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Zensur der Ausstellung "Vom Polizeieingriff zum Übergriff" in Wuppertal

Es ist schon erstaunlich - dieser medienhype um prügelnde Jugendliche. Und gewalttätige Ausländer.

Und natürlich Linke. Dabei gabs dieses JAhr so viel berichtenswerte Gewalt auch aus Staats-Kreisen. Und damit meine ich gar nicht die Auslandseinsätze der Bundeswehr, sondern die Einsätze staatlicher Gewalt im Innern des Landes. Allerdings sind Beleidigungen, Schikanen, Tritte und Schläge durch Polizisten für viele Menschen in Deutschland traurige Realität. Vielleicht schaffen sie es auch deshalb kaum in die Medien.

Neben Linken, Prostituierten und Obdachlosen werden vor allem Migrantinnen udn Migranten vermehrt Opfer von Polizeigewalt. Und kaum einer bekommts mit. Das Anti-Diskriminierungsbüro in Berlin hat verschiedene Polizeiübergriffe in sehr präziser Form dokumentiert und beschäftigt sich mit der Frage, ob es sich dabei um Einzelfälle oder um ein strukturelles Problem handelt. Die Ergebnisse sind in der Ausstellung „Vom Polizeigriff zum Übergriff” zusammengefasst. Seit dem 08. 01. gastiert sie in Wuppertal, das Netzwerk "BürgerInnen beobachten die Polizei“ hat sie ins Haus der Jugend Barmen eingeladen. Dort sollte sie eigentlich bis zum 26.Januar den Opfern von Polizeigewalt eine Stimme geben, aber der Oberbürgermeister von Wuppertal, Peter Jung, fand das nicht so gut. Er liess die Ausstellung kurzerhand demontieren. Was ihn dazu bewegt hat, berichtet Judith Welkmann von "BürgerInnen beobachten die Polizei" Radio Corax.


Autor: tagesaktuelle redaktion

Radio: corax Datum: 11.01.2008

Länge: 05:10 min. Bitrate: 192 kbit/s

Auflösung: Mono (44100 kHz)