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Freiheit für Cumhuriyet-Kolumnist, doch Repression in Türkei geht weiter

Über ein Jahr ist er her - der Putschversuch in der Türkei. Teile des Militärs versuchten damals erfolglos die Regierung zu stürzen - von Präsident Recep Tayyip Erdogan und seiner Partei AKP. Bei den Gefechten kamen fast 300 Menschen ums Leben, mehr als 2000 wurden verletzt. Soldaten besetzten das Hotel, in dem der Staatspräsident Erdogan gerade Urlaub machte, er aber entkam den Putschisten. Daraufhin begann der autoritäre Präsident Erdogan einen beispielslosen Rachefeldzug – nicht nur gegen die Putschisten, sondern gegen alle seine politischen Gegnerinnen. Er verhängte den Ausnahmezustand - und die Repression - unter anderem auch gegen kritische Medienschaffende - nahm rasant zu. Eines der Opfer dieser Repression ist die türkische Tageszeitung Cumhuriyet [tschumhurrijet]. Sie wird als eine der letzten unabhängigen Medien im Land bezeichnet und ist ein Dorn im Auge des Präsidenten Erdogan. Vor gut einem Jahr liess er mehrere Mitarbeiter verhaften. Der Vorwurf: Verbindungen zu „terroristischen Gruppen“. Seit gestern Dienstag ist einer dieser Verhafteten wieder frei, der Kolumnist Kadri Gürsel. Doch vier seiner Kollegen sind immer noch im Gefängnis. Katrin Hiss wollte von Anne Renzenbrink von Reporter-ohne-Grenzen wissen, was zur Freilassung von Kadri Gürsel geführt hat.

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Autor: Katrin Hiss


Radio: RaBe
Datum: 27.09.2017

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