EIN KOMMENTAR
Die Allgegenwart des Corona-Themas wird irgendwann nicht mehr gegeben sein, das Denken, das nun eingeübt wird, allerdings schon. Wir erleben – „in Echtzeit“, wie es so schön heißt – eine Transitionsphase des öffentlichen Bewußtseins. Denn äußerst ideologisch sind doch manch andere Aspekte der öffentlichen Diskussion ...
... Hilfe der Bundeswehr bei der Krisenbewältigung ...
... die Sprache der Kriegswirtschaft ...
... "Solidarität" ...
... wirtschaftliche Folgen der Pandemie ...
Unter normalen Umständen ist es offenbar fein hinnehmbar, daß manche auf der Strecke bleiben, ist ja nicht mein Problem. Aber nun in diesen viralen Zeiten, sobald es auf einmal qua „höherer Gewalt“ mein Problem wird, müsse doch „den Menschen“, nein: pardon, „den Unternehmen“ geholfen werden! Darf man eine solche Herzenshaltung befangen, ja korrupt nennen? Untergehen sollen schließlich nur die, an deren Scheitern nicht der Ausnahmezustand schuld ist.
Wäre die Linke im Jahrzehnte währenden Triumph neoliberaler Ideologie nicht auf ihr mitleiderregendes Kümmermaß geschrumpft und politische Vernunft weitgehend marginalisiert, so ließe sich heute mit Leichtigkeit einsehen und diskutieren, daß die Konkurrenzgesellschaft (vulgo: der Kapitalismus) spätestens in solchen Ausnahmesituationen das denkbar schlechteste Setting ist. Aber das merken vermutlich nicht mal die Betroffenen.
Dauer: 5'45" Minuten
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Die Grenzen werden geschlossen, die Menschen rücken zusammen. Von Lieferketten und Infektionsketten
EIN KOMMENTAR Die Allgegenwart des Corona-Themas wird irgendwann nicht mehr gegeben sein, das Denken, das nun eingeübt wird, allerdings schon.
Autor: Redaktion Sachzwang FM
Radio: Querfunk Datum: 18.03.2020
Länge: 05:44 min. Bitrate: 96 kbit/s
Auflösung: Mono (48000 kHz)



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