UB-Logo Online Magazin
Untergrund-Blättle

Das Watch The Med Alarmphone : Fähren statt Frontex! Gegen das Sterben im Mittelmeer! | Untergrund-Blättle

506348

audio

ub_audio

Audio Archiv

Wirtschaft

Das Watch The Med Alarmphone : Fähren statt Frontex! Gegen das Sterben im Mittelmeer!

Das Alarmphone guckt dem erneuten Sterben im Mittelmeer nicht tatenlos zu, nach den vielen Ertrunkenen vom letzten Donnerstag gaben sie ein Statement heraus. Schliesslich hatten sie versucht über vier Stunden die Menschen zu beruhigen und Schiffe zu organisieren, die zu den kenternden Booten fahren können. Hier das volle Statement und ein Interview mit Conni, die über die Hintergründe der Veränderungen der Fluchtrouten und die harte Arbeit des Alarmphones berichtet. 27.5.2016 Stellungnahme von WatchTheMed Alarm Phone zur aktuellen Situation im Mittelmeer und den Ereignissen gestern Die EU und der Tod auf See - Vom kalkulierten und überwachten Sterben im zentralen Mittelmeer Über vier Stunden hat es am gestrigen Donnerstag Vormittag gedauert, bis Rettungsschiffe eintrafen. Vier Stunden Bangen und die Bemühung, die Menschen an Bord eines überfüllten Holzbootes zu beruhigen. Um 6.21 Uhr hat das Schichtteam des WatchTheMed Alarm Phone die GPS-Daten als SOS an die Rettungsleitstelle der italienischen Küstenwache in Rom (MRCC) durchgegeben. Zuvor kam der Notruf via Satelliten-Telefon, der Anrufer berichtete von zwei Booten mit jeweils 500 Menschen an Bord, darunter viele syrische und irakische Flüchtlinge. Um 10.31 Uhr kam endlich Rettung in Sicht, doch eine Stunde zuvor war das zweite Boot in Sichtweite bereits gesunken. Wie viele Menschen dabei ertrunken und verschwunden sind, ist bislang unbekannt. Die Küstenwache aus Rom berichtet in ihrer Tagesbilanz u.a. vom Kentern eines Bootes sowie von 96 Geretteten. Todesopfer werden keine erwähnt. Doch das private Rettungsschiff Sea-Watch, das am frühen Nachmittag die Unglücksstelle erreichte, musste Ertrunkene bergen.

Creative Commons Logo

Autor: luca


Radio: RDL
Datum: 31.05.2016

Diesen Artikel...

Kommentare zu diesem Artikel

es gibt noch keinen Beitrag zu diesem Text

Schreibe einen Kommentar...

Captcha

Mehr zum Thema...

Der Kampf gegen private SeenotRetter führt zu mehr Todesopfern im Mittelmeer.
Kampf gegen private RettungsbooteDie Humanität versinkt im Mittelmeer

16.07.2018

- Es ist ein trauriger Rekord: Gemäss der internationalen Organisation für Migration ertranken allein im Juni 629 Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in den Fluten des Mittelmeers.

mehr...
Alte Boote auf Lampedusa, mit denen sich Flüchtlinge übers Mittelmeer wagten.
Lampedusa als Beispiel für den MittelmeerraumEine Insel als Vorbild

08.12.2015

- Auf Lampedusa manifestiert sich spätestens seit zwei Jahren, was vielen in Europa erst diesen Sommer bewusst wurde: Die aktuelle Flüchtlingsthematik lässt sich nicht verdrängen.

mehr...
Für sichere Fluchtrouten, eine stärkere Seenotrettung, sichere Häfen und solidarische Städte.
Aufruf zur Seebrücke-Demo am 1. September 2018Sichere Fluchtwege und ein solidarisches Zürich

16.08.2018

- Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität.

mehr...
’Watch The Med Alarmphone hat mir die Möglichkeit gegeben, wirklich etwas zu ändern.’ | Interview mit Lisa Träger

08.09.2015 - Wenn Flüchtlinge in Booten über das Mittelmeer kommen und in Seenot oder in die Hände von Frontex geraten - wie können sie dann noch auf sich ...

5 Jahre Alarm Phone - Watch the Mediterranean

18.10.2019 - Im Oktober 2014 hatte die Initiative „Watch The Med“ eine Notrufnummer geschaltet, auf der sich Flüchtlinge in Seenot melden können. Das so genannte ...

Aktueller Termin in Frankfurt am Main

Bauen für Kultur, Arbeiten und Wohnen

Frankfurts Stadtbild im Wandel. Vortrag von Dr. Markus Häfner, Frankfurt am Main.

Montag, 17. Februar 2020 - 18:00

Karmeliterkloster, Münzgasse 9, Frankfurt am Main

Event in Lausanne

Chorale anarchiste

Montag, 17. Februar 2020
- 19:00 -

Espace Autogéré


Lausanne

Trap
Untergrund-Blättle
Untergrund-Blättle