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Neonazidemonstration in Quedlinburg am 23. August 2008

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Neonazidemonstration in Quedlinburg am 23. August 2008

Mit groß angelegten Protestaktionen will sich Quedlinburg am Samstag gegen den drohenden Aufzug von bis zu 800 Rechtsextremisten wehren.

Wie der Bürgermeister der Weltkulturerbestadt, Eberhard Brecht (SPD) sagte, werde man schon morgens am Bahnhof gegen die Ankunft der Rechtsextremisten protestieren. Eine “Aktionsfront Harz” hatte eine Demonstration angemeldet und will vor die Berufsbildende Schule der Stadt, die seit April den Titel “Schule ohne Rassismus” trägt, ziehen. Als Redner angekündigt ist der zur extremen Rechten gehörende Axel Reitz aus Köln.

Bereits vor einem Jahr hatten Rechtsextremisten in Quedlinburg demonstriert - und waren damit erstmals seit Kriegsende durch die Harzstadt gezogen.

Die lokale Antifa weißt daraufhin, dass neben alltäglicher Straßengewalt durch Nazischläger in den letzten Jahren vor allem Brandanschläge von Nazis auf vietnamesische Geschäfte in der Quedlinburger Altstadt zu bennnen sind. Dabei wurden die Fensterscheiben eingeworfen und versucht, die Läden mit Molotow- Cocktails in Brand zu setzen. Auch der Fund von tonnenweise Sprengstoff, zahlreicher Waffen und NS-Propaganda bei einer Hausdurchsuchung im benachbarten Thale rief keine öffentliche Reaktion hervor.
Aus Anlass der Neonazideminstration am kommenden Samstag sprach Yumin mit Thilo vom alternativen Jugendzentrum "Dachverein Reichenstrasse" in Quedlinburg.

Radio Radio: corax
Datum Datum: 19.08.2008
Länge Länge: 06:37 min.
Bitrate Bitrate: 128 kbit/s
Datum Auflösung: 44100 kHz
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