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Schweizer Fernsehen berichtete: AKW Gundremmingen läuft trotz fehlerhafter Teile

Das grösste Schweizer AKW bleibt wegen fehlerhafter Spaltelemente ausser Betrieb. Das Schweizer Fernsehen meldet, dass solche fehlerhaften Spaltelemente auch an das AKW Gundremmingen geliefert wurden. Die Bürgerinitiative „FORUM“ fordert das umgehende Eingreifen der staatlichen Atomaufsicht. Der französische Atomkonzern AREVA hat eingestanden, dass viele der von ihm gelieferten Spaltelemente (Meistens wird von Brennelementen gesprochen, aber in diesen Teilen brennt es nicht, geschweige denn, dass harmlose Asche entstünde. Hier wird Uran und Plutonium gespalten und dabei explodiert die Radioaktivität auf mehr als das Milliardenfache) nicht den Spezifikationen entsprechen. Über mehrere Jahre wurden bei der Qualitätskontrolle für die Hüllrohre sporadisch gute und schadhafte Teile verwechselt. In der Folge wurden auch Hüllrohre weiterverarbeitet, die zu geringe Wandstärken haben oder die nicht ausreichend gerade sind. Reuters-Meldung. Das Schweizer Fernsehen hat am Freitag (17.11.) gemeldet, dass im AKW Leibstadt solche fehlerhaften Spaltelemente von AREVA im Einsatz sind. Wegen schadhafter Spaltelemente wurde die ursprünglich für Anfang November geplante Wiederinbetriebnahme des AKW Leibstadt auf mindestens Ende Dezember verschoben. Das AKW war wegen Schäden an seinen Spaltelementen in den letzten Jahren bereits viele Monate ausser Betrieb. Das AKW Gundremmingen schwieg bisher zu den Gefahren. Auch in seinem jüngsten Betriebsbericht vom 10. November wurde das Problem verheimlicht. Aber das Schweizer Fernsehen hat den Gundremminger AKW Betreiber RWE gefragt. Antwort: Auch in Gundremmingen sind fehlerhafte Spaltelemente von AREVA im Einsatz. Angeblich zwei Stück. Im AKW Gundremmingen, das bauähnlich dem Schweizer AKW Leibstadt ist, fielen in den letzten Jahren bereits häufig undichte Spaltelemente auf. Die AKW-Leitung hat dies jedoch immer als harmlos und unerklärlich abgetan Ich sprach mit Raimund Kamm darüber

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Autor: Tim Thaler


Radio: coloradio
Datum: 22.11.2017

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