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Goldman Sachs: Der grosse Vampirkraken | Untergrund-Blättle

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Aggressives Lobbying und die Usurpation der Politik Goldman Sachs - Der grosse Vampirkraken

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Das Finanzinstitut ist der Inbegriff dafür, was bei der Finanzialisierung der globalen Wirtschaft falsch läuft. Trotz allem verneint Goldman Sachs immer noch weitgehend jegliches Fehlverhalten.

Skyline von New York mit dem Goldman Sachs Tower.
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Bild: Skyline von New York mit dem Goldman Sachs Tower. / Peter Zoon (CC BY 2.0 cropped)

22. Dezember 2014

22. 12. 2014

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Goldman Sachs lässt kaum eine Chance aus, Geld zu machen, auch wenn die Geschäfte ganze Länder ruinieren. Zwischen 1998 und 2009 unterstützte Goldman Sachs mittels undurchsichtiger Buchhaltungstricks Griechenland dabei, die Hälfte seines öffentlichen Defizits zu verstecken. Diese finanziellen Konstrukte verhalfen Griechenland zum Beitritt in die Eurozone. Daraufhin spekulierte Goldman Sachs allerdings gegen griechische Staatsanleihen. Als die Tricks aufflogen, war Goldman Sachs reicher, Griechenland hingegen war ruiniert. Goldman Sachs unmittelbarer Gewinn aus diesem Geschäft belief sich auf mindestens 600 Millionen US-$. Griechenland hingegen schuldet der Bank 400 Millionen US-$ pro Jahr bis 2037.

Verantwortlich für die Krise in Griechenland

Die finanzielle und wirtschaftliche Krise in Europa stürzte Millionen von Menschen in die Armut, schwächte demokratische Regierungen und vergrösserte die Kluft zwischen Arm und Reich auf dramatische Weise. Nichtsdestotrotz machte Goldman Sachs fette Gewinne und vermied erfolgreich ernste rechtliche Probleme. Bis heute weigert sich die Bank, die Verantwortung für die Krise Griechenlands zu übernehmen. Schlimmer noch, die Übermacht und der Einfluss privater Unternehmen auf demokratische Institutionen haben sich verstärkt. Aggressives Lobbying und die Usurpation der Politik durch private Interessen stehen einer strikteren Regulierung der Finanzindustrie immer noch im Weg. Die Öffentlichkeit ist finanziellen Institutionen wie Goldman Sachs völlig ausgeliefert.

Fette Gewinne mit Insiderhandel

Was Goldman Sachs in Griechenland getan hat, kann als archetypisches Beispiel für die Art und Weise, wie die Bank auf der ganzen Welt arbeitet, gesehen werden. Goldman Sachs, auch «der grosse Vampirkraken» genannt, hat fortlaufend von Finanzkrisen profitiert, die die Bank selbst mitverursacht hat. Ausserdem sind die Manager von Goldman Sachs Meister der Drehtüren: Sie sichern die Zukunft der Bank durch den Wechsel in politische und öffentliche Ämter. Des Weiteren wird Goldman Sachs Insiderhandel vorgeworfen sowie, durch Spekulation die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe zu treiben. Goldman Sachs ist der Inbegriff dafür, was bei der Finanzialisierung der globalen Wirtschaft falsch läuft. Trotz allem verneint die Bank immer noch weitgehend jegliches Fehlverhalten.

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