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Zahl rechter Gewalttaten höher als bislang bekannt - das hat die Amadeu Antonio Stiftung schon lange vermutet

In der aktuellen Debatte um die NSU Morde wurden nun Gewalttaten der letzten 20 Jahre neu untersucht. Das Bundeskriminalamt und die Landespolizeibehörden haben bei einer Überprüfung von 3300 ungeklärten Morden und Mordversuchen festgestellt, dass in 746 Fällen Anhaltspunkte für mögliche politisch rechte Tatmotive entdeckt worden seien. Das entspricht mehr als 22 Prozent aller überprüften Mordverbrechen. Analysiert wurde der Zeitraum zwischen 1990 und 2011. Das vorläufige Ergebnis dieser Überprüfung sollte der Bundesregierung und dem Bundesinnenministerium zu denken geben. Denn die beziffern bis heute lediglich 63 rechts motivierte Morde. Antirassistische Initiativen kritisieren diese niedrige Zahl schon seit Jahren. Die Anmedeu Antonio Stiftung geht von 184 rechten Mordfällen aus. Schon seit Längerem spricht sich die Stiftung dafür aus, dass andere Kriterien zur Bewertung von politisch motivierten Morden herangezogen werden müssten. Wir haben uns mit Anetta Kahane von der Amadeu Antonio Stiftung über die Neubewertung von unaufgeklärten Gewalttaten unterhalten.

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Autor: Tagesaktuelle Redaktion

Radio: corax Datum: 05.12.2013

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