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Repressionen in Freiburg - Das Ende der Breisgauromantik?

In der letzten Zeit gab es in verschiedenen Städten eine Kampagne bei der dazu aufgefordert wurde, kostenlos Dinge zu nutzen, die ihnen zustehen: Baden gehen, Strassenbahn fahren oder änliches. Wie zu erwarten war, hat das den sogenannten Ordnungshütern dieses Landes nicht zugesagt, ganz im Gegenteil. Sie suchten und suchen unter dem Vorwurf des Aufrufs zu Straftaten Menschen, die sie für diese Kampagne verantwortlich machen können. So auch in Freiburg. Doch im ehemals friedlichen Breisgau war die repressive Vorgehensweise wegen der Umsonstkampagne nur ein Punkt, warum am vergangenen Samstag, am 18.12., eine Demonstration gegen Repressionen stattfand. Radio Dreyeckland fragte bei Laura nach, was etwa 200 Leute veranlasst hatte, auf die Strasse zu gehen. mögliche Das sich die sonst vorhandende Deeskalationsstrategie der Polizei verändert hat, war auf der Demonstration klar zu sehen. Von beginn an wurden die TeilnehmerInnen der Demonstration umzingelt und die Demo lief so eingekesselt durch die Innenstadt. Das gab es in Freiburg seit Jahren nicht mehr! In der Innenstadt fing ein Teilnehmer an, Feuer zu spucken und es flogen Farbeier - beides wurde von der Polizei zum Anlass genommen, mit Pfefferspray und Knüppeln 'einzugreifen'. Ergebnis: ein Mensch musste ins Krankenhaus, einige hatten Pfefferspray abbekommen und ein Polizist war im Gesicht verletzt. In der Pressemitteilung der Polizei stand, es sei noch nicht klar, ob er Pfefferspray von seinen Kollegen oder Spiritus von Demonstrierenden abbekommen hatte. Aber eines sei klar: Demonstrierende haben mit Flaschen ein Fenster einer Strassenbahn eingeworfen. Nur: die betroffene Verkehrsgesellschaft VAG weiss nichts davon, dass ein Fenster einer ihrer Strassenbahnen kapputtgemacht wurde. Egal wie, eines steht fest: in Freiburg ist die Romantik vorbei. Den Linksalternativen Anstrich, den sich die Stadt so gern gibt, scheint sie durch die Repressionen und den eskalierenden Kurs gegenüber Demonstrierenden aufzugeben.

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Autor: wera


Radio: RDL
Datum: 22.12.2004

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