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„Man wollte uns mit den Razzien sagen: Ihr seid hier nicht gewollt“ – Die Operation Luxor

Eigentlich ist es der grösste Justizskandal der jüngeren Geschichte Österreichs: Die Operation Luxor.

Knapp 1000 schwer bewaffnete Polizeibeamt:innen haben am 9. November 2020 in den frühen Morgenstunden die Wohnungen von rund 70 Personen aus der muslimischen Zivilgesellschaft gestürmt. Der Vorwurf: Unterstützung oder Mitgliedschaft in der Muslimbruderschaft. Knapp dreieinhalb Jahre später zeigt sich eine bittere Bilanz für die Verantwortlichen der Operation Luxor: Keine einzige Verhaftung, nicht einmal für eine einzige Verurteilung haben die Beweise bisher gereicht und die Verfahren werden nach und nach eingestellt. Unter anderem bei Farid Hafez. Der in Österreich geborene Politikwissenschafter war auch unter den Beschuldigten und sein Verfahren wurde nun vor kurzem eingestellt. Er forscht im Bereich des antimuslimischen Rassismus und wohnt mittlerweile in den USA. Dort lehrt er am Williams College in Massachusetts. Er hat bereits im November 2023 ein Buch dazu herausgegeben: Operation Luxor - Eine kritische Aufarbeitung der grössten rassistischen Polizeioperation Österreichs. Bald erscheint sein zweites Buch zur Operation Luxor: Wie ich zum Staatsfeind erklärt wurde. Wir haben mit ihm über die Operation Luxor gesprochen, inwiefern er davon betroffen war und wie er einen der grössten Justizskandale Österreichs politisch einordnet.

Autor: Radio Helsinki VON UNTEN Redaktion

Radio: Vonunten(at)helsinki.at Datum: 14.02.2024

Länge: 54:07 min. Bitrate: 101 kbit/s

Auflösung: Mono (44100 kHz)