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Interview mit Helen Simon über ihren Film „Nirgendland“

„Es ist doch nichts passiert.“ Diesen Satz sagt ein Mann immer und immer wieder, nachdem er erst seiner Tochter und später seiner Enkelin sexuelle Gewalt angetan hat. Helen Simon erzählt in ihrem Dokumentarfilm die Geschichte von drei Frauen aus verschiedenen Generationen. Die Grossmutter wurde von den Russen vergewaltigt. Sie verdrängt und schweigt. Die Tochter Tina wird vom Vater jahrelang missbraucht. Sie verdrängt und schweigt. Die Enkelin Sabine wird vom selben Mann – ihrem Grossvater – ebenfalls jahrelang missbraucht. Sie wehrt sich. Sabine, genannt „Floh“, bringt den Grossvater vor Gericht. Doch das unglaubliche Urteil des Richters lässt sie zerbrechen. Sie nimmt sich das Leben. In „Nirgendland“ erzählt Flohs Mutter Tina von ihrem eigenen und vom Kampf der Tochter mit dem Erlebten fertigzuwerden und ein Leben mit Selbstachtung führen zu dürfen. Radio Lora München sprach mit der Regisseurin Helen Simon über ihren Film.

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Autor: Felicitas Hübner


Radio: LoraMuc
Datum: 02.04.2015

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