Obwohl ihre Strukturen und zahlreiche Übergriffe seit Langem dokumentiert sind, gerieten sie zunehmend aus dem öffentlichen Blick. Der Tod eines jungen Mannes nach einem Konzert im schweizerischen Tuggen hat deren hohe Gefährlichkeit erneut sichtbar gemacht. Ein Tatverdächtiger der mittlerweile in Haft sitzt, wird dem neonazistischen Netzwerk "Blood & Honour" zugerechnet.
Doch wie konnte sich eine solche Szene über Jahrzehnte behaupten, und warum wurde ihre Gewaltbereitschaft offenbar unterschätzt?
Über die Kontinuität rechter Gewalt und die Bedeutung antifaschistischer Recherche sprach Radio Dreyeckland mit Jan Jirát von der Schweizer Wochenzeitung WOZ. Letzte Woche hat er zu dem Fall einen ausführlichen Artikel in der WOZ veröffentlicht.
Wer noch detaillierter einsteigen möchte, kann in einem aktuellen Beitrag der Schweizer Antifa die Entwicklung der letzten 20 Jahre nachvollziehen.
WOZ:
https://www.woz.ch/2644/rechtsextremismus/die-unterschaetzte-gefahr/!WF1S3D3DYVRC
Schweizer Antifa:
https://www.antifa.ch/blood-honour-revier/
Rechtsextremer Mord in der Schweiz? - "Neonaziszene wurde von vielen unterschätzt", sagt Jan Jirát von der Wochenzeitung
Jahrzehntelang konnten sich gewaltbereite Neonazis in Teilen der Schweiz organisieren, ihre Netzwerke ausbauen, sich gesellschaftlich verankern.
505137


Diesen Artikel...