Die Geschäftsleitung hatte Oettler vor genau 20 Jahren unrechtmäßig gekündigt. Er hatte das Rote-Fahne-Magazin in seiner Fahrerkabine liegen und der Presse gesagt, dass seine Kolleginnen und Kollegen verschärft ausgebeutet werden, was die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) auch gedruckt hatte. 15 Monate später kam er wieder in den Betrieb und wurde 2009 allerdings direkt wieder aus dem Dienst ausgeschlossen. Er war an einer Flugblatt-Verteilaktion mit geschäftsleitungskritischen Inhalten beteiligt. Ein Jahr später ist er dann wieder am Straßenbahnfahren. Nun ist er 60 Jahre alt und die HAVAG habe ihn nach 36 Dienstjahren vor vier Monaten wieder nicht mehr an seine Arbeit im Betrieb gelassen. Diesmal nannte die AG es "ruhendes Arbeitsverhältnis". Deshalb bekommt er auch jeden Monat einen Lohnschein von der HAVAG - aber ohne Lohn. Mit Radio Corax sprach Frank Oettler über seinen aktuellen Fall am Arbeitsgericht in Halle (Saale), wo seine Kündigung des Straßenbahnfahrers zurzeit verhandelt wird.
Frank Oettler vs. HAVAG geht in die dritte Runde
Frank Oettler ist Straßenbahnfahrer hier in Halle bei der HAVAG, der Hallenser VerkehrsAG, und hat eine lange Geschichte des Kampfs um seinen Arbeitsplatz.
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