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Bei der Überprüfung von hunderten unaufgeklärten Todesdelikten seit 1990 wurden angeblich keine rechten Tatmotive gefunden

In der aktuellen Debatte um die NSU Morde wurden bislang unaufgeklärte Mordfälle der letzten 20 Jahre neu untersucht. Im Fokus stand dabei die Frage nach einem rechtsmotivierten Hintergrund der Tat. Vor 2 Jahren ordnete die Innenministerkonferenz diese Überprüfung von rund 3.300 versuchten oder vollendeten Tötungsdelikten an. Über 600 dieser Taten galten noch als völlig ungeklärt. Diese hohe Zahl sollte der Bundesregierung und dem Bundesinnenministerium zu denken geben. Denn die beziffern bis heute lediglich 63 rechts motivierte Morde innerhalb der Bundesrepublik. Nun hat das Bundesinnenministerium ein Zwischenfazit zur Untersuchung der Tötungsdelikte gezogen - als Reaktion auf eine Anfrage der Linken. Und das Ergebnis ist erschreckend: Wider erwarten kam raus, dass es laut dem Innenministerium keine weiteren Todesopfer rechter Gewalt gebe als bisher schon anerkannt sind. Also 63. Initiativen sehen das seit Jahren anders: Sie verweisen auf eine Vielzahl weiterer Opfer rechter Gewalt. Auch Teile der Opposition sind empört von diesem Zwischenergebnis. So auch Martina Renner von den Linken. Sie war bis vor kurzem noch Mitglied im Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss und sitzt nun für die Partei die Linke im Bundestag.

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Autor: Tagesaktuelle Redaktion.


Radio: corax
Datum: 24.06.2014

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