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Japanische Gratwanderung: Von Chimerica zu Nippomerica

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Japanische Gratwanderung: Von Chimerica zu Nippomerica Zentren vor Kernschmelze?

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Wirtschaft

Die Stützpfeiler des Weltfinanzsystems, die Anleihemärkte der Zentrumsstaaten, geraten ins Wanken.

Premierministerin Sanae Takaichi trommelt mit Lee Jae Myung beim Gipfeltreffen zwischen Südkorea und Japan in Nara, 13. Januar 2026.
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Premierministerin Sanae Takaichi trommelt mit Lee Jae Myung beim Gipfeltreffen zwischen Südkorea und Japan in Nara, 13. Januar 2026. Foto: 内閣広報室|Cabinet Public Affairs Office (CC-BY 4.0 cropped)

Datum 23. Februar 2026
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„Japan, Japan / Samurai / und schon kommt / der Tod herbei.“ Abwärts[1]

Es war ein historischer Sieg für die inoffizielle japanische Staatspartei LDP (Liberaldemokratische Partei), den Premierministerin Sanae Takaichi bei den vorgezogenen Neuwahlen am 08. Februar erringen konnte.[2] Die LDP, deren Abgeordnete nun 316 von 465 Parlamentssitzen okkupieren werden, verfügt erstmals in der Nachkriegsgeschichte Japans über eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Diesen überwältigenden Wahlsieg verdankt Frau Takaichi vor allem ihren populären Wahlversprechen, die in japanischer Tradition schuldenfinanzierte Sozial- und Konjunkturprogramme beinhalten. Takaichi will – trotz exorbitanter Staatsverschuldung – insbesondere die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel aussetzen, um den Inflationsdruck für Lohnabhängige zu mindern. Doch damit würde die rechtsgerichtete Regierungschefin abermals auf Kollisionskurs mit den Finanzmärkten gehen, die bereits Mitte Januar mit einem handfesten Marktbeben auf dieses populäre Vorhaben reagierten.

Es waren extreme Marktbewegungen, die ebenfalls historische Ausmasse annahmen. Japans 40-jährige Anleihe erreichte Mitte Januar einen Zinssatz von mehr als vier Prozent, was einen extremen, noch nie verzeichneten Einbruch bei dem 2007 eingeführten Staatspapier mit ultralanger Laufzeit darstelle, erläuterte die Financial Times.[3] Bei Staatsanleihen verläuft die Zinsentwicklung umgekehrt zum Marktwert: Bei steigenden Kursen fällt der Zins, bei fallenden Kursen steigt die Verzinsung des Papiers. Je länger die Laufzeit einer Anleihe, desto höher der Zinsertrag.
Und, das ist entscheidend, die Anleihemärkte der Zentrumsstaaten (USA, Japan, BRD, Grossbritannien, etc.) bildeten über lange Jahre das ödeste, langweiligste Segment der Weltfinanzsphäre, auf dem sich faktisch nichts Relevantes ereignete. Selbst während der grossen Finanzkrisen des 21. Jahrhunderts, etwa der Dot-Com-Blase oder der Immobilienspekulation, blieben die Märkte für Bonds bis 2020 relativ stabil. Und dieses Fundament, dieser Beton der Finanzsphäre, der schon nach dem pandemiebedingten Inflationsschub[4] ab 2020 erste Risse zeigte,[5] gerät ins Wanken, er scheint sich zu verflüssigen, in Treibsand überzugehen. Die Anleihemärkte der Zentren des Weltsystems, die bei jedem bisherigen Krisenschub als „sichere Häfen“ fungierten und folglich besonders niedrige oder gar negative Zinsen aufwiesen (zumeist USA, aber auch BRD während der Eurokrise), sie ähneln plötzlich den für krasse Kursausschläge bekannten Märkten der Semiperipherie.

Wie dramatisch sich die Lage auf dem japanischen Bondmarkt Mitte Januar gestaltete, macht auch der Kurssprung der 30-jährigen Anleihe deutlich, deren Verzinsung binnen eines einzigen Handelstages um einen Viertelprozentpunkt zulegte.[6] Auch dies ist ein rekordverdächtiger Zinssprung, da für gewöhnlich die täglichen Zinsänderungen bei Staatspapieren in Basispunkten gemessen werden, wobei 100 Basispunkte einem Prozent entsprechen. Ein Blick zurück auf das Jahr 2021, in dem dieselbe Anleihe nur mit knapp einem Prozentpunkt verzinst wurde, zeigt deutlich, wie grundlegend sich die Lage auf dem japanischen Bondmarkt verändert hat.

Japans Anleihemarkt mit seinem ehemals sehr niedrigen Zinsniveau galt über lange Dekaden als „günstige Finanzierungsquelle und Hort der Stabilität in Zeiten globalen Aufruhrs“, bemerkte die Nachrichtenagentur Bloomberg.[7] Zinssprünge von einem Viertelprozent, wie sie im Januar binnen eines Handelstages verzeichnet wurden, vollzogen sich noch vor wenigen Jahren im Zeitlupentempo, in „Wochen, wenn nicht in Monaten“, so Bloomberg.

Des Keynesianers feuchter (Alp-)Traum

Die scheinbare Stabilität in den ersten zwei Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts bildete ein Nebenprodukt der lang anhaltenden Deflationsperiode Japans, in die das Exportland nach dem Platzen der grossen japanischen Immobilienblase zu Beginn der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts verfiel. Diese „verlorenen Dekaden“ Nippons waren, neben tendenziell leicht fallenden Preisen, durch eine hartnäckige, lang anhaltende konjunkturelle Stagnation gekennzeichnet. Unabhängig von ihrer konkreten politischen Grundierung haben nahezu alle Regierungen in dieser rund 30-jährigen Deflationsperiode das Wirtschaftswachstum mit immer grösseren Konjunkturprogrammen zu beleben versucht, die sich allesamt als konjunkturelle Strohfeuer entpuppten. (Näheres siehe: „Mehr Alkoholismus wagen“)[8].

Mitunter nahmen diese Konjunkturprogramme, die in ihren absurden Dimensionen den feuchten Träumen verbohrter Keynesianer entsprungen sein könnten, tragikomische Züge an – etwa, als die Regierung ein Förderprogramm für Alkoholkonsum unter jungen Japanern auflegte, um in klassisch nachfrageorientierter Politik die fallenden Umsätze der Branche samt sinkenden Steuereinnahmen zu revidieren. Und es sind gerade diese klassisch keynesianischen Konjunkturpakete, denen Japan nun die mit weitem Abstand höchste Staatsverschuldung aller Industriestaaten verdankt.

Auf mehr als 230 Prozent der Wirtschaftsleistung summiert sich der Schuldenberg des japanischen Staates – bei Italien sind es „nur“ 136 Prozent. Und zugleich konnte, abgesehen von kurzen konjunkturellen Strohfeuern, der stagnative Trend der japanischen Ökonomie nicht durchbrochen werden.[9] Im gesamten 21. Jahrhundert pendelte das Wirtschaftswachstum Nippons zwischen zwei und 0,3 Prozent, unterbrochen durch die heftigen Kriseneinbrüche 2009 und 2020, die kurzfristig durch gigantische Konjunkturprogramme abgefedert wurden.

Über lange Zeiträume lief dieser japanische Schuldenturmbau – gerade aufgrund der allgemeinen Nullzinspolitik der Notenbanken in der Spätphase der Globalisierung – auch reibungslos: Ein Grossteil der japanischen Staatsschulden wird von inländischen Investoren gehalten (mehr als 80 Prozent), was gerade in Krisenphasen stabilisierend wirkt. Japan konnte überdies – ähnlich der Bundesrepublik – über lange Zeiträume eine positive Handelsbilanz aufweisen, was faktisch einem Schuldenexport gleichkommt. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus im Inland und der konjunkturellen Stagnation floss anlagesuchendes japanisches Kapital zunehmend ins Ausland, wodurch Nippon zu einem der wichtigsten Investoren avancierte. Japan hat beispielsweise China als den grössten Käufer von US-Staatsanleihen abgelöst. Zudem wurden Japans Schuldentürme in der Ära der Globalisierung und Finanzialisierung des Spätkapitalismus errichtet, die durch sinkende Leitzinsen und einander ablösende, beständig an Umfang gewinnende Spekulationsblasen gekennzeichnet war.
Die scheinbare Stabilität Japans innerhalb dieser auf Pump laufenden globalen Blasenökonomie, die mit ihren Defizitkreisläufen die Grundlage des Zeitalters der neoliberalen Globalisierung bildete, erodierte nach deren inflationärem Ende aber zunehmend.[10] Aufgrund der hohen Verschuldung weigerte sich Japans Notenbank (Bank of Japan – BoJ), die allgemein durch die Notenbanken der Zentren ab 2021 vollzogene geldpolitische Abkehr von der extrem expansiven Geldpolitik nachzuvollziehen. Während die Fed und die EZB schon ab Mitte 2022 die Leitzinsen anhoben und ihre aufgeblähten Bilanzen durch eine Reduzierung von Wertpapieraufkäufen abbauten, konnte sich die BoJ erst im März 2024 zu dieser Kehrtwende durchringen. Das hohe Verschuldungsniveau und die hartnäckige Stagnation liessen die BoJ zögern. Auch wenn die Zinslast Japans viel niedriger ist als die der USA, bildet der Schuldendienst – nach den Sozialausgaben – inzwischen mit einem Umfang von rund 25 Prozent den zweitgrössten Haushaltsposten Tokios.[11]

Japanische Gratwanderung

Tokios Abkehr von der expansiven Geldpolitik des neoliberalen Zeitalters wurde somit mit knapp zweijähriger Verspätung zu Brüssel und Washington eingeleitet. Dies manifestiert sich in den Bilanzen der Notenbanken, die in der Spätphase der Globalisierung (vor allem zwischen 2009 und 2021) mittels sogenannter quantitativer Lockerungen Wert- und Staatspapiere aufkauften, um die Finanzsphäre zu stabilisieren. Nach dem Beginn der Inflationsperiode musste diese extreme Form der expansiven Geldpolitik eingestellt werden.

Die fälligen Anleihen wurden nicht mehr durch Neueinkäufe ersetzt, sodass die Bilanz der Fed von 8,9 Billionen Dollar Mitte 2022 auf inzwischen 6,5 Billionen abschmolz.[12] Ähnlich verhält es sich bei der EZB, die 2022 Wertpapiere im Umfang von 8,7 Billionen Euro hielt, um diese Anfang 2026 auf 6,2 Billionen zu reduzieren[13] (Dabei scheint dieser Trend zur Reduzierung der Notenbankbilanz bereits erschöpft, die Aufkäufe von Staatsanleihen scheinen beiderseits des Atlantiks wieder zuzunehmen). Japans BoJ hat hingegen ihre Bilanz kaum abbauen können, sie liegt nur rund 11 Prozent unter dem historischen Höchststand von 2024.[14]

Zudem ist die Zinswende Nippons noch bei Weitem nicht abgeschlossen, da der Leitzins bei der BoJ nur bei 0,75 Prozent liegt,[15] während die Inflation sich hartnäckig – schon seit vier Jahren – über der Marke von zwei Prozent hält, die von der Notenbank als monetäre Zielvorgabe ausgegeben wurde.[16] Inzwischen ist eine Verlangsamung der Teuerungsdynamik festzustellen, doch bleibt der Inflationsdruck weiterhin bestehen, da Japans Exportwirtschaft im hohen Masse auf Importe von Rohstoffen und Energieträgern angewiesen bleibt. Und dieser Preisauftrieb wird inzwischen partiell durch das Erreichen der äusseren, ökologischen Schranke des Kapitals angefacht:[17] durch die eskalierende Klimakrise und zunehmende Versorgungsengpässe mit essenziellen Rohstoffen und Vorprodukten. Eine Rückkehr zu den stabilen Verbraucherpreisen, an die sich Japans Konsumenten binnen der vergangenen Dekaden gewöhnt haben, ist somit kaum möglich.

Takaichi scheint abermals die übliche japanische Strategie verfolgen zu wollen, aus den Schulden mittels Konjunkturprogrammen und begrenzter Inflation „herauszuwachsen“, die schon in den vergangenen Dekaden scheiterte, wobei diesmal der Fokus auf rechten Militärkeynesianismus (Rüstungsprogramm) und Massennachfrage gelegt wird. Bislang gehen Schätzungen von einem Wirtschaftswachstum von rund einem Prozentpunkt für 2026 aus, nach nur 0,9 Prozent im vergangenen Jahr.[18] Doch – und das ist entscheidend – werden die Spielräume der Politik bei wachsender Verschuldung und hartnäckiger Inflation immer enger. Das grosse Vorbild Takaichis ist Ministerpräsident Shinzo Abe, dessen „Abenomics“[19] ab 2013 gigantische Investitionsprogramme von umgerechnet 224 Milliarden Dollar mit neoliberalen Strukturreformen koppelten. Trotz eines kurzfristigen konjunkturellen Strohfeuers konnte die Staatsverschuldung nur auf hohem Niveau stabilisiert werden (von 196 Prozent 2013 auf 191 Prozent des BIP 2018), um im Verlauf der Pandemie abermals zu explodieren.

Doch den entscheidenden Unterschied zur Regierungszeit Abes bildet die globale Krisenepoche der Stagflation,[20] die im pandemiebedingten Krisenschub die globale Finanzblasenökonomie ablöste. Der Inflationsdruck nötigt die Geldpolitik zu einem höheren Zinsniveau. Zudem setzt die hohe Abhängigkeit von Ressourcen- und Energieimporten der japanischen Währung, dem Yen, zu, die tendenziell abwertet. Folglich befinden sich Regierung und Notenbank in Tokio in einer ähnlichen geldpolitischen Auseinandersetzung wie in Washington. Die BoJ – die ohnehin schon knapp 50 Prozent aller japanischen Staatsanleihen hält[21] – erklärte Anfang Februar, dass die Notenbank bei eventuellen Turbulenzen auf dem Bondmarkt, die durch die kreditfinanzierte Konjunkturpolitik Takaichis getriggert werden könnten, nur im äussersten Notfall intervenieren würde.[22] Man werde nur bei einer spekulationsgetrieben „Panik“ einschreiten, wobei dies nur „kurzfristig“ geschehen würde, um langfristige Bondaufkaufprogramme zu vermeiden, hiess es seitens der BoJ.

In Reaktion darauf machte man sich in Tokio auf die Suche nach alternativen Finanzierungsquellen: Der grösste Pensionsfonds Japans, der umgerechnet 1,8 Billionen Dollar umfassende Staatsfonds GPIF, soll vorzeitig seine konservativen Anlagerichtlinien ändern, um mehr japanische Staatsanleihen aufkaufen zu können.[23] Japans Pensionäre sollen in die Bresche springen, die von der BoJ hinterlassen wurde – gerade weil die Bondbestände japanischer Pensionsfonds mit umgerechnet 67,6 Billionen Yen um ein Vielfaches geringer sind als die der BoJ (522 Billionen).

Carry no more?

Die wirtschaftspolitische Gratwanderung, die Tokio aufgrund beständig wachsender Schuldenberge veranstalten muss, wird somit immer schwieriger – der Grat wird immer schmaler, um im Bild zu bleiben. Der sich zuspitzende Widerspruch zwischen Geldpolitik und Wirtschaftspolitik, zwischen Inflationsbekämpfung und Konjunkturbelebung, der die spätkapitalistische Krisenpolitik in der gegenwärtigen Krisenphase mit ihren stagflativen Tendenzen prägt,[24] er wird in der hochgradig vernetzten japanischen Wirtschaft durch die Zins- und Währungsentwicklung noch intensiviert – und exportiert. Japan muss nicht nur einen Grossteil der Ressourcen und Energieträger importieren, was die Inflation aufgrund der anhaltenden Yen-Abwertung verstetigt, die Exportnation ist zudem einer der grössten Kapitalexporteure, dessen Kapital nun der globalen Finanzsphären entzogen werden könnte.
Konkret: Die Überschuldung Japans lässt die japanische Währung (Yen) abwerten und die Inflation anheizen, worauf die Geldpolitik mit Zinsanhebungen reagiert, während die Zinsen japanischer Staatsanleihen in die Höhe schiessen. Interventionen der Notenbank, um mittels Aufkäufen den Anleihekurs zu stabilisieren, führen zu einer weiteren Abwertungen des Yen – dies ist einer de rkonkreten Gründe für die monetäre Zurückhaltung der BoJ. Damit wird aber die Zinsdifferenz zwischen Japan und dem Rest der Zentren immer weiter eingeebnet, die essenziell für die globalen Kapitalflüsse der vergangenen Dekaden war. Das niedrige Zinsniveau im deflationären Japan sorgte im 21. Jahrhundert dafür, dass anlagesuchendes japanisches Kapital massiv im Ausland angelegt wurde.

Bloomberg[25] beziffert die japanischen Auslandsinvestitionen auf rund fünf Billionen Dollar. Hinzu kommen die sogenannten Carry Trades, bei denen ausländische Investoren niedrig verzinste Kredite in Yen aufnehmen, um dieses Kapital dann in Märkten mit einem höheren Zinsniveau zu investieren. Der Umfang dieser spekulativen Yen-Wetten, die hochgradig von der Währungsentwicklung abhängig sind, ist nicht exakt quantifizierbar, er geht in die Billionen. Bloomberg schätzt den das aktuelle Volumen der japanischen Carry Trades auf 1,1 Billionen Dollar.

Ein dauerhaft höheres Zinsniveau in Japan, ein nachhaltiges Einebnen der besagten Zinsdifferenz zwischen Japan und den westlichen Zentren würde zu einer Umkehrung der japanischen Kapitalströme führen. Wenn, wie oben erwähnt, der japanische Pensionsfonds GPIF künftig einen höheren Anteil an inländischen Staatsanleihen halten soll, um den japanischen Bondmarkt zu stabilisieren, dann geht das mit Kapitalabflüssen oder zumindest verringerter Investitionstätigkeit im Ausland einher. Damit würde – sollte sich dieser Trend verstetigen – die Stabilität der globalen Finanzsphäre abnehmen. Japan, das im 21. Jahrhundert mittels Kapitalexport als ein Stabilitätsfaktor der Finanzsphäre fungierte, würde fortan zu ihrer Destabilisierung beitragen. Die Kapitalabflüsse könnten vor allem die Anleihemärkte in den westlichen Zentrumsstaaten – allen voran den USA – rasch unter Druck setzen.

Von Chimerica zu Nippomerica

Der effektivste Hebel, mit dem die BoJ auf dem Anleihemarkt intervenieren und die Abwertung des Yen zumindest verlangsamen kann, besteht im Verkauf von Devisenreserven, etwa in Form von US-Staatsanleihen (Treasuries). Und davon hat Japan jede Menge. Inzwischen befinden sich rund 13 Prozent aller ausstehenden US-Anleihen im Besitz japanischer Investoren – deren Wert summiert sich auf immerhin 1,2 Billionen Dollar. Damit hat Japan die Volksrepublik China, die Treasuries im Wert von nur noch 682 Milliarden Dollar hält (noch vor wenigen Jahren war es mehr als eine Billion Dollar),[26] als den grössten Gläubiger der Vereinigten Staaten abgelöst. Dies bedeutet, dass die Krise der japanischen Staatsfinanzen automatisch auf die Vereinigten Staaten ausstrahlt, die auch unter Trump ein gigantisches Haushaltsdefizit aufweisen.

Hier tritt eines der wichtigsten Merkmale der Krisenperiode der neoliberalen Globalisierung zutage: der grosse pazifische Defizitkreislauf. Die USA mit dem Dollar als Weltleitwährung bildeten ein gigantisches Handelsdefizit aus, das exportorientierten Ländern wie China oder Japan enorme Handelsüberschüsse ermöglichte. Diese amerikanische Defizitkonjunktur stabilisierte die hyperproduktive Weltwirtschaft, wobei es gerade die Exportländer waren, die ihre Überschüsse wieder in der US-Finanzsphäre, etwa in Anleihen, investieren.

Dem Warenstrom in die USA korrespondiert in diesen Defizitkreisläufen ein Finanzwarenstrom aus den USA in Richtung der Überschussländer. In den vergangenen Jahren hat sich somit innerhalb des pazifischen Defizitkreislaufes eine grundlegende Verschiebung vollzogen, bei der China seine amerikanischen Anleihebestände rasch abbaut, während Japan diese ausbaute. Der chinesisch-amerikanische Defizitkreislauf, früher gerne als Chimerica[27] bezeichnet, geht nun in einen instabilen amerikanisch-japanischen Defizitkreislauf über, der etwa als Nippomerica bezeichnet werden könnte.

Die stagflationäre Krisenfalle, die Aporie spätkapitalistischer Krisenpolitik, die von den Funktionseliten einander ausschliessende Bestrebungen zur Inflationsdämpfung und Konjunkturbelebung verlangt, spiegelt sich auch im japanisch-amerikanischen Verhältnis wieder. Die USA unter Trump wünschen sich einerseits einen starken Yen, der durch Hochzinspolitik der BoJ aufgepäppelt wird, um das Handelsdefizit mit Japan abzubauen.[28] Trotz der US-Zölle von 15 Prozent auf die meisten japanische Importe[29] konnte Nippon 2025 immer noch einen stattlichen Handelsüberschuss von 7,5 Billionen Yen (48 Milliarden Dollar) gegenüber den USA erwirtschaften, was einer Reduzierung von nur 12,6 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Die Abwertung der japanischen Währung konterkariert das Mitte 2025 zwischen Japan und den USA beschlossene Zollregime: Im Mai war ein Dollar 145 Yen wert, gegen Jahresende mussten 155 Yen für einen Greenback aufgewendet werden.

Doch zugleich würde ein hohes Zinsniveau in Japan den amerikanischen Anleihemarkt destabilisieren und die USA an den Rand einer Haushaltskrise treiben, da dies zu Kapitalabflüssen und steigenden Zinsen in den Vereinigten Staaten führen würde. Laut einer Analyse der Investmentbank Goldman Sachs ist die „Ansteckungsgefahr“ bereits gegeben, da Anstiege japanischer Anleihezinsen um zehn Basispunkte mit zu einem korrespondierenden Zinsanstieg von „zwei bis drei“ Basispunkten in den „USA und anderswo“ führten.[30]

Ein starker, tendenziell gegenüber dem Dollar aufwertender Yen würde überdies den skizzierten Carry Trade verunmöglichen, der japanisches Kapital der US-Finanzsphäre zuführt. Die Krise treibt die Staaten und Wirtschaftsräume aufgrund der Deindustrialisierungstendenzen in immer härtere Konkurrenz, und zugleich kettet sie diese aneinander vermittels des globalen Schuldenturmbaus. Dies ist einer jener Widersprüche, die der kapitalistische Krisenprozess im Übermass fabriziert. Konkret wurden die Turbulenzen auf dem japanischen Bondmarkt Ende Januar nur durch die Drohung einer amerikanisch-japanischen Intervention vorerst geglättet, die offenbar zwischen Washington und Tokio abgesprochen wurde.[31]

Der Bluff ging vorerst auf, doch bleiben die USA im hohen Mass krisenanfällig. Trumps – nun ja – „Wirtschaftspolitik“ besteht in einem Reenactment seiner ersten Legislaturperiode, bei dem gigantische Steuergeschenke und Deregulierungen für die US-Oligarchie[32] im Rahmen des Big Beautifull Bill[33] 2025 beschlossen wurden. Diese Steuererleichterungen sollen die Konjunktur mittels steigender Investitionstätigkeit und vermehrten Konsums ähnlich ankurbeln wie während der ersten Trump-Präsidentschaft. Hieraus resultiert ein extremes US-Haushaltsdefizit, das Prognosen zufolge von 5,8 Prozent des BIP 2026 über 6,1 Prozent in der kommenden Dekade und auf 6,7 Prozent in 2036 anschwellen soll – dies ist, wohlgemerkt, das unwahrscheinliche Best-Case-Szenario ohne Berücksichtigung jeglicher Krisenschübe.[34]

Die europäische Nuklearoption

Dabei haben sich auch die Finanzierungskonditionen des US-Staates auf dem amerikanischen Bondmarkt massiv verschlechtert.[35] Während der ersten Präsidentschaft Trumps, am Ende der grossen Liquiditätsblase zwischen 2017 und Anfang 2021, wurden 10-jährige T-Bonds im Schnitt mit weniger als zwei Prozent verzinst – nun sind es mehr als vier Prozent. Dieser Unterschied zur ersten Amtszeit Trumps resultiert aus dem Ende der globalen Finanzblasenökonomie, die durch die Inflationsperiode während der Pandemie abgewürgt wurde, sowie dem Auslaufen der US-Hegemonie,[36] wodurch auch die Stellung des US-Dollars als Weltleitwährung zunehmend erodiert. Und es ist gerade Donald Trump, der diesen monetären Erosionsprozess des Greenback durch seine offen imperialistische Politik beschleunigt.[37] Die Haushaltslage in Washington kann angesichts einer Staatsverschuldung von mehr als 120 Prozent des BIP[38] längst als angespannt bezeichnet werden: der Schuldendienst verschlingt inzwischen mehr Steuereinnahmen als der aufgeblähte US-Militärhaushalt.[39]

Die Hegemonie der Vereinigten Staaten in der Ära der finanzmarktgetriebenen neoliberalen Globalisierung beruhte faktisch auf defizitärer Krisenverzögerung: Der objektive Verschuldungszwang des Weltsystems,[40] mit dem die Folgen der IT-Revolution im neoliberalen Zeitalter abgefedert wurden, vollzog sich mittels besagter globaler Defizitkreisläufe – mit den USA in deren Zentrum. Washington konnte sich in der Weltleitwährung Dollar günstig verschulden, solange der Dollar im Rahmen der Hegemonie auch von anderen exportorientierten Staaten oder Wirtschaftsräumen (China, Japan, EU) akzeptiert wurde, da sie mittels Exportüberschüssen davon profitierten.

Da Trump dem ein Ende setzen will mittels Protektionismus, fällt auch der globale Anreiz weg, den Greenback als Weltleitwährung zu akzeptieren. Trumps bisherige erratische Aussenpolitik,[41] eine Mischung aus Protektionismus und Öl-Imperialismus, scheint darauf abzuzielen, die monetären Vorteile der Hegemonie zu behalten, indem die Rolle des Dollar als „Ölwährung“ mittels Angriffen auf ressourcenreiche Länder gestärkt wird (Venezuela, eventuell Iran), während zugleich die Nachteile der Hegemonie – vor allem die Deindustrialisierung der USA[42] – durch Protektionismus und Ressourcenimperialismus beseitigt werden sollen.

Doch scheint dieses imperialistische Vorgehen bereits zu scheitern. Mit dieser Konfrontationsstrategie wird die Stellung des Greenback als Weltleitwährung trotz der imperialistischen Ölkriege prekär, da die Konkurrenz Washingtons angesichts schwindender Anreize kaum noch Veranlassung sieht, diesen als Weltleitwährung zu akzeptieren.[43] Dies wurde konkret während des Grönland-Konflikts zwischen den USA und der EU deutlich, bei dem Trump kurz davor stand, die arktische Insel militärisch zu besetzen.[44] Abgehalten wurden die Imperialisten in Washington nicht von den militärischen Drohgebärden der Europäer,[45] die eine anhaltende militärische Auseinandersetzung mit der US-Armee in der Arktis nicht gewinnen könnten, sondern von der Entwicklung auf dem US-Anleihemarkt. Die Zinsen amerikanischer Anleihen explodierten regelrecht am 20. Januar,[46] nachdem etliche skandinavische Fonds in Reaktion auf die Drohungen Trumps ankündigten, ihre Positionen in US-Bonds zu liquidieren.

Europa „besitzt Grönland, aber es besitzt auch jede Menge von Treasuries“, erklärte ein Analyst der Deutsche Bank gegenüber dem Business Insider Ende Januar.[47] Die hohe Abhängigkeit der USA vom ausländischen Kapital zur Finanzierung der Defizite Washingtons stelle eine „entscheidende Schwäche“ dar, so der Business Insider, der das Volumen aller amerikanischer Wertpapiere im Besitz Europas auf rund acht Billionen Dollar bezifferte – nahezu doppelt so viel, wie bei allen anderen Ländern und Wirtschaftsräumen zusammengenommen. Und dies ist auch der Umfang des atlantischen Defizitkreislaufs, der es etwa dem ehemaligen Exportweltmeister Deutschland ermöglichte, jahrelang immer neue Exportrekorde gegenüber den USA aufzustellen.[48]

Der längste Machthebel Europas gegenüber Trump besteht somit nicht aus militärischem Potenzial, aus arktistauglichen Brigaden oder Ähnlichem, sondern aus den US-Anleihen im Wert von acht Billionen Dollar, die in digitalen Banktresoren östlich des Atlantiks schlummern. Es ist eine Art europäischer Nuklearoption: die Versicherung beiderseitiger ökonomischer Vernichtung im Falle einer Konflikteskalation. Denn selbstverständlich würde ein massenhaftes Abstossen von US-Wertpapieren auf Europa zurückschlagen und nur die Kernschmelze des Weltfinanzsystems exekutieren, die sich ohnehin angesichts der erreichten Krisenreife immer stärker abzeichnet.

Bondmisere und KI-Blase

Entscheidend ist somit der objektive Krisenprozess, der sich vermittels der Defizitkreisläufe und der nun zunehmenden krisenimperialistischen Auseinandersetzungen[49] durchsetzt. Und hier lässt sich eindeutig konstatieren, dass inzwischen alle Sicherheitsmechanismen aufgebraucht sind, mit denen der systemische Kolbenfresser[50] der an ihren Widersprüchen erstickenden Kapitalmaschine historischen verzögert wurde. Die Staaten bilden die letzte Verteidigungslinie des Kapitals vor seinen eigenen Widersprüchen, die es in die Welt- und Selbstzerstörung[51] treiben.

Die zunehmende staatliche Interventionstätigkeit, die Krisentendenz zum Staatskapitalismus, an die sich auch der dumpfe Linksopportunismus[52] samt der regressiven Altlinken[53] klammert, sie sind Ausdruck der Endzeit des Kapitals. Die Anleihemärkte der Zentrumsstaaten bilden den rissigen Beton, das erodierende Fundament des Weltfinanzsystems. Das ist Bedrock, um mal in den Gamerjargon abzudriften – danach kommt nichts mehr, da ist keine weitere Rückzugsposition, keine Auffanglinie gegeben, um die Wucht der Krisendynamik beim nächsten Krisenschub aufzufangen. Da ist nur noch der Kollaps des Kapitals in einem oder mehreren Zentren des Weltsystems.

Tatsächlich scheint sich die Ära des Staates als zentralem Krisenakteur auch in den Zentren dem Ende zuzuneigen (in der Semiperipherie ist dies längst der Fall): Die Bondmärkte aller Zentrumsländer sind unter Druck, nicht nur in Japan und den USA, sondern auch in Europa, etwa in Frankreich[54] oder Italien. Selbst in der Bundesrepublik ist die Zeit der zinsfreien Staatsverschuldung längst vorbei.[55] Die Ära der finanzmarktgetriebenen Globalisierung hat die Staatsfinanzierung in der Tendenz immer günstiger gestaltet, da die einander abwechselnden Spekulationsblasen das inflationäre Potenzial expansiver Geldpolitik minimierten und in die Finanzsphäre verschoben („Inflation der Wertpapierpreise“). Da dies nicht mehr möglich ist, wirkt selbst ein moderater Zinsanstieg bei US-Anleihen, der etwa dem Niveau zu Beginn des 21. Jahrhunderts entspricht,[56] destabilisierend, da die Verschuldung der Zentrumsstaaten nach Dekaden kostspieliger Krisenpolitik viel höher ist (Im Fall der USA stieg die Staatsverschuldung von 60 Prozent des BIP 2005 auf mehr als 120 Prozent 2025).

Die neue Instabilität der Anleihemärkte lädt förmlich zur machtpolitischen Instrumentalisierung ein. Bonds fungieren inzwischen als Mittel und Objekt der Auseinandersetzung in der sich zuspitzenden Krisenkonkurrenz. Dies war nicht nur im Fall der amerikanisch-europäischen Auseinandersetzung um Grönland der Fall. China versucht ebenfalls, die US-Anleihemärkte zu destabilisieren.[57] Anfang Februar haben chinesische Finanzaufsichtsbehörden die institutionellen Anleger der „Volksrepublik“ öffentlich aufgefordert, ihre Positionen in Treasuries aufgrund der „Volatilität“ des US-Marktes zu reduzieren. Das gesamte Fundament des Zeitalters der Globalisierung, die Defizitkreisläufe mit der amerikanischen Defizitkonjunktur in deren Zentrum, befindet sich faktisch in Auflösung.

Der Anleihemarkt ist somit bereits instabil. Es braucht nur noch einen äusseren Trigger, der das ganze in Schieflage befindliche Kartenhaus vollends umkippen lässt. Und dieser Trigger zeichnet sich überdeutlich ab: Es ist die KI-Blase,[58] deren Platzen nur noch eine Frage der Zeit ist. Zwei Verlaufsformen zeichnen sich bereits deutlich ab, die abermals umfassende staatliche Kriseninterventionen notwendig machen werden: Zum einen ist es der bei Blasenbildung übliche Abgrund zwischen den raschen Gewinnerwartungen in der neuen Branche und der komplexen Realität, die durch wenige Gewinner und viele Verlierer gekennzeichnet sein wird.

Viele der neuen KI-Startups werden schlich pleite gehen (OpenAI?), während einige etablierte Grosskonzerne – etwa Google – einen Grossteil der neuen Märkte erobern werden. Zudem liegt der KI-Blase ein ökologisch ruinöser Bauboom zugrunde (Datenzentren), der massgeblich zur US-Konjunktur beiträgt und sich aufgrund von Bauverzögerungen, Energiemangel, explodierender Kosten und der raschen Obsoleszenz bereits erworbener Grafikkarten in milliardenschwere Investitionsruinen zu verwandelt droht.

Beim Platzen dieser KI-Blase müsste Washington Billionen in Konjunkturprogramme fliessen lassen, um den Schock zu absorbieren, zudem würde der Druck auf Trump steigen, viele der in der KI-Blase exponierten Technofaschisten, die ihm zur Wahl verholfen haben, durch milliardenschwere Bailouts zu retten. Besonders gefährdet ist gerade Oracle, das vom reaktionären Trump-Vertrauten Larry Ellison kontrolliert wird, da der Konzern gerade Milliarden in Datencentern versenkt und hierfür enorme Kredite aufnimmt.[59]

Mittelfristig wiegt aber gerade die Durchsetzung der KI-Branche weitaus schwerer, als deren mit der üblichen Blasenbildung einhergehende Genese. Die Überlebenden des kommenden KI-Crashs werden die spätkapitalistische Produktionsweise grundlegend transformieren,[60] ähnlich der Durchsetzung des Internets zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Was dies bedeutet, machten die Kurseinbrüche an den Börsen Anfang Februar deutlich,[61] als neue Module des KI-Startups Anthropic Befürchtungen über massive Disruptionen etablierter Softwarezweige aufkommen liessen. Knapp 300 Milliarden Dollar wurden aus den betroffenen IT-Zweigen abgezogen.

Ganze Softwarelizenzmodelle und Geschäftsfelder, die auf Arbeitsplatzlizenzen und Büroarbeit beruhen, drohen schlicht obsolet zu werden. Die innere Schranke des Kapitals, seine durch Innovation und Konkurrenz beständig beförderte Tendenz, sich seiner Substanz, der wertbildenden Arbeit zu entledigen, greift nun auch auf die IT-Branche selber über, die seit den späten 80ern die Industrieproduktion weitgehend automatisierte. Der Marktwert von Programmierern und Sysadmins dürfte ebenfalls bald sinken.

Die Zentrumsstaaten, die schon jetzt an die Grenzen stossen, die ihnen die Märkte ganz konkret in Gestalt steigender Zinslasten setzen, werden somit im kommenden Krisenschub zwangsläufig zu Exekutoren der Entwertung des Werts werden. Entweder mittels Inflation, indem massiv Geld gedruckt und Anleihen von den Notenbanken aufgekauft werden, oder mittels Deflation, falls der Weg der Austerität gesucht werden sollte, der den Wert in seinen Aggregatzuständen des Variablen– und Konstanten Kapitals entwerten würde.

Tomasz Konicz

Fussnoten:

[1] https://www.youtube.com/watch?v=4j_7WqTxokw

[2] https://www.tagesschau.de/ausland/asien/wahlen-japan-102.html

[3] https://www.ft.com/content/68349aa9-9b4e-44a2-abd4-f1964308cf29

[4] https://www.konicz.info/2021/08/08/dreierlei-inflation/

[5] https://www.konicz.info/2022/07/22/schuldenberge-in-bewegung/

[6] https://www.nzz.ch/wirtschaft/japans-scheinbare-stabilitaet-broeckelt-und-die-maerkte-werden-nervoes-ld.1922245

[7] https://www.bloomberg.com/news/features/2026-01-25/japan-bond-market-crash-raises-alarm-for-global-interest-rates

[8] https://www.konicz.info/2022/12/30/japan-in-der-krise-mehr-alkoholismus-wagen/

[9] https://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG?locations=JP

[10] https://www.konicz.info/2022/12/30/japan-in-der-krise-mehr-alkoholismus-wagen/

[11] https://www.nzz.ch/wirtschaft/japans-scheinbare-stabilitaet-broeckelt-und-die-maerkte-werden-nervoes-ld.1922245

[12] https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/bst_recenttrends.htm

[13] https://fred.stlouisfed.org/series/ECBASSETSW

[14] https://fred.stlouisfed.org/series/JPNASSETS

[15] https://tradingeconomics.com/japan/interest-rate

[16] https://www.jcer.or.jp/english/the-state-of-inflation-in-japan

[17] https://www.konicz.info/2021/08/08/dreierlei-inflation/

[18] https://www.cnbc.com/2026/01/23/boj-rate-decision-snap-election-takaichi-gdp.html

[19] https://www.cmegroup.com/education/featured-reports/abenomics-a-work-in-progress-after-five-years

[20] https://www.konicz.info/2021/11/16/zurueck-zur-stagflation/

[21] https://www.nzz.ch/wirtschaft/japans-scheinbare-stabilitaet-broeckelt-und-die-maerkte-werden-nervoes-ld.1922245

[22] https://www.reuters.com/world/asia-pacific/boj-wont-come-rescue-takaichi-driven-bond-rout-2026-02-04/

[23] https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-01-27/japans-anleihen-krise-nahrt-spekulationen-uber-umschichtung-bei-staatsfonds-gpif

[24] https://www.konicz.info/2021/11/16/zurueck-zur-stagflation/

[25] https://www.bloomberg.com/news/features/2026-01-25/japan-bond-market-crash-raises-alarm-for-global-interest-rates

[26] https://www.msn.com/en-us/money/economy/mohamed-el-erian-sounds-alarm-as-china-s-us-treasury-share-hits-15-year-low-at-7/ar-AA1WrD2j

[27] https://www.konicz.info/2010/09/18/zerbricht-chimerica/

[28] https://www.nippon.com/en/japan-data/h02684/

[29] https://www.congress.gov/crs-product/IN12608

[30] https://www.bloomberg.com/news/features/2026-01-25/japan-bond-market-crash-raises-alarm-for-global-interest-rates https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-10-06/goldman-sees-japan-bond-shocks-spilling-over-to-treasuries

[31] https://www.ft.com/content/0cff24f9-3c5e-4aff-966a-ff34ef448a2d

[32] https://www.americanprogress.org/article/7-ways-the-big-beautiful-bill-cuts-taxes-for-the-rich/

[33] https://www.whitehouse.gov/articles/2025/07/president-trumps-one-big-beautiful-bill-is-now-the-law/

[34] https://www.msn.com/en-us/money/markets/us-budget-deficit-to-keep-growing-amid-trump-tax-cuts-tariffs-cbo-forecasts-show/ar-AA1WaHpi

[35] https://www.tradingview.com/symbols/TVC-US10Y/

[36] https://www.konicz.info/2023/04/27/chaos-statt-hegemonie/

[37] https://www.konicz.info/2025/03/15/alles-muss-in-flammen-stehen/

[38] https://fred.stlouisfed.org/series/gfdegdq188S

[39] https://www.cbsnews.com/news/trump-big-beautiful-bill-federal-debt-servicing-cost-what-to-know/

[40] https://www.imf.org/en/blogs/articles/2023/09/13/global-debt-is-returning-to-its-rising-trend

[41] https://www.konicz.info/2026/01/11/die-herrschaft-der-terror-clowns/

[42] https://www.konicz.info/2025/06/01/jd-vance-verstehen/

[43] https://jungle.world/artikel/2025/12/trump-zoelle-handelspolitik-protektionistische-wiedergaenger

[44] https://www.thedefensenews.com/news-details/Pentagon-Places-1500-Arctic-Trained-Airborne-Troops-on-Standby-as-Greenland-Dispute-Escalates/

[45] https://www.bbc.com/news/articles/cd0ydjvxpejo

[46] https://x.com/tkonicz/status/2014306995126374710

[47] https://www.businessinsider.com/trump-greenland-europe-us-asset-holdings-treasurys-shares-sell-america-2026-1?IR=T

[48] https://jungle.world/artikel/2025/14/autoland-ist-abgebrannt

[49] https://www.konicz.info/2022/06/23/was-ist-krisenimperialismus/

[50] https://www.konicz.info/2025/05/26/trump-an-der-inneren-schranke-des-kapitals/

[51] https://www.konicz.info/2022/01/14/die-klimakrise-und-die-aeusseren-grenzen-des-kapitals/

[52] https://www.konicz.info/2025/11/30/populismus-fuer-arme/

[53] https://www.konicz.info/2024/05/26/die-grosse-regression/

[54] https://apnews.com/article/france-politics-economy-debt-taxes-72483f02abece038b1888cf43cb652ee

[55] https://de.tradingview.com/symbols/TVC-DE10Y/

[56] https://www.tradingview.com/symbols/TVC-US10Y/

[57] https://www.reuters.com/world/asia-pacific/china-urges-banks-curb-us-treasuries-exposure-bloomberg-news-reports-2026-02-09/

[58] https://www.konicz.info/2025/11/09/die-kuenstliche-intelligenzblase/

[59] https://www.datacenterdynamics.com/en/news/oracle-to-raise-up-to-50bn-in-debt-and-equity-in-2026/

[60] https://www.konicz.info/2026/01/05/auf-dem-altar-des-techno-gottes/

[61] https://markets.financialcontent.com/stocks/article/marketminute-2026-2-6-anthropics-claude-cowork-release-triggers-285-billion-saaspocalypse-a-brutal-wake-up-call-for-legacy-tech-and-finance

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