Am Verhandlungstisch sitzen sie bis heute jedoch selten.
Wer über Frieden entscheidet, entscheidet auch darüber, was er bedeutet. Für viele Frauen heisst Frieden in erster Linie, das Haus verlassen zu können, ohne Gewalt zu leben. Sie behandeln Verletzte, vermitteln bei Spannungen und dokumentieren Menschenrechtsverletzungen. Das Geld dafür fehlt: Weniger als ein Prozent der weltweiten Mittel für Gleichstellung erreicht Frauenrechtsorganisationen vor Ort.
Unter Anderem darüber hat Eva Gutensohn mit Jarai Sabally und Katrina Avilla gesprochen. Sie sind stellvertretende Geschäftsführerinnen des Frontline Women’s Fund in New York, der Frauengruppen in Krisengebieten direkt unterstützt – in Afghanistan, im Kongo, in Libyen und in Syrien. Es geht um die Frage, warum Frauen von Friedensverhandlungen ausgeschlossen werden, was sich ändern müsste, damit sie mitentscheiden und was Frieden überhaupt für sie bedeutet.
Frauen an den Verhandlungstisch! Interview mit Frontline Womens Fund
Im Oktober 2000 hat der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1325 verabschiedet. Sie verlangt, dass Frauen an Friedensprozessen beteiligt werden.
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