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Der Wahnsinn an Europas Südküste Dem Morden ein Ende

Politik

Wir können den Pauperozid, den Massenmord an armen Afrikanern im Mittelmeer, leicht stoppen. Es gibt eine kosten-neutrale, humane Alternative zum Wahnsinn an Europas Südküste.

Die schwierige Suche nach Asyl - Frau auf der Flucht vor dem Krieg in der spanischen Enklave Melilla.
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Bild: Die schwierige Suche nach Asyl - Frau auf der Flucht vor dem Krieg in der spanischen Enklave Melilla. / fronterasur (CC BY-NC 2.0 cropped)

30. April 2015
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Korrektur
Der Zynismus, das zu einer Frage der Kostenneutralität zu machen, widert mich an, aber so ist es leider. Negerleben sind in Europa keinen Cent Wert.

Afrikaner legen ihr Leben in die Hände skrupelloser Verbrecher, weil sie keine Alternative haben. Sie haben keine Alternative wegen der EU Direktive 2001/51/EC. Der englische Text dieser Direktive kann hier eingesehen werden.

Diese Direktive erlegt Transportunternehmen (Fluggesellschaften, Fährunternehmen …) die Kosten für den Rücktransport von Flüchtlingen auf, deren Aufnahme wir ablehnen. Darum transportieren legale kommerzielle Anbieter keine Flüchtlinge.

Flüchtlinge könnten diese Kosten selbst tragen, denn an Schlepper zahlen sie mehr als die Kosten für Hin- und Rückflug – und oft noch ihr Leben dazu. Hier erklärt Hans Rosling diesen Zusammenhang (ebenfalls auf Englisch).

Wir könnten diese Direktive ändern. Wir müssten einen bürokratischen Überbau schaffen, der Einzug, Verwahrung und Einlösung oder ggf. Rückgabe der Gelder für die Rückfahrkarten der Flüchtlinge regelt. Die Flüchtlinge könnten zusätzlich eine Verwaltungsgebühr entrichten für dieses bürokratische Monster und eine Unterbringungsgebühr für die Unterbringung in Auffanglagern in Europa.

Wir müssten keine Mörder-Regime in Nord-Afrika mehr stützen, wir müssten die Lager in Nordafrika nicht mehr finanzieren, könnten die Seenotrettungs-Programme und militärischen Aktionen gegen die Schlepper einstellen und die Schlepper würden sich mangels Nachfrage selbst abschaffen. Wahrscheinlich würden wir sogar noch Geld sparen, ohne dass die Flüchtlinge mehr ausgeben müssten.

Sollte dieser Vorschlag irgendwann umgesetzt werden, würde ich wahrscheinlich hier meckern, was das für ein kafkaeskes unmenschliches Ungetüm ist. Aber es ist allemal besser als die Mordmaschine, die wir derzeit fleissig befeuern.

Schrotie

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