In Folge des atomaren Super-Gaus des AKW in Tschernobyl am 26. April 1986 starben viele tausend Menschen, noch viel mehr trugen Strahlenschäden davon, zigtausende Quadratmeter Land wurden atomar verseucht.
Auch wenn Deutschland aus der Nutzung von Atomkraft ausgestiegen ist, gilt das nicht für unsere Nachbarländer. Direkt an der Grenze zu Baden-Württemberg laufen beispielsweise in der Schweiz mehrere alte Atomkraftwerke weiter. Darunter Beznau, einer der ältesten Reaktoren der Welt. Nur 5 Kilometer von der deutschen Landesgrenze entfernt, seit über 50 Jahren in Betrieb!
Aktuell stecken in Stuttgart Grüne und CDU in Koalitionsverhandlungen. In einem Brief an Cem Özdemir von den Grünen und Manuel Hagel von der CDU sowie deren Verhandlungsteams weist die Organisation „Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges“, kurz IPPNW, auf die drohenden Atomgefahren aus der Schweiz für Baden-Württemberg hin.
Die IPPNW fordert in ihrem Schreiben, sich gegenüber der Schweiz und der Bundesregierung für ein baldiges Ende der Schweizer Atomanlagen einzusetzen.
Über den Brief der IPPNW an die künftige Landesregierung in Stuttgart, die atomaren Risiken und was diese mit politischer Verantwortung zu tun haben, sprach Radio Dreyeckland mit Dr. Jörg Schmid von den IPPNW.
40 Jahre Tscherobyl - "Atomenergie abschalten!"- fordert Dr. Schmid von der IPPNW
40 Jahre nach der Atomkatastrophe im ukrainischen Tschernobyl ist die Angst vor atomaren Risiken vielleicht nicht mehr so präsent wie 1986, aber geringer geworden sind die Risiken nicht.
Autor: Thomas
Radio: RDL Datum: 28.04.2026
Länge: 10:40 min. Bitrate: 320 kbit/s
Auflösung: Stereo (44100 kHz)



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