Über etwas nachdenken – über Krieg und Frieden etwa – ist eben etwas anderes, als sich die Frage vorzulegen, „was gehört denn erlaubt bzw. verboten?“ oder noch abseitiger „was würde ich denn erlauben bzw. verbieten, wenn ich etwas zu sagen hätte?“. Wer so fragt, macht sich dadurch schon theoretisch, ideell gemein mit Machthabern und Kriegsherrn und deren Ansprüchen beim Erlauben und Verbieten; die sind schließlich praktisch zuständig für Ge- und Verbote. Wer sich in die Pose einer unabhängigen, quasi übergeordneten Instanz begeben will, und über die „wirklich“ berechtigten Forderungen etwa von Separatisten und Selbstbestimmern entscheiden will, im Unterschied zu den bloß vorgeschobenen, erschwindelten – der macht sich zum teilnehmend-beobachtenden Anhängsel und Parteigänger von Sprachregelungen, die Staaten bei Bedarf gegeneinander verwenden, und an die sie sich selber nicht halten. „Recht“ und „Unrecht“ sind keine höheren Prinzipien, sondern die Ansprüche und Mittel konkurrierender höchster Gewalten.
Noch einmal aus der Welt der „Freien Radios“: Über Recht und Unrecht beim Kriegführen
Analysieren oder geistig mitmachen?!
Autor: Kein Kommentar
Datum: 04.07.2026
Länge: 31:01 min. Bitrate: 89 kbit/s
Auflösung: Mono (44100 kHz)


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