UB-Logo Online MagazinUntergrund-Blättle

Verwässertes Lieferkettengesetz verabschiedet: "Erstmals müssen Unternehmen Verantwortung für die Menschen in ihren Lieferketten übernehmen" | Untergrund-Blättle

538522

Podcast

Wirtschaft

Verwässertes Lieferkettengesetz verabschiedet: "Erstmals müssen Unternehmen Verantwortung für die Menschen in ihren Lieferketten übernehmen"

Der Bundestag hat am Freitagmorgen doch noch in der laufenden Legislaturperiode das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, kurz Lieferkettengesetz verabschiedet.

Das Gesetz soll Unternehmen dazu verpflichten, die Einhaltung von Menschenrechten, entlang ihrer Produktionsketten, regelmässig zu überprüfen und deren Einhaltung zu gewährleisten. Lobbyverbände wie der Bundesverband Deutscher Arbeitgeber (BDA) oder der Deutschen Industrie (BDI) hatten stets versucht das Gesetz zu verwässern und waren damit teilweise auch erfolgreich. Ab 2023 gilt das Gesetz für Unternehmen mit Sitz in Deutschland ab 3000 MitarbeiterInnen, ab 2024 dann für Unternehmen ab 1000 MitarbeiterInnen. Johannes Heeg, Sprecher des zivilgesellschaftlichen Bündnisses "Initiative Lieferkettengesetz", das über 125 Organisationen umfasst, zeigt sich trotz der Mängel erst einmal erfreut über die Verabschiedung des Gesetzes:

Autor: Fabian

Radio: RDL Datum: 12.06.2021

Länge: 02:15 min. Bitrate: 320 kbit/s

Auflösung: Stereo (48000 kHz)

Diesen Artikel...

Kommentare zu diesem Artikel

es gibt noch keinen Beitrag zu diesem Text

Schreibe einen Kommentar...

Captcha
Mehr zum Thema...
Indonesien, 2018.
Deutschland übernimmt wieder ein Stück weltweite VerantwortungLieferkettengesetz: Mehr Menschenrechte ins Geschäft

22.03.2021

- Ende Februar hat Arbeitsminister Hubertus Heil nach der Einigung in der Koalition den Referentenentwurf für ein Lieferkettengesetz vorgelegt.

mehr...
Textilproduktion in Kambodscha.
Aus «Pflichten» werden «Empfehlungen»Konzernlobby setzt sich durch: Profit vor Pflicht

24.10.2016

- Katastrophale Arbeitsbedingungen in armen Ländern: Die deutsche Regierung will Menschenrechte den Interessen der Industrie opfern.

mehr...
Das Rüstungsunternehmen Rheinmetall will den deutschen Staat auf Schadenersatz verklagen.
Investitionsschutz und KonzernklagenWas Rheinmetall, Philip Morris, Deutschland und Togo verbindet

13.03.2019

- Deutschland hat weltweit am meisten bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen. Auch in immer mehr EU-Handelsabkommen werden Investorenklagerechte verankert. Die Rechnung bekommen vor allem Entwicklungsländer serviert.

mehr...
"Ich kann mir meines Endgerätes nicht mehr sicher sein" - Bundesregierung bringt ausgeweitete Massenüberwachung durch [...]

23.06.2017 - Der Bundestag hat mit den Stimmen der Grossen Koalition ein Gesetz verabschiedet, das die Überwachung von Online-Kommunikation und den Einsatz von Staatstrojanern, also von staatlicher Schadsoftware, bei der Kriminalitätsbekämpfung, ausweitet. Die Bundesregierung brachte diese Massnahmen überraschend und bewusst intransparent ins Gesetzgebungsprozess ein, die Abgeordneten der Grossen Koalition stimmten dem brav zu (bis auf zwei SPD-Abgeordneten).

Standortauswahlgesetz für Atommüllendlager verabschiedet: BUND mit gemischten Gefühlen

27.03.2017 - Der Bundestag hat vergangene Woche ein neues Gesetz verabschiedet, das die Suche nach einem Standort für ein Endlager für Atommüll regeln soll. Von den vier Fraktionen im Bundestag stimmten drei mehrheitlich für dieses Gesetz: CDU/CSU, SPD und Grünen.

Dossier: Fracking
Reclaim the Power
Propaganda
Kapitalismus ist Krieg

Aktueller Termin in Leipzig

Zwangsarbeit beim Rüstungskonzern HASAG. Der Werksstandort Leipzig im Nationalsozialismus und seine Nachgeschichte

Anne Friebel und Josephine Ulbricht präsentieren den Sammelband zu Zwangsarbeit im Leipziger Rüstungskonzern HASAG, der zu den grössten Profiteuren von NS-Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg zählt. Anne Friebel und Josephine ...

Mittwoch, 1. Februar 2023 - 17:15 Uhr

Geisteswissenschaftliches Zentrum (GWZ) der Universität Leipzig, Beethovenstraße 15, 04107 Leipzig

Event in Hamburg

Tramhaus

Mittwoch, 1. Februar 2023
- 20:00 -

Komet

Erichstraße 11

20359 Hamburg

Mehr auf UB online...

Untergrund-Blättle