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Brand eines Schlafzelts am Oranienplatz: Interview mit einem aktivistischen Flüchtling

Am Oranienplatz in Berlin steht nun weit über einem Jahr ein Protestcamp von Flüchtlingen, die für ihre Rechte kämpfen und insbesondere das Bleiberecht, das Recht zu arbeiten, die Abschaffung von Residenzpflicht und des Systems der Unterbringung in Lagern fordern. In den letzten Monaten wurden sie mehrmals Opfer von rassistischer Gewalt und Bränden. So brannte im Februar die Toilette des Protestcamps. In der Nacht auf letzten Dienstag hat diesmal das Schlafzelt eines Flüchtlings gebrannt, während er drinnen schlief. Die Erklärung dieses jüngsten Brandes ist laut dem Blog http://asylstrikeberlin.wordpress.com/ klar. Es handele sich um einen rassistischen ’Brandanschlag’, wie es in der Überschrift eines Antrags von letztem Dienstag heisst. Noch am Tag vor dem Anschlag machte ein anderer Blogeintrag auf die rechtsradikalen Aktivitäten der Facebook-Seite ’Bürgerbewegung Hellersdorf’ aufmerksam, auf welcher Menschen zu Gewalttaten und auch ausdrücklich zur Brandstiftung gegen das Protestcamp aufriefen. Wir haben mit dem aktivistischen Flüchtling Ahmed über diesen jüngsten Vorfall und der Sicherheitssituation im Protestcamp Oranienplatz gesprochen. Die erste Hälfte ist das Originalinterview auf Englisch, die zweite Hälfte ist die deutsche Übersetzung. Die Flüchtlinge vom Protestcamp Oranienplatz in Berlin freuen sich über jede Unterstützung. Insbesondere brauchen sie momentan wegen des Brandes der Protestcamptoilette eine neue Toilette, dafür fehlt ihnen aber momentan das Geld.

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Autor: Matthieu


Radio: RDL
Datum: 10.03.2014

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