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Die jüngsten Drohungen gegen den Iran haben einen historischen Fahrplan

Nach dem Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran haben sich die verbliebenen Vertragspartner in Wien versammelt, um über Wege zur Rettung der Vereinbarung zu beraten. Am Freitag kamen Vertreter des Iran sowie Deutschlands, Frankreichs, Grossbritanniens, Russlands und Chinas in der österreichischen Hauptstadt zusammen, wo vor vier Jahren der Vertrag unterzeichnet worden war. Keiner der Beteiligten äusserte sich zu Beginn der Unterredung vor der Presse. Das Abkommen steht vor dem Ende, nachdem US-Präsident Donald Trump im Mai 2018 den einseitigen Ausstieg seines Landes verkündet und neue Finanz- und Handelssanktionen gegen den Iran verhängt hatte. Trotz dieses Vertragsbruchs hielt der Iran zunächst an dem Abkommen fest, droht nun aber mit dem schrittweisen Rückzug und erhöht den Druck auf die anderen Vertragspartner. Im Vorfeld häuften sich Provokationen, die durchaus auf einen bewaffneten Konflikt hinauslaufen können. Das eher schlechte Verhältnis des Iran zu den westlichen Staaten, vor allem zur USA und zu Grossbritannien reicht mindestens bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts zurück, als 1953 auf Betreiben eben dieser beiden letztgenannten Länder der demokratisch gewählte iranische Premierminister Mohammed Mossadegh. Über diese historische Situation und über die Einordnung der letzten Provokationen und Vorwürfe gegen den Iran, die fatal an frühere Falsch-Informationen vor allem der USA erinnern, an das vietnamesische Tonking, an die diversen so genannten Kriegsgründe gegen den Irak sowie über die Hegemonie-Bestrebungen der verschiedenen Golfstaaten in der Region haben wir mit dem TAZ-Korrespondenten und Autor Andreas Zumach gesprochen.

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Autor: Walter Heindl

Radio: LoraMuc Datum: 03.07.2019

Länge: 30:25 min. Bitrate: 128 kbit/s

Auflösung: Mono (44100 kHz)

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