Zur Wahl standen der bisherige Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und Flávio Bolsonaro, der Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro.
Lula konnte die Wahl mit fast 52 Prozent der Stimmen für sich entscheiden, Flávio Bolsonaro erhielt rund 48 Prozent. Damit lag Lula am Ende rund 4,4 Millionen Stimmen vor seinem Herausforderer. Bemerkenswert ist diese Aufholjagd auch deshalb, weil Lula in der ersten Wahlrunde noch hinter Bolsonaro gelegen hatte. Zuvor war es einem Zweitplatzieren in den brasilianischen Präsidentschaftswahlkämpfen noch nie gelungen am Ende doch zu gewinnen.
Hinter dieser Entscheidung steht ein tief gespaltenes Land. Soziale Ungleichheit, Rassismus und die Auseinandersetzung um die Demokratie prägen Brasilien seit vielen Jahren.
Doch was bedeutet das Wahlergebnis für die Menschen, die dort leben? Und was für die vielen Brasilianerinnen und Brasilianer im Ausland, die sich mit ihrem Herkunftsland verbunden fühlen, aber teilweise auch Angst haben, dorthin zurückzukehren?
Darüber sprach Radio Dreyeckland mit Adelaide Ivánova. Sie ist Dichterin, Journalistin und Aktivistin für das Recht auf Wohnen. Sie kommt aus Recife im Nordosten Brasiliens und lebt heute in Berlin.
Brasilien: Lula gewinnt Wahl - "Studen:innen haben gigantisches im Endspurt geleistet", so die brasilianische Dichterin Ivánova
Am Sonntag, dem 25. Oktober, hat Brasilien in einer Stichwahl über seine politische Zukunft entschieden.
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