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Das mobile Denkmal - Der Graue Bus | Untergrund-Blättle

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Das mobile Denkmal - Der Graue Bus

Das Menschen sterben hat immer eine sehr persönliche Komponente. In der Regel steht da die Trauer über den Verlust. Wenn Menschen sterben verändert das auch immer irgendwie das Leben der Hinterbliebenen. Es kann aber auch eine gesellschaftliche Komponente bekommen oder besser eine Herrausforderung für unsere Gesellschaft sein. Ich meine den Umstand, dass in dieser Zeit die letzten Opfer und auch Täter des Nationalsozialismus sterben. Dadurch wird und muss sich vielleicht auch unser Umgang mit der Erinnerung an diese Zeit der Verbrechen verändern. Auf der einen Seite kann man vielleicht unbefangener mit der Geschichte umgehen, wenn der Vater/Opa oder Uropa, der in die Verbrechen verwickelt war, nicht mehr lebt. Auf der anderen Seite verschwinden die Zeitzeugen, die überlebnden Opfer genauso. Und niemand kann mehr authentisch darüber berichten. Daraus ergibt sich eine Herrausforderung für die Erinnerungskultur, Forschung und Gedenkstätten. Wie transportieren wir das Unfassbare an die nachfolgenden Generationen. Darüber sprachen wir mit Andreas Knitz. Er ist Architekt und Künstler und bezeichnet sich als künstlerischen Katalysator für Erinnerungsprozesse von längst vergessen geglaubten oder tabuisierten Ereignissen. Und er hat ein Denkmal mit erdacht. Nämlich ´Das mobile Denkmal - Der Graue Bus´.

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Autor: Tagesaktuelle Redaktion


Radio: corax
Datum: 25.08.2011

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