UB-LogoOnline MagazinUntergrund-Blättle

Wie Plutoniumtechnik made in Germany in den Iran kam | Untergrund-Blättle

513428

audio

ub_audio

Podcast

Wirtschaft

Wie Plutoniumtechnik made in Germany in den Iran kam

Vier deutsche Staatsbürger, drei von ihnen iranischer Herkunft, werden beschuldigt Ventile für das iranische Plutoniumprogramm nach Arak in den Iran geliefert zu haben.

Die Lieferung verstiess gegen ein von der EU verhängtes Embargo. Der Prozess birgt jede Menge politischen Sprengstoff, wird aber von der deutschen Öffentlichkeit völlig ignoriert. Der Politikwissenschaftler Matthias Küntzel hat das Verfahren beobachtet. Im Gespräch mit Radio Dreyeckland berichtet Küntzel von der Laschheit deutscher Ausfuhrkontrollen, von der Bereitschaft normaler deutscher Firmen, hochsensible Technik in den Iran zu liefern und dem Desinteresse der deutschen Medien. Ausserdem macht er klar, welche Bedeutung gerade das in Deutschland normalerweise übersehene Plutoniumprogramm Irans für die Gefahr einer iranischen Atombewaffnung darstellt. Mit einem Urteil in dem Verfahren wird für den kommenden Donnerstag gerechnet.

Creative Commons Logo

Autor: Jan

Radio: RDL Datum: 05.11.2013

Länge: 09:54 min. Bitrate: 128 kbit/s

Auflösung: Stereo (44100 kHz)

Diesen Artikel...

Verwandte Artikel

Der Iran und das Atomabkommen (Teil 1/2) - Einführung und Rolle der imperialistischen Grossmächte (01.06.2018)Heckler & Koch vor dem höchsten deutschen Strafgericht - Bundesgerichtshof verhandelt Revision im Fall illegaler Rüstungsexporte nach Mexiko (10.02.2021)Übergriffe und Randale in Köln: „Die sind so!“ - Flüchtlinge aus islamischen Staaten „passen nicht zu Deutschland“ (07.03.2016)

Kommentare zu diesem Artikel

es gibt noch keinen Beitrag zu diesem Text

Schreibe einen Kommentar...

Captcha
Mehr zum Thema...
District 22, Teheran.
Innenpolitische Lage des Irans und die Instabilität des RegimesDer Iran und das Atomabkommen (Teil 2/2)

25.06.2018

- Das iranische Regime hat sich direkt nach der, durch massive Repression sabotierten, Revolution auf Krieg und aussenpolitische Krisen gestützt.

mehr...
Streifenwagen vor dem Kölner Hauptbahnhof in der Woche nach den Vorfällen in der Silversternacht 2015.
Zur Debatte um „die schreckliche Silvesternacht von Köln“„Die gehören nicht hierher“

29.01.2016

- Polizei und Presse melden: Sexuelle Übergriffe, begangen von mehr als 1000 Männern vermutlich nordafrikanischer oder arabischer Herkunft, die Frauen begrapschten und körperlich bedrohten, zum ‚Fucken‘ aufforderten und ihnen Handys und/oder Geld abnahmen.

mehr...
Mine in Jakutien, Juni 2014.
Die Gewalt der BergbauindustrieUmwelt- und Menschenrechtsaktivisten im Visier

19.08.2019

- 164 Todesopfer weltweit! Das ist die düstere Bilanz des Berichts von der britischen NGO Global Witness über getötete Umwelt- und Menschenrechtsaktivist*innen im Jahr 2018. Mit 43 Opfern ist der Bergbau der tödlichste Industriesektor.

mehr...
Die iranische Atomfrage, nicht ISIS ist das entscheidende Thema

03.07.2014 - Iran gegen ISIS, Fundamentalisten gegen Fundamentalisten oder sogar etwas sympathischere gegen ganz unsympathische Fundamentalisten, so scheint sich eine ...

Trump und das Atomabkommen mit Iran: Nicht jeder Vertrag, den Deutschland mitaushandeln durfte, ist vollkommen

28.09.2017 - Dass der amerikanische Präsident Donald Trump vom Atomabkommen mit Iran wohl abrücken will, würde in deutschen Medien mit Schaudern wahrgenommen. Der ...

Aktueller Termin in Frankfurt am Main

Silent march für Julian Assange

In Form eines Schweigemarschs tragen wir in aller Ruhe und Stille die Pressefreiheit zu Grabe und fordern die Freilassung von Julian Assange.

Sonntag, 11. April 2021 - 13:00

Weseler Werft, Eckhardtstraße, 60314 Frankfurt am Main

Event in Amsterdam

Molli Cafe

Sonntag, 11. April 2021
- 12:00 -

Molli Chaoot

Van Ostadestraat 55

1072 Amsterdam

Untergrund-Blättle