mehr...

Buchrezensionen

Dina Nayeri: Drei sind ein DorfDie Heimat reist mit

Man wünschte, es gäbe mehr Bücher wie dieses. Und man wünschte, dass die Menschen voller Hass und Hochmut gegenüber Flüchtenden doch einmal so ein Buch lesen würden.mehr...

Helene Hegemann: BungalowPosttraumatisches Theater - Helene Hegemanns neues Buch ist Krieg im Dauerzustand

Helene Hegemann (rechts im Bild) im Gartenbaukino in Wien, Oktober 2017.

Buchrezensionen

Im Zentrum von Helene Hegemanns “Bungalow” steht ein junger Mensch, dem jedes Erwachsenwerden versagt wird. Die Welt befindet sich hier ständig am Rande des Zusammenbruchs.mehr...

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Julia Zejn: Drei WegeDrei Frauenleben in drei Episoden

Paul Cézanne.

Es sind nicht die aufsehenerregenden Geschehnisse aus den Schlagzeilen, die in der Graphic Novel „Drei Wege“ im Mittelpunkt stehen. Vielmehr widmet sich Julia Zejn in drei unterschiedlichen [...]mehr...

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Christian Geissler: KamalattaAnother lovesong

Christian Geissler hat es sich und seinen Lesern nie leichtgemacht. Davon kündet nicht zuletzt der Versuch, in seinem Roman kamalatta einen Bogen zu spannen von den Kämpfen der arbeitenden Klasse, von der Widerstandslinie gegen den Nationalsozialismus hin zum bewaffneten Aufbruch im postfaschistischen Deutschland.mehr...

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Wu Ming: ManituanaMohawks, Mohocks und das Empire

Thayendanegea (Joseph Brant 1742 – 1807) war ein Häuptling der Mohawks, welcher während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges mit seinem Stamm auf Seiten der Engländer gekämpft hatte.

Die Stadtindianer sind zurück! Nicht die aus Westberlin oder Rom oder gar ihre Vorbilder, die Tupamaros Montevideos in Uruguay. Das Schriftstellerkollektiv Wu Ming aus Bologna hat in ihren [...]mehr...

Tom Gauld: Kochen mit KafkaTom Gauld? Genial!

Tom Gauld am Salon international du livre in Québec 2015.

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Bisher galt der 1976 geborene schottische Zeichner Tom Gauld hierzulande als Geheimtipp unter Cartoonist*innen und Comicnerds. Unter diesen fand er nicht wenige Nachahmer.mehr...

Buchrezensionen

Andreas Staudinger: ParadiessuchtAus der Zeit gefallen

Wer damals mit den Achtundsechzigern zu tun hatte, dürfte von ihm wissen, dem 2010 verstorbenen Hans Peter Sagmüller, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Aramis.mehr...

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SVK: Wir sind HeldinnenStifte zu Boxhandschuhen

Kreuzberg, Berlin, August 2016.

Ein „Selbstverteidigungskurs mit Worten“ aus Kreuzberg/Berlin hat einen Sammelband an Kurzgeschichten herausgebracht. Die Autorinnen sind zehn Mädchen im Alter zwischen sechs und 16 Jahren, [...]mehr...

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Heinz Strunk: Das TeemännchenBesserung ist nicht in Sicht

Anders als die Bestseller »Der goldene Handschuh« und »Jürgen« ist »Das Teemännchen« kein Roman, sondern eine Sammlung von Kurzgeschichten.mehr...

Timur Vermes: Er ist wieder daMonotoner Klamauk

Timur Vermes bei der Frankfurter Buchmesse 2015.

Buchrezensionen

Berlin 2011 – Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück aus 77 Jahre währender Abwesenheit. Details seiner Rückkehr und seines zwischenzeitlichen Verbleibs bleiben der Imagination des Lesers überlassen.mehr...

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Wolfgang Herrndorf: »Arbeit und Struktur«Im Angesicht des Todes

Wolfgang Herrndorf, geboren 1965, verstorben im August 2013 im Alter von gerade einmal 48 Jahren. Nach seiner Krebsdiagnose im Jahr 2010 stürzt sich der Autor in neue Projekte.mehr...

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Ingo Schulze: Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbstDie vermeintlich unaufhaltsame Revolution des Proletariats

Ingo Schulze hat trotz gelegentlicher Längen mit Peter Holtz am Ende einen im besten Sinne komischen Wendehelfer geschaffen, einen schrägen Vogel, der sich – zumindest in Sachen Skurrilität – vor den Klaus Uhltzschts dieser Welt durchaus nicht verstecken muss: sehr ernsthaft lustig, konsequent nervtötend und gerade wegen dieser verschrobenen Mischung mit dem Zeug zur Kultfigur.mehr...

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Simon Strauss: »Sieben Nächte«Kniefall vor der Konvention

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Was hätte das für ein Roman werden können des jungen SZ-Redakteurs Simon Strauss, ein moderner Faust gegen die Saturiertheit und Langeweile seiner Zeit, gegen die »Superdaddys« und [...]mehr...

Buchrezensionen

Peter Stamm: »Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt«Das Dilemma einer ganzen Existenz

Neuer Roman, bekannte Narrative: In »Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt« greift der Schweizer Erfolgsautor Peter Stamm auf die alt-romantische Figur des Doppelgängers zurück und trifft dabei – zumindest sprachlich – den richtigen Ton.mehr...

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Hans Fallada: Wer einmal aus dem Blechnapf frisstFeind der Gesellschaft

Gedenkstätte BerlinHohenschönhausen (Zellen).

In seinem Gangster-Drama „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“ erzählt der deutsche Schriftsteller Hans Fallada die Vita eines straffällig gewordenen Buchhalters, der nach Jahren im [...]mehr...

Buchrezensionen

Die Lebensgeschichte eines RebellenTorsten Seifert: Wer ist B. Traven?

Wer sich nicht schon vom schlichten Titel und dem irgendwie billig wirkenden Buchcover aus der Reihe Tropen bei Klett-Cotta abschrecken lässt, möchte das Buch am liebsten nach dem ersten Kapitel, in dem der Sensationsreporter Leon B.mehr...

Buchrezensionen

Überlegungen zu einer Allegorie in Henrik Ibsens Drama Peer GyntIch – eine Zwiebel

Henrik Ibsens Drama Peer Gynt, ursprünglich ein dramatisches Gedicht nach der Vorlage norwegischer Märchen, dann umgearbeitet zu einem Bühnenstück und uraufgeführt 1876 in Kristiania (heute Oslo) – dieser Peer Gynt wird gern als der „nordische Faust“ bezeichnet, und in der Tat sind die Parallelen unabweisbar.mehr...

Originaltitel - Post OfficeCharles Bukowski: Der Mann mit der Ledertasche

Bukowski Tavern, New York.

Buchrezensionen

«Der Mann mit der Ledertasche» ist ein autobiografischer Roman und Henry Chinaski kein anderer als Charles Bukowski. Das ’Pseudonym’ behielt er auch später u.a.mehr...

Buchrezensionen

Michael Schröter: Mäcke Häring – Der falsche EckensteherEine Graphic Novel-Kriminalserie aus Berlin

Michael Schröter aus Berlin Prenzlauer Berg gehörte einst zu den Zeichnern des „Mosaik“. Mit „Mäcke Häring“, einer Graphic Novel-Kriminalserie bedient er seit sechs Jahren die Ästhetik der DDR-Kultzeitschrift.mehr...

Jörn Birkholz: Das Ende der liegenden AchtBlinde Überlebenstriebe in Lichtenhagen

Lichtenhagens Kreuzung zentral von der SBahnBrücke.

Buchrezensionen

Auf der zwanghaften Suche nach unverbindlichem Sex mit Online-Bekanntschaften diverser Dating-Portalen verschlägt es einen geschiedenen, gutsituierten Vierzigjährigen in die Parallelwelt der heruntergekommenen Plattenbauten im Osten der Bundesrepublik Deutschland.mehr...

Buchrezensionen

Alex Gräbeldinger: Verloren im Weltall, verwahrlost auf ErdenTherapietagebuch eines Punk-Rockers

Der im subkulturellen Bereich wohlbekannte Alkohol-Poet und Punk-Apologet Alex Gräbeldinger führt in seiner bereits dritten Buchveröffentlichung mit dem Titel „Verloren im Weltall“ den sagenhaften und eigentümlichen Erzählstil seines zweiten Bandes kompromisslos und konsequent fort.mehr...

Buchrezensionen

Jérôme Leroy: Der BlockDie Geschichte des Front National als Kriminalroman

Treffen der Front National am 1.

Alles nur Fiktion? Ein Roman über zwei Faschisten verdeutlicht, wie die extreme Rechte und die rechtspopulistische Partei Frankreichs zu dem geworden sind, was sie sind. Jérôme Leroy nähert [...]mehr...

Upton Sinclair: Der DschungelDas grosse Arbeiterelend in den Schlachthöfen von Chicago

Die berühmtberüchtigten Schlachthöfe (Union Stock Yards) in Chicago, Illinois, USA.

Buchrezensionen

Der Schriftsteller und Aktivist Upton Sinclair verarbeitete vor mehr als hundert Jahren in seinem sozialkritischen Roman «Der Dschungel» seine Eindrücke über die menschenunwürdige und erbarmungslose Ausbeutung der osteuropäischen Migranten in den neu entstandenen Industriezonen von Chicago.mehr...

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