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Sachsen: Landesregierung erkennt weitere Opfer rechter Gewalt nicht an

In der aktuellen Debatte um die NSU Morde werden derzeit auch Mordfälle der letzten 20 Jahre auf ihr Tatmotiv hin neu untersucht. Das hatte die Innenministerkonferenz angeordnet. Das Bundeskriminalamt und die Landespolizeibehörden haben bei der Überprüfung von 3300 zumeist ungeklärten Morden und Mordversuchen festgestellt, dass es in über 700 Fällen Anhaltspunkte für mögliche politisch rechte Tatmotive gebe. Das entspricht mehr als 22 Prozent. Dieses vorläufige Ergebnis sollte der Bundesregierung und dem Bundesinnenministerium zu denken geben. Denn die beziffern bis heute lediglich 63 rechts motivierte Morde innerhalb der Bundesrepublik. Die konkrete Überprüfung der Todesfälle wird nun innerhalb der Bundesländer vorgenommen. Auch Sachsen hat Fälle von vermuteter rechter Gewalt untersucht. Die Landesregierung kommt nun zu dem Schluss, dass es keine weiteren Fälle rechter Gewalt in Sachsen gegeben habe. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf die Anfragen der Linken-Abgeordneten Kerstin Köditz hervor. Was Kerstin Köditz davon hält, darüber haben wir mit ihr gesprochen.

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Autor: Tagesaktuelle Redaktion

Radio: corax Datum: 13.08.2014

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