Manchmal wird die Krankheit auch nur Fatigue-Syndrom genannt – das ist allerdings irreführend, weil die Betroffenen viel mehr sind als einfach nur ein bisschen müde: ME/CFS ist eine schwere Erkrankung, bei der das Immunsystem zum Beispiel nach einem Infekt gegen den eigenen Körper arbeitet.
In den letzten Jahren ist durch die Corona-Pandemie die Zahl der Betroffenen stark gestiegen. ME/CFS, Long COVID oder auch Post Vac, das nach der Impfung auftreten kann, kann man nicht ganz scharf voneinander trennen. Zur Diagnose gibt es für ME/CFS einen Kriterienkatalog. Manche Patient:innen mit Long COVID haben ähnliche Symptome oder erfüllen auch das volle Bild der ME/CFS, allerdings kann ME/CFS auch durch andere Erkrankungen ausgelöst werden.
Obwohl ME/CFS keine seltene Erkrankung mehr ist, ist sie vielen Menschen – auch Fachpersonen – noch sehr unbekannt. Das führt dazu, dass Betroffene nicht die adäquate Hilfe bekommen können, die sie benötigen. Was bedeutet das – für die Patient:innen und für uns alle als Gesellschaft? Und welche Verantwortung ergibt sich daraus?
Eine Diät vom Leben - Über die Erkrankung ME/CFS und welche Verantwortung sich für uns als Gesellschaft daraus ergibt
Seit über 90 Jahren akademisch beschrieben, seit über 55 Jahren als Krankheit von der WHO gelistet, trotzdem immer noch weitgehend unerforscht: Die Rede ist von der Krankheit ME/CFS.
Autor: Bernadette Rauscher, Stoffwechsel
Radio: RadioZ Datum: 18.12.2025
Länge: 33:33 min. Bitrate: 255 kbit/s
Auflösung: Stereo (44100 kHz)



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