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Kultur

Soziokulturelle Freiräume in Halle

Oft tragen soziokulturelle Projekte den Namen "Freiraum", und hier ist der Name Programm - sie bieten Räume, in denen die Nutzer*innen gemeinsam über die Gestaltung der Räume entscheiden können.

Soziokulturelle und musikkulturelle Projekte sind für viele Menschen ein ganz wesentlicher Teil davon, was das Leben in den Städten lebenswert macht. Sie bieten nichtkommerzielle Räume zum einfach da sein, träumen, um Kunst und (Sub)Kultur zu geniessen. Aber gerade diese nichtkommerziellen Räume sind es, die neben privaten Mieter*innen den auch in Halle immer weiter steigenden Druck auf dem Immobilienmarkt spüren. Damit geht leider auch häufig ihre Verdrängung einher. Wir haben am Radiokiosk mit verschiedenen Akteur*innen aus Halle über Herausforderungen, denen sie begegnen, wenn die Freiräume in der Stadt weniger werden, gesprochen. Als erstes haben wir sie gefragt, inwiefern sie ihr Projekt als Freiraum verstehen.

Jonas vom ehemals Schiefen Haus - ein Wohnprojekt in der Breiten Strasse, in dem die Hausgemeinschaft viele Kultur- und Musikveranstaltungen und Strassenfeste organisiert hat; das aufgrund von Entmietungsprozessen so nicht mehr besteht
Jenni vom Blendwerk e. V.; ein Kulturverein, der niedrigschwellig Freiräume für Kulturschaffende zur Verfügung stellen will; sind seit letzem Jahr in der Delitzscher Strasse, nachdem ihnen die Räumlichkeiten in der Magdeburger Strasse gekündigt wurden
Nadja + Laura von der IG Musikveranstaltende; Zusammenschluss von Einzelpersonen und Crews der Musikkultur und -szene in Halle
Paul vom Freiimfelde e.V. - die Anwohner*innen, die sich bei Freiimfelde zusammengeschlossen haben, haben von einer Stiftung ein Grundstück in der Landsberger Strasse zur Verfügung gestellt bekommen, um dort einen Park und Begegnungsort zu schaffen

Autor: Tagesaktuelle Redaktion

Radio: corax Datum: 17.06.2022

Länge: 22:11 min. Bitrate: 320 kbit/s

Auflösung: Stereo (44100 kHz)