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Hans A. Pestalozzi: Nach uns die Zukunft | Untergrund-Blättle

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Buchrezensionen

Von der positiven Subversion Hans A. Pestalozzi: Nach uns die Zukunft

Sachliteratur

Ich empfehle diesen Titel als ein rigoroses politisches Buch voller Saft und Kraft, gespickt mit Beispielen, Einsichten, Forderungen und Vorschlägen. Es gibt Denkanstösse zur Veränderung unserer Lebensformen in allen Bereichen.

14. Mai 2012

14. Mai. 2012

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Dieses Buch stellt Fragen, die es zielgerichtet auf den Punkt bringen, zeigt die Absurdität vieler ´Wahrheiten´, die uns in der Schule und von Politikern und Ökonomen aufgeschwatzt werden. "Der Autor zeigt schonungslos die Widersprüche in unserer Gesellschaft auf, weswegen man ihm subversive Tätigkeit nachgesagt hat. Doch gerade gegen den Totalitätsanspruch der Wirtschaft, gegen ungehemmtes Wachstum, gegen masslose Ausbeutung der natürlichen Reserven setzt der Agitator den Aufruf zur positiven Subversion, d. h. er zeigt Möglichkeiten für neue Lebensformen in einer nachindustriellen Zeit auf. Zur Diskussion stehen moralische Prinzipien, Demokratie und Freiheitsrechte, Rechts- und Eigenstaatlichkeit, Arbeit und Freizeit."

Inhaltsverzeichnis:

Die Widersprüche unserer Gesellschaft
Aufruf zur Subversion
Wirtschaft ist nicht Leben


- Die Wirtschaft als Monopoly
- Der kritische Konsument
- Die falschen Leitbilder
- Soziale Kosten
- Technik ist nicht wertfrei
- Vorwärts in die nachindustrielle Zeit
- Totalitäre Wirtschaft

Die Wirklichkeit verändern
Verantwortung statt Pflicht
Wahrheit oder Wirklichkeit

Zum Autor

Hans A. Pestalozzi war mehrere Jahre lang Manager, leitete von 1964-1979 das Gottlieb Duttweiler Institut - eine von Europas wichtigsten Denkfabriken und Schule für Topmanager -, und war Offizier bei der Schweizer Armee. Aber als er meinte, er könne offen aussprechen und schreiben, was er dachte. Als er es wirklich wagte, die Gesellschaft zu kritisieren (in verschiedenen Reden, vor allem vor Lehrern; und schliesslich mit diesem Buch), wurde der alleinerziehende Vater dreier Kinder 1979 entlassen und musste ein völlig neues Leben beginnen.

Er wagte, die Bildung und die Politik und die Wirtschaft zu hinterfragen, plauderte unangenehme Tatsachen über Manager aus und so wurde der respektiere Manager zum Revoluzzer und letztendlich zur Ikone des Widerstands gegen die Macht der Wirtschaft. Auch unterstützte er Protestbewegungen wie etwa Umweltschützer und Antimilitaristen.

Dieses Buch verkaufte sich über 200.000 Mal. Mit dem Erlös verwirklichte Pestalozzi seine Vision wenigstens für sich selbst: Auf einem Bauerngut im Steintal bei Wattwil im Toggenburg / Schweiz, züchtete er Bienen, hielt Enten und pflanzte Knoblauch an. Dort starb der Einsiedler, wie anzunehmen ist, in Frieden mit sich und der Welt – er beging Suizid.

Kritisches Netzwerk

Hans A. Pestalozzi: Nach uns die Zukunft. Zytglogge, 2001. 219 Seiten. ca. 27.00 SFr. ISBN 978-3729600980

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