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Indymedia - zwischen Theorie und Praxis | Untergrund-Blättle

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Indymedia - zwischen Theorie und Praxis

Sie nennen sich “Autonomer Anarchist”, “Dabeigewesene”, “Protestler”, „Unterstützer“, „Inkognito“ und „Berichterstatter“.

Sie alle schreiben für den basisdemokratischen Nachrichtenkanal Indymedia Deutschland zu Themen wie Rechtsradikalismus, Politik, Weltgeschehen und Globalisierung, berichten von Polizeiübergriffen, Demos, besetzten Häusern und Rassismus. Sie stellen Fotos und Videos ins Netz und die meisten bezeichnen sich als linke Globalisierungskritiker. Mit diesen Worten beginnt eine sehr lesenswerte Diplomarbeit von Susanne Högemann. Thema der Arbeit? Ist Indymedia. Högemann führt dort aus, wie in schneller Folge vor knapp zehn Jahren Independent Media Center in den USA, Kanada, Europa, Lateinamerika, Ozeanien und Asien enstanden. Ende 2005 waren es 169. Als 2001 anlässlich der Castor Transporte die deutsche Indymedia Website ans Netz ging, um direkt von den Protesten aus dem Wendland zu berichten, wurde von vielen etablierten Medien interessiert auf dieses junge und unabhängige Medium geschaut und darüber berichtet. Doch seitdem hat sich einiges getan. Und so kommt Högemann zum Urteil, dass Das Open Posting, das Kernstück Indymedias, das jedem die Chance gibt, journalistisch tätig zu werden, sich als eines der grössten Probleme erweist: die Ablehnung einer Redaktion, die gegebenenfalls inhaltslose oder schlecht geschriebene Beiträge aussortiert oder redigiert, führt zu einer Masse an grösstenteils unrecherchierten und unredigierten Beiträgen, zwischen denen die wenigen Texte untergehen, die journalistischen Standards entsprechen. Und da merkt man; Es wird höchste Zeit -nicht nur inhaltlich, sondern auch formal - zu schauen ob sich Indymedia nicht verändern sollte, und wenn ja, wie. Vor einigen Tagen trafen sich deswegen in Nürnberg einige Indymedia-Aktivisten die sich grundlegend mit dem IST und SOLL von Indymedia zu beschäftigen. Grund genug das auch im freien Radio zu thematisieren. Alex von Radio Corax sprach mit Markus und Georg.

Autor: tagesaktuelle redaktion

Radio: corax Datum: 17.12.2008

Länge: 20:13 min. Bitrate: 128 kbit/s

Auflösung: Stereo (44100 kHz)

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