UB-Logo Online MagazinUntergrund-Blättle

Homophobie statt Demokratie: Russlands neuer Weg?

Podcast Podcast

Politik

Homophobie statt Demokratie: Russlands neuer Weg?

Nachdem zahlreiche Regionen der Russischen Föderation in den letzten Jahren bereits Gesetze gegen "Propaganda des Homosexualismus" (so die absurde Wortwahl der meisten diesbezüglichen Texte) verabschiedet haben, sind nun auch Gesetzgebungsprozesse auf gesamtstaatlicher Ebene abgeschlossen, lediglich die vollständige Inkraftsetzung ist noch nicht erfolgt.

Die staatstragenden russischen Volksverteter scheinen keine anderen Probleme in der Gesellschaft zu sehen, als die Bedrohung der vor kurzem neu erfundenen "traditionellen" "russischen" Werte. Christlich-orthodoxe Aktivisten und natürlich auch Nazis haben im Kampf gegen "Homosexualismus" ideologische Vorarbeit geleistet und speisen heute die Reihen eines gewaltbereiten homophoben Mobs.

Die Proteste gegen die neuen Gesetze werden durch die anhaltende Repression gegen alle nicht konformen, demokratischen und oppositionellen Regungen und Bewegungen erschwert.

Am 8.3. wird im linXXnet in Leipzig (Bornaische Str. 3d, 20 Uhr) Svetlana Barsukova, Bürgerrechtsaktivistin und Mitarbeiterin der Petersburger LGBT-Organisation "Coming Out" über staatlich und kirchlich verordnete Homophobie in Russland und den Stand und die Perspektiven des Widerstandes berichten.

Interview mit einem der Veranstalter, Boris von der AG Russland.

Beitrag beginnt mit der Frage "Was ist Coming out?"

Autor Autor: ldr
Radio Radio: RadioBlau
Datum Datum: 03.03.2013
Länge Länge: 11:44 min.
Bitrate Bitrate: 195 kbit/s
Datum Auflösung: 44100 kHz
Creative Commons Lizenz

515311