UB-Logo Online MagazinUntergrund-Blättle

Datensammelwut beim BKA"Begehrlichkeit seitens des Staates sich zu befreien von unliebsamen Inhalten"

Podcast Podcast

Politik

Datensammelwut beim BKA"Begehrlichkeit seitens des Staates sich zu befreien von unliebsamen Inhalten"

Ein Fotograf hatte in Ausübung seiner Arbeit in der Nähe eines Böllers gestanden, und wurde dann von der Polizei fälschlicherweise beschuldigt; ein Pressevertreter hatte als Jugendlicher an gewaltfreien Aktionen der Umweltorganisation Robin Wood teilgenommen und wurde wegen Hausfriedensbruch verurteilt; ein Rechtsradikaler hatte einen Online-Journalisten wegen Beleidigung angezeigt.

Die Anzeige wurde fallen glassen - der Eintrag blieb in der Datenbank des BKA bestehen. Als Journalist fotografierte er Polizisten und wurde deswegen von diesen kontrolliert. Es kam zu keiner Anklage - trotzdem bleibt der Eintrag bestehen.

Ihnen allen wurde beim G20 Gipfel in Hamburg wegen „politisch motivierte Kriminalität“ die Akkredtierungen entzogen. Nach Meinung der Gewerkschaft hätten Sicherheitsbehörden hier "fahrlässig und rechtswidrig gearbeitet". Nach einer Anfrage an das Bundespresseamt im Sommer bleibt dieses Antworten für das künftige Vorgehen schuldig. Wir sprachen mit Cornelia Haß von ver.di.

Hier finden sich Links zu Auskunftsersuchen: https://netzpolitik.org/2017/datenskandal-bei-der-polizei-offenbar-zehntausende-ungerechtfertigt-gespeichert/

Autor Autor: die meike
Radio Radio: RDL
Datum Datum: 12.09.2017
Länge Länge: 08:53 min.
Bitrate Bitrate: 136 kbit/s
Datum Auflösung: 44100 kHz
Creative Commons Lizenz

503143