Wenige Tage später nahm eine Exilregierung in Algerien ihre Arbeit auf – dorthin waren Hunderttausende Sahrauis vor der marokkanischen Invasion geflohen. Der Tag der Republik Westsahara erinnert an antikolonialen Widerstand und an ein Versprechen, das bis heute nicht eingelöst wurde: das Recht auf Selbstbestimmung.
Seit fünf Jahrzehnten dauert nun die völkerrechtswidrige Besatzung an. Fünf Jahrzehnte, in denen der internationalen Gemeinschaft ein Referendum nicht gelungen ist. 1975 teilten Spanien, Marokko und Mauretanien das Gebiet willkürlich auf – ohne formell abgeschlossene Entkolonialisierung. Weder die Vereinten Nationen noch der Internationale Gerichtshof erkennen Marokkos Anspruch an. Nach internationalem Recht steht dem sahrauischen Volk ein Referendum über seine Zukunft zu – doch dieses wird ihnen seit Jahrzehnten verwehrt.
Anlässlich des Jahrestages sprachen wir mit Laura Mahler. Sie ist Referentin für West- und die Subsahara bei der Gesellschaft für bedrohte Völker.
Kein formal-abgeschlossene Entkolonialisierung – die Ausrufung der Demokratischen Arabische Republik Sahara jährt sich zum 50. Mal.
Am 27. Februar 2026 jährt sich ein historischer Moment zum 50. Mal: An diesem Tag im Jahr 1976 rief die sahrauische Befreiungsbewegung Frente Polisario die Demokratische Arabische Republik Sahara aus.
Autor: Walter Heindl
Radio: LoraMuc Datum: 24.02.2026
Länge: 08:04 min. Bitrate: 128 kbit/s
Auflösung: Mono (44100 kHz)


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