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100 Jahre anderes Radio: Äthertäterinnen statt Hörer (Veranstaltungsmitschnitt, Halle)

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Gesellschaft

100 Jahre anderes Radio: Äthertäterinnen statt Hörer (Veranstaltungsmitschnitt, Halle)

Diskussion über Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Piratensendern und Freien Radios.



Anfang der 1990er sendeten Piraten- und Freie Radios gegen Konzentration und Privatisierung der Radiolandschaft: Im Visier von Post und Polizei funkte Radio P bereits im Mai 1990 aus besetzten Häusern im Prenzlauer Berg; Radio FREI begann im gleichen Jahr in Erfurt, ebenso wie Radio BRN3 zwei Jahre später aus der Dresdner Neustadt fernab der Legalität. In Weimar (Radio PT) und Karl-Marx-Stadt/Chemnitz (Radio T) folgte bei den Freundeskreisen von DT 64 dem Unmut über die (drohende) Abschaltung des Jugendradios eine eigene Sendepraxis.
Damit setzten die Radios fort, was bereits Ende der 70er Jahre in der BRD versucht wurde: Artikulation von emanzipatorischem Dissens. Um das Jahr 1980 hatte sich eine ganze Bewegung illegaler politischer Piratensender formiert. Sie selbst nannten sich „Freie Radios“. Sie begleiteten und koordinierten Anti-Atomproteste und Hausbesetzungen, sendeten regelmäßig, was lokale Gruppen und Initiativen zu sagen hatten.

Heute vertritt der Bundesverband der Freien Radios die Interessen von über 30 basisdemokratisch verfassten Mitgliedsradios und begleitete seit Anfang der 1990er Jahre die medienrechtliche Anerkennung der bundesweiten Medieninitiativen.

Radio Radio: corax
Datum Datum: 05.11.2023
Länge Länge: 01:21:10 min.
Bitrate Bitrate: 155 kbit/s
Datum Auflösung: 44100 kHz
Creative Commons Lizenz

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