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Greenpeace-Aktivisten klettern auf Basler Chemie-Kamine

Anmod Vorschlag: Seit Jahre ist das Basler Trinkwasser mit Chemie belastet. Chemie aus ungesicherten Industriemülldeponien.

Anmod Vorschlag:

Seit Jahre ist das Basler Trinkwasser mit Chemie belastet. Chemie aus ungesicherten Industriemülldeponien. Am Mittwoch in der Früh enterten Greenpeace-AktivistInnen einen Chemie-Kamin und fordern von den Verursacherinnen des Chemietranks die Beseitigung mittels Totalsanierung.




Nur Infotext:
26. März 2008Greenpeace-Aktivisten klettern auf Basler Chemie-Kamine

Basel. Rund 30 Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten sind im Morgengrauen in das Ciba-Gelände an der Klybeckstrasse hineinspaziert. Kletterer sind nun dabei, die dortigen Chemie-Kamine hochzuklettern. Ihre Forderung: Ciba und Syngenta sollen tun, was Novartis bereits vorgemacht hat, nämlich ihren Anteil Geld in eine unabhängige Sanierungs-Stiftung einzahlen. Ciba muss mindestens 400 Millionen Franken, Syngenta 200 Millionen Franken für die Beseitigung ihrer Altlasten um Basel zahlen.

Die Sanierung der gefährlichen Giftmülldeponien von Ciba, Syngenta und Novartis in der Region Basel kostet mehrere hundert Millionen Franken. Doch die Finanzierung durch die Verursacher ist alles andere als gesichert. Novartis hat im letzten Herbst eine unabhängige Sanierungs-Stiftung mit 200 Millionen Franken gegründet, doch Ciba und Syngenta haben es bisher versäumt, dem Novartis-Beispiel zu folgen.

Gemäss Firmen-Informationen muss Ciba etwa 50 %, Novartis und Syngenta haben je 25% zu zahlen (siehe Ciba-Jahresbericht 2007 und Fusions-/Auslagerungsgeschichte unter http://www.novartis.ch/downloads/about-n...). Ciba und Syngenta müssen jetzt ihre Verantwortung wahrnehmen und nach Novartis-Vorbild ebenfalls Geld in eine unabhängige Stiftung zur Altlasten-Sanierung einzahlen: Ciba vorerst 400 Millionen, Syngenta 200 Millionen Franken.

Matthias Wüthrich, Toxics-Campaigner von Greenpeace Schweiz, fordert die neuen Ciba- und Syngenta-Konzernleitungen nachdrücklich auf: «Folgen Sie dem Beispiel von Novartis! Beweisen Sie, dass Ciba und Syngenta zahlungsfähig sind und Ihnen die Beseitigung des Deponie-Problems wichtig ist! Zahlen Sie jetzt Ihren Anteil in eine unabhängige Sanierungs-Stiftung ein. 200′000 Baslerinnen und Basler haben ein Recht auf langfristig sauberes und sicheres Trinkwasser. Die Bevölkerung, welche mit Chemikalien belastetes Wasser trinken muss, braucht Sicherheiten, dass das Geld der Verursacher für die Sanierungen vorhanden ist!»

Um etwa 10.00 Uhr werden die Aktivisten auf den Kaminen ihre Spruchbanner entfalten. Auf 10.15 hat Greenpeace die CEO von Ciba und Syngenta an der Greenpeace-Bodenstation an der Klybeckstrasse (bei Tramhaltestelle Ciba) zur Stellungnahme und Übergabe eines von Greenpeace extra für die Firmen eingerichteten Sanierungskontos eingeladen (Medientreffpunkt 9.45 bei Tramhaltestelle Ciba).

Sofern es die Umstände erlauben, werden die Kletter-Aktivisten unter www.totalsanieren.ch direkt vom Kamin herunter laufend Blog-Beiträge verfassen und Bilder uploaden.

Bilder der Aktion und weitere Informationen unter www.greenpeace.ch/presse
Matthias Wüthrich, Chemiekampagne Greenpeace +41 44 447 41 31 (vor Ort)
Greenpeace-Medienabteilung +41 44 447 41 11

Autor: konrad

Radio: RDL Datum: 26.03.2008

Länge: 09:23 min. Bitrate: 160 kbit/s

Auflösung: Stereo (44100 kHz)

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