Bislang wurde aber nur ein Teil ihres umfangreichen Lebenswerks öffentlich gezeigt. Ihre Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle zwischen dokumentarischem Zeugnis und künstlerischer Fotografie. Sie eröffnen Einblicke in Räume der Intimität und des Selbstausdrucks, die für die Entwicklung einer sichtbaren queeren Kultur von zentraler Bedeutung waren und sind. Verwurzelt in der damaligen Subkultur, baute De Nil echte Beziehungen zu den Menschen auf, die sie fotografierte. Ihre Arbeit folgte einem einfachen Prinzip: Menschen so zu zeigen, wie sie gesehen werden wollten. So entstanden Fotografien voll sex- und körperpositiver Bildersprache, geprägt von geteilter Gemeinschaft und gegenseitigem Respekt. „Ines De Nil. We Exist“ zeigt: Keine der porträtierten Personen tritt verkleidet oder verfremdet auf. Sie existieren – sichtbar und selbstbestimmt.
Ines De Nil. We exist. Fotoausstellung in Dresden ab 27.03.2026
Ines De Nil ist eine Fotografin und Filmemacherin, die in den späten 1980er- und 1990er-Jahren die queere autonome Szene Berlins porträtierte, auch in ihrem Fotoband Zarte Sachen (1996).
Autor: Montagsmagazin
Radio: coloradio Datum: 16.03.2026
Länge: 14:56 min. Bitrate: 253 kbit/s
Auflösung: Stereo (44100 kHz)



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