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Die Welt lässt Syrien im Stich - Kriegsreporter Kurt Pelda berichtet aus Syrien

Sie sind eingestanden für Demokratie und wollten ein menschenverachtendes Regime stürzen. Doch der Westen wollte davon nichts wissen. Er schaute zu, wie der syrischen Präsident Bashar al-Assad die friedliche Revolution in seinem Land brutal niederschlug. Und er schaut weiterhin zu, wie Assad seine Bevölkerung mit Flächenbomben und sogar Giftgas tötet. Die Folgen sind ein Bürgerkrieg mit bislang über 200'000 Toten - dazu der bedrohende Vormarsch des sogenannten Islamischen Staates IS und die grösste humanitäre Katastrophe seit dem 2. Weltkrieg. 11 Millionen Menschen – die Hälfte aller Syrer und Syrerinnen mussten ihre Häuser - verlassen. Mittlerweile herrscht in Syrien ein Mehrfrontenkrieg. Im Westen kämpfen die Rebellen und die die freie syrische Armee gegen Assads Truppen. Im Norden verteidigen die Kurden ihre gewonnen Gebieten gegen den IS. Unabhängige Informationen aus den umkämpften Gebieten gelangen kaum zu uns. Denn es sind kaum noch unabhängige Medienschaffende vor Ort. Der freischaffende Kriegsreporter Kurt Pelda ist eine Ausnahme. Letzte Woche ist er von einer Reportagereise aus dem kurdischen Norden Syriens zurückgekehrt Lucia Vasella hat ihn getroffen und mit ihm über die letzten Entwicklungen im Syrienkrieg und das Versagen des Westens gesprochen. ((Interview_Kurt_Pelda)) Das sagt Kurt Pelda. Der Westen habe in Syrien versagt, so das Fazit des Kriegsreporters. Die Folgen davon erleben wir zurzeit hautnah mit den steigenden Flüchtlingsströmen aus Syrien nach Europa. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die meisten Syrerinnen und Syrer suchen Hilfe in den Nachbarländern, wie der Türkei, dem Libanon oder Jordanien. Über 4 Millionen Menschen sind seit Kriegsbeginn vor vier Jahren aus ihrem Heimatland geflohen, schätzt, das UNO Flüchtlings-Hilfswerk UNHCR. Hinzu kommen 7 Millionen Binnenflüchtlinge. Die Menschen flüchten, weil ihre Häuser bombardiert werden und es ihnen an allem fehlt. Lucia Vasella über die fehlende Hilfe für die Bevölkerung in Syrien: ((Syrien_Hilfswerke)) Sagt Ashti Amir, Präsident des Vereins SyriAid. Mehr Informationen zum Hilfsverein finden Sie unter http://www.syriaid.ch/

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Autor: Lucia Vasella


Radio: RaBe
Datum: 27.08.2015

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