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Europäisches Grenzregime und die Auslagerung der europäischen Migrationspolitik

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Politik

Europäisches Grenzregime und die Auslagerung der europäischen Migrationspolitik

Euopa schottet sich zunehmend ab - Grenzzäune wurden errichtet, die EU-Grenzschutzagentur Frontex ausgebaut und mit neuen Technologien ausgestattet, Flüchtlingspakte mit der Türkei und Libyen wurden geschlossen - die Migrationspolitik wurde auf zumeist afrikanische Staaten ausgelagert.

Der Hintergrund: Menschen von der Flucht nach Europa abhalten. Das gelingt offenbar nur allzu gut - aus Sicht der EU-Grenzschutzagentur Frontex. Ende Februar vermeldete Frontex, dass im vergangenen Jahr weniger Geflüchtete in die EU gekommen sind als in dem Jahr zuvor. Und zwar etwa 60 Prozent weniger. Insgesamt sind laut Frontex im vergangenen Jahr noch etwas über 200.000 Menschen über die verschiedenen Routen in die EU gekommen. Diverse Medien haben diese Meldung von Frontex aufgegriffen und als Erfolg europäischer Migrationspolitik bezeichnet. Doch ist die Meldung vielmehr Ausdruck eines europäischen Grenzregimes, das auf Abschottung setzt und bei internationalen Konflikten und Fluchtursachen wegschaut. Wie man die Meldung nun bewerten kann, und wie die aktuellen Entwicklungen des europäischen Grenzregimes aussehen, darüber sprachen wir mit Jacqueline Andres von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) in Tübingen.

Radio Radio: corax
Datum Datum: 12.03.2018
Länge Länge: 17:01 min.
Bitrate Bitrate: 320 kbit/s
Datum Auflösung: 44100 kHz
Creative Commons Lizenz

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