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Die Verfallsformen des Politischen und die Wiedergewinnung einer holistischen sozial-revolutionären Praxis | Untergrund-Blättle

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Politik

Strukturelle Bedingungen selbstorganisierter, sozial-revolutionärer Politik Die Verfallsformen des Politischen und die Wiedergewinnung einer holistischen sozial-revolutionären Praxis

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Einige Meta-Überlegungen zu den Schwierigkeiten selbstorganisierter Basispolitik, wie sich diese attraktiv gestalten lässt und Ansätze radikaler Politik in ein gemeinsames Projekt münden können.

1. Juni 2020

01. 06. 2020

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Dieser Beitrag ist subjektiv. Damit schöpfe ich aus der Reflexion über eigene Erfahrungen und Wahrnehmungen, über die ich gleichwohl schreibe, weil ich aus dem Speziellen auch einige Aspekte des Generellen ableite – die ihre Gültigkeit nur haben, wenn – bzw. zu welchem Grad - sich Andere darin wiederfinden. Ursprünglich entwickelte ich diese Gedanken an der Schwelle zum 30. Lebensjahr, an welchem sich bekanntlich die Grosszahl der verbleibenden Genoss*innen aus der linksradikalen Szene herauszieht.

Der Zwang zur Lohnarbeit und ihre Folgen, Verantwortung für ein Kind, das Lecken, der über die Jahre in politischen Auseinandersetzungen beigefügten, Wunden, sowie die Erkenntnis, dass das verbleibende Leben kürzer wird und es dies daher zu geniessen gilt – dies sind verständliche Gründe, warum Leute weniger Zeit für politische Aktivitäten aufwenden können. Stundenlange Plena, in denen keine Entscheidungen und Vereinbarungen getroffen, Aufgaben nicht klar verteilt und keine Ziele gesetzt werden, funktionieren da nicht mehr.

Ebenso wenig ist da Zeit um alle möglichen Demos oder Veranstaltungen zu besuchen, was jedoch wichtig ist, um auf dem Laufenden zu bleiben und den Kontakt zu einer sich oft recht schnell verändernden Szene zu halten. Es handelt sich also in zweierlei Hinsicht um strukturelle Probleme, warum politisch Aktive es oftmals mit zunehmendem Alter schwerer haben, sich – über die hoffentlich erhaltene eigene Haltung hinaus - linksradikal zu engagieren.

Der Zwang zur Lohnarbeit ist einer, gegen den wir ja gerade ankämpfen – um mehr vom Leben zu haben, was einschliesst, für die Veränderung dieser Gesellschaft zu kämpfen. Einem Kind sollte die notwendige Aufmerksamkeit und Versorgung zuteilwerden und es werden (leider) nur wenige funktionierende Alternativen zur gelegentlich unterstützenden Alleinerziehenden und dem auf sich zurückgeworfenen Pärchen praktiziert. Was die psychische Belastung angeht, wird ebenfalls kaum mit bedacht, dass ältere Genoss*innen oftmals noch mal mehr mit sich rumschleppen, was ihre Aktivität bremst und es dahingehend auch wünschenswert ist, dass sie sich um sich selbst kümmern, anstatt zu verkümmern.

Die Frage lautet also, wie es eine politische Szene schafft, mit den gesellschaftlichen Anforderungen umzugehen, die zwar auf Einzelne wirken, aber dennoch strukturell angelegt sind. Die Frage, wie wir beispielsweise kollektiv Kinder betreuen, den Lohnarbeitszwang vermindern oder uns psychisch unterstützen können, ist insofern keine, bei denen es vorrangig darum geht, uns ein nettes solidarisches Miteinander aufzubauen. Es geht mit ihr vielmehr um die Herstellung der Voraussetzungen für linksradikale Politik.

Die Bedeutung der Arbeit an sozialen Beziehungen und Umgangsweisen in antiautoritären Kontexten

Dazu zählt allerdings auch die Dimension des zwischenmenschlichen Umgangs unter Genoss*innen. Ich schreibe nicht von „Gefährt*innen“, weil diese Bezeichnung für mich eine wünschenswerte Form von tief gehender Affinität darstellt. Diese ist meiner Ansicht nach sehr wichtig, doch Politik wird mit mehreren, mit vielen gemacht. In diesem Sinne schreibe ich auch nicht von „Freund*innen“ – auch wenn es schön ist, wenn genossenschaftliche Beziehungen freundschaftlich gestaltet werden. Was ich mit „Genoss*in“ meine, scheint mir tatsächlich etwas Bestimmtes zu sein – daran gilt es zu arbeiten. Menschen sind sich sympathisch oder weniger sympathisch, haben Geltungsbedürfnisse, wollen gebraucht und anerkannt werden und öfters auch bestimmen, wo es lang geht – das ist alles bekannt und eben das Soziale, was uns auszeichnet.

Wie „wir“ aber in selbstorganisierten politischen Kontexten mit sozialen Dynamiken umgehen, scheint mir trotz Konsenstrainings, Hierarchie-Reflexionen oder Sozialplena immer noch zu wenig beachtet zu werden. Hierbei denke ich, es ist wichtig, dass „wir“ uns nicht wie Arschlöcher benehmen, sondern im Gegenteil den Anspruch haben, uns gemeinsam weiterentwickeln. Aber auch in diesem Zusammenhang geht es ganz entscheidend darum, die Voraussetzungen zu schaffen, dass Menschen möglichst langfristig politisch aktiv sein können. Und nicht hauptsächlich um die Erschaffung einer kuscheligen Wohlfühl-Blase.

Das ewige Macht-Hickhack der Durchsetzungskraft in einer Basisgruppe (was nie endet, denn in antiautoritären Gruppen gäbe es ja angebliche keine Anführer); die Instabilität und rasche Veränderung in der Zusammensetzung der Gruppen; der ausschliessende Coolness-Faktor, den länger bestehende Gruppen insgesamt und vor allem sich selbst als Kader sehende Typen ausstrahlen; die emotionalen und sozialen Bedürfnisse, welche oftmals völlig intransparent in scheinbar „sachliche“ politische Diskussionen und Aktivitäten hineingetragen werden; die teilweise krampfhafte Kritik der eigenen Privilegien als Ausdruck einer Haltung der Selbsterniedrigung – all dies sind (sich an unterschiedlichen Orten und Zeiten wiederholende) soziale Muster, die Handlungsunfähigkeit erzeugen und zur Frustration führen.

Der Anspruch, diese Dynamiken komplett abbauen zu wollen, wäre selbstverständlich völlig überzogen. Anders gesagt, es kann nicht das Ziel sein, von einem Idealbild einer funktionierenden autonomen Gruppe auszugehen, diesen Massstab dann auf die eigene(n) anzuwenden und sie gleichsam sozial-technokratisch danach zu formieren. Denn erstens: Trotzdem wir fortwährend voneinander lernen können (nicht nur als Einzelne, sondern auch als verschiedene soziale Gruppen und Bewegungen), gibt es keine Patentrezepte. Wir sollten zwar „lösungsorientiert“ denken, aber nicht davon ausgehen, es gäbe „die“ „richtige“ Lösung.

Ebenso sollten wir Entscheidungen anstreben, aber die Entscheidung uns nicht zum Zwang werden lassen, wenn sie nun einmal nicht von allen ausreichend mitgetragen wird. Zweitens sind die Gestaltungsmöglichkeiten einer Gruppe und ihrer Mitglieder begrenzt, weil die Schwierigkeiten vor denen wir stehen, gesellschaftliche Ursachen haben. Diese können und sollten wir aber nicht individualisiert „lösen“ wollen.

Herauszufinden ist daher, inwiefern sich Einzelne in Auseinandersetzung miteinander verändern können und auch sollten, um einen funktionierenden sozialen Zusammenhang zu schaffen, der emanzipatorischen Ansprüchen gerecht wird. Und an welchen Stellen es darum geht, Eigenheiten von Leuten zu akzeptieren oder so konsequent zu sein, mit ihnen nicht zusammen zu arbeiten, wenn das nicht möglich zu sein scheint.

Kurzum: Die Kunst, eine selbstorganisierte, antiautoritäre Gruppe zu organisieren, liegt in der Improvisation. Der eine Teil von ihr ist negativ, insofern er uns durch unbeständige, bedrückende, anstrengende und hochkomplexe gesellschaftliche Anforderungen auferlegt wird. Der andere Teil ist aber auch positiv, weil es in emanzipatorischer Politik auch um uns selbst als jeweils eigenartige und eigensinnige Menschen geht. „Wir“ haben den Anspruch, uns in der politischen Praxis nicht selbst zu verleugnen, sondern (aus Notwendigkeit) ein Stück selbst verwirklichen zu wollen. Denn um eine grundlegend andere Gesellschaft aufbauen zu können, müssen wir (auch) mit unserer eigenen Entfremdung umgehen und sie abbauen.

Alles verändern - zwischen Ohnmachtserfahrung und Selbstwirksamkeit

Dies führt zum Thema des Umgangs mit unseren eigenen Ansprüchen. In linksradikalen - oder gar sozial-revolutionären – Gruppen sind sie bekanntermassen oftmals sehr gross. Dies ist auch gut so, denn es ist wichtig, in grossen Dimensionen zu denken, um die konkrete Praxis im Kleinen sozial-revolutionär auszurichten (was sehr verschiedene Gestalt annehmen kann). Der grosse Anspruch, die bestehende Gesellschaft radikal und umfassend verändern zu wollen, kann jedoch zum erdrückenden Vorhaben werden, an ihm die jeweilige Gruppe insgesamt scheitert oder der von Einzelnen auf andere auferlegt wird und das Miteinander vergiften kann.

Meiner Ansicht nach, könnte dem schon viel entgegengewirkt werden, wenn Einzelne und Gruppen insgesamt, einerseits ihre Kapazitäten realistisch einschätzen und sich dementsprechend Ziele setzen würden, die sie schrittweise erreichen können. Andererseits, wenn sie sich darüber bewusst werden würden, welche Ansprüche sie jeweils in sich tragen, wie sie selbst damit umgehen, wie sie diese auf andere projizieren und wo sie eigentlich herkommen. Wie alles Subjektive, kommt das Gefühl der „revolutionären Besessenheit“ ja nicht von Gott oder aus einem fixierten „Innerlichkeit“ der*der Einzelnen, sondern ist gesellschaftlich und sozial bedingt.

Jedenfalls führt der Anspruch Alles verändern zu wollen, meiner Beobachtung nach bei vielen politisch Aktiven zu einem stetigen Schwanken zwischen Selbstüberschätzung und Ohnmacht, zwischen Manie und Depression. Dies kann sich auf verschiedene Phasen, im Zeitraum von mehreren Jahren oder auch nur auf wenige Tage erstrecken. Befinden sich mehrere Mitglieder einer Gruppe auf dieser kontinuierlichen emotionalen Achterbahnfahrt, wirkt sich dies wiederum stark auf die soziale Dynamik in ihnen aus und erschwert es ungemein, als Gruppe kontinuierlich, konsequent und pragmatisch zu arbeiten. Gegen die spielerische politische Tätigkeit habe ich nichts einzuwenden, sondern sehe sie im Gegenteil als erstrebenswert an.

Der Kampf gegen die bestehende Herrschaftsordnung kann jedoch nicht nur Spiel, sondern muss - bedauerlicherweise - auch Arbeit sein. Der Punkt ist für mich wiederum nicht, bestimmte Menschen aufgrund dieses schwankenden Empfindens und Verhaltens zu kritisieren, sondern auf die damit einhergehenden enormen Herausforderungen für linksradikale Politik zu hinzuweisen. Dahingehend führt wiederum ein Schritt in die richtige Richtung, wenn wir uns bewusst werden, dass die ambivalente Erfahrung von Selbstwirksamkeit und Ohnmächtigkeit, weder eine rein individuelle, noch bloss eine der „Szene“ ist, sondern wir permanenten Aufforderungen unterliegen, aktiv zu sein und uns beschränken zu müssen.

Auf dem Arbeitsmarkt, wie in sozialen Konstellationen oder der Suche nach sexuellen Kontakten (die wiederum stark von der Logik des kapitalistischen Marktes geprägt sind), sollen wir zugleich „teamfähig“ als auch „durchsetzungsstark“, „kompromissbereit“, als auch „willensstark“, „mobil“ als auch „greifbar“, „flexibel“, als auch „beständig“, „selbständig“ als auch „folgsam“, „besonders“ als auch „normal“ sein. - Kein Wunder, dass es unmöglich ist, diesen widersprechenden Anforderungen gerecht zu werden. Wichtig ist, dass wir verstehen, wie sie auf uns wirken – und wie wir rebellische Alternativen zu ihnen in unseren eigenen emanzipatorischen Gruppen entwickeln und leben können, anstatt, die Logiken neoliberaler Selbstverwertung und Selbstverwirklichung noch zu feiern und mitzutragen.

Zur holistischen Praxis sozial-revolutionärer Politik

Nach diesen Ausführungen wird deutlich: selbstorganisierte, radikale und emanzipatorische Politik steht vor enormen Herausforderungen. Als „Politik“ angesehen werden kann sie zudem nur, wenn sie kollektiv orientiert ist – sei es, dass sie in einer wie auch immer gestalteten bestimmten Gruppe betrieben wird oder sich im Zusammenhang mit sozialen Bewegungen bewegt und orientiert. Viele steigen ab einem bestimmten Zeitpunkt aus ihr aus. Sie verlassen, das, was es zu tun gilt, die politische Praxis im Handgemenge. Wenn ich dies schreibe, nehme ich eine unbestimmte Setzung vor.

Weiterhin bestimme ich diese politische Praxis als eine holistische (= „umfassend“/“ganzheitlich“) und zwar in dreifacher Hinsicht: Erstens bezieht sie sich auf die Gesellschaft als Ganzes und bedenkt diese mit, auch wenn sie sich in der Regel einzelnen Aspekten oder Themen gesondert widmet. Zweitens bedeutet dies, sich selbst gesellschaftlich und historisch zu verorten, also die eigene Klassen-, race-und Geschlechtsposition in der spezifischen Gesellschaftsformation zu begreifen.

Nur davon ausgehend kann sozial-revolutionäre Politik betrieben werden. Schnittpunkte und Verbindungen mit Menschen in anderen Positionen der gesellschaftlichen Hierarchie werden erst möglich werden, wenn wir eigene und andere Lebensbedingungen und -welten verstehen - und uns auf diese beziehen.

Drittens meine ich mit „holistisch“ in diesem Zusammenhang, eine politische Praxis zu entwickeln und zu leben, die sich auf uns als ganze und eigenartige Menschen bezieht – zu denen wir aber erst in Verbindung und Auseinandersetzung mit den anderen werden. Dies ist ein Gegenentwurf zur vermeintlich „professionellen“ Politik, welche von den meisten Parteipolitiker*innen, Gewerkschafter*innen, als auch von Bewegungsmanager*innen betrieben wird und die auf der Spaltung von „Politischem“ und „Privatem“ beruht. Damit gerät holistischen Politik im hier verstandenen Sinne tatsächlich auch an die Grenzen dessen, was noch als „Politik“ bezeichnet werden kann. Bisher kann ich sie nur als (Anti-)Politik benennen – doch dies ist eine andere Geschichte...

Dahinter steckt jedoch folgender Gedanke: Das, was ich hier als holistische Politik im selbstorganisierten Rahmen einer antiautoritären Szene bezeichnet habe, ist ein spannungsgeladener Drahtseilakt, eine Gratwanderung oder ein Grenzgang. Gerade aus den genannten Spannungen können sozial-revolutionäre Politikformen erst hervorgehen. Sie sind Spiegelbild der Ambivalenz („Zwiespältigkeit“) zwischen der Distanz zur bestehenden Gesellschaft und dem Verhaftet-sein in ihr. Zugleich gehen sie von der Vorstellung und Möglichkeit konkreter Utopien aus, die ohne und gegen die dominierenden Verhältnisse entfaltet werden. Wenn wir annehmen, die gesetzte (und weiter zu bestimmende) Beschreibung sozial-revolutionärer Politik, sei der Massstab, an dem sich unser Handeln orientieren soll, ist es möglich, Abweichungen von ihr zu benennen. Sie sind in pre-politischen, pseudo-politischen und post-politischen Phasen zu finden.

- Das klingt hart, scheint mir aber deswegen angebracht, weil viele Leute, die ich getroffen habe, ihre jeweiligen Tätigkeiten selbst im Verhältnis zu einem fiktiven Ideal des „Radikale-Politik-Machens“ definieren und sich dafür rechtfertigen. Um die Sache etwas deutlicher zu machen, spitze ich sie zu und spreche von „Verfallsformen“ des Politischen. Dies unterstellt allerdings, dass es „früher“ ein „gutes“ oder „richtiges“ Politisches gegeben hätte. Das scheint mir nicht der Fall zu sein. Der Verweis auf ein vermeintlich besseres Früher lenkt lediglich von der Aufgabe ab, sich ernsthaft mit den gegebenen Bedingungen auseinander zu setzen. Wenn ich diesen Gedanken der „Verfallsformen“ ausformuliere, bedeutet dies, sich wiederholende Erscheinungen zu thematisieren, nicht jedoch Menschen zu verurteilen.

Demnach besteht das Ziel auch nicht darin, Menschen zu verändern oder gar zu erziehen, sondern die Strukturen in denen sie sich befinden zu betrachten und über Massstäbe zu sprechen, an denen wir uns orientieren (können). Davon ausgehend kann selbstverständlich trotzdem auch Kritik (an Gruppenstrukturen, Verhaltensweisen, Rhetorik etc.) formuliert werden. Schliesslich ist diese Beobachtung subjektiv, weswegen ich nicht behaupte, dass sie allgemein gültig ist. Sie gilt nur zu dem Grad, wie Menschen sie auf ihren Kontext und für ihre Gruppen oder Szenen anwenden können und sich darin wieder finden...

Im Folgenden benenne ich fünf Verfallsformen des Politischen in ihren pre-, pseudo- oder post-politischen Ausprägungen. Dies bedeutet, dass hierbei nicht um das vollständige Verlassen des Politischen geht, sondern um etwas Anderes, was in politischem Gewand daher kommt und es deswegen aushöhlt. Alle Dinge haben zwei Seiten. Demnach gehe ich so heran, dass ich versuche, in diesen Tendenzen zur Flucht aus der holistischen sozial-revolutionären Politik, auch positive Aspekte zu entdecken. Beziehungsweise verstehen will, was an ihr fehlt und in ihr zu kurz kommt.

a) Der besinnungslose Hedonismus

Politik wird oftmals als unsexy wahrgenommen und das völlig zurecht. Also werden phasenweise neue Versuche gestartet, sie mit lebensbejahenden Elementen zu verbinden. Solche finden sich unter anderem in der Feierkultur ausgeprägt, welche beispielsweise in Form des Techno ja tatsächlich bei ihrer Entstehung einen stark politischen Gehalt aufwies und dann kommerzialisiert und massentauglich wurde. Politik mit Lebensfreude zu verbinden ist keineswegs nur ein taktischer Versuch, Anschluss an die Jugend zu erhalten oder die Feierkultur politisieren zu wollen. Vielmehr treten im hedonistischen Erleben tatsächlich Elemente auf, die für uns auf eine erstrebenswerte künftige Gesellschaft (für alle) verweisen.

Die vielfältige Erfahrung der Sinne, der Lust, der Gemeinschaft, der Vielfältigkeit und der Fluidität (= „Unbestimmtheit“, „Offenheit“) unseres Selbst usw. ist etwas, was Gesellschaften, die sich an anarchistischen Vorstellungen ausrichten, unbedingt beinhalten müssen. Selbstgenuss und Selbstentfaltung sind keine Luxusgüter, sondern erstrebenswerte Ziele für alle Menschen. Nach Epikur erreichen wir diese übrigens keineswegs durch den exzessiven Konsum und die Selbstdarstellung, welche uns verkauft werden können, sondern durch das Kennenlernen und Erfüllen unserer „echten“ Bedürfnisse.

Doch durch die Veranstaltung von Soliparties, Raves, selbstorganisierten Festivals und dergleichen ist schon manche politische Gruppe zum blossen Partykollektiv mutiert. So etwas zu organisieren, macht eben mehr Spass und zieht auch mehr Leute, als beispielsweise eine schnöde Demo. Die Fehlwahrnehmung der eigenen Tätigkeit geht allerdings soweit, dass die Befreiung selbst in der vermeintlichen „Begegnung von Gleichen auf der Tanzfläche“ gesehen wird – eine schwache Vorstellung, um den eigenen Eskapismus (= „Realitätsflucht“) zu verdecken.

b) Der überhebliche Dogmatismus

Dogmatismus kommt in allen Strömungen des politischen Spektrums vor. Wer sich als „undogmatisch“ bezeichnet, sollte daher umso mehr darüber nachdenken, von welchen Grundsätzen sie*er eigentlich ausgeht. Es ist selbstverständlich nichts Verkehrtes daran, von bestimmten Grundsätzen auszugehen, die in der bürgerlichen Ideologie als „Dogmen“ verurteilt werden mögen. Wer dies leichtfertig tut, ist meist selbst nicht bereit, benennbaren Tatsachen in die Augen zu blicken oder überhaupt eigene Positionen zu entwickeln. Beispielsweise ist es meiner Ansicht nach sinnlos über die Frage zu diskutieren, ob der Kapitalismus überwunden werden muss oder nicht.

Der eigene libertär-sozialistische Standpunkt ist allerdings sachlich zu begründen und verständlich zu vermitteln, um Menschen aufzuklären und zu überzeugen. Hören die Begründungs- und Vermittlungsversuche auf, erstarrt die eigene Ideologie tatsächlich zu einem Set an verkrusteten Dogmen. Wirklichkeit ist immer (wesentlich) komplexer, als es eigene Überzeugungen und Deutungsmuster zu fassen vermögen. Deswegen ist die dogmatische Perspektive beschränkt und kann per se nicht sozial-revolutionär werden, weil sie nicht in der Lage ist, die gesellschaftlichen Verhältnisse in ihrer Komplexität zu erfassen. Dies hiesse nämlich auch, Anderen zuzugestehen, bei vollem Bewusstsein zu anderen Überzeugungen zu gelangen.

Erst durch die (wichtigen) Differenzen können dann Gemeinsamkeiten gesucht werden, die auf einer respektvollen Grundlage beruhen. Die Organisation von politischen Gruppen kann daran scheitern, dass Dogmatiker*innen erst alle Mitglieder auf ihre Linie bringen wollen oder dies während der gemeinsamen Arbeit fortwährend versuchen, also im Grunde genommen instrumentell handeln.

c) Der gnadenlose Moralismus

Eng mit dem Dogmatismus verwandt ist der Moralismus. Aus ihm spricht die wichtige Erkenntnis, dass sozial-revolutionäre Politik nur dann emanzipatorisch ist, wenn mit ihr die Entwicklung der Politikmachenden selbst einhergeht. Das ausgefranste Gandhi-Zitat „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“, hat darin seine Wahrheit, dass wir emanzipatorische Politik eben nicht (zumindest nicht vorrangig) für andere manchen können. Stattdessen müssen wir uns selbst transformieren, um glaubhaft oder „wahrhaftig“ zu werden und unsere eigenen Wertvorstellungen nicht irgendwann, sondern heute zu leben.

Seltsamerweise ist es gerade dieser grosse Anspruch, an uns selbst, der in rigorosen Moralismus umkippen kann - Und daraufhin anderen aufgezwungen wird. Moral entzieht sich wie das sogenannte „Gefühl“ einer Begründung und wer sie allein gelten oder sich von ihr erpressen lässt, affirmiert (= „bejaht“) die Irrationalität. Dies ist meiner Ansicht nach das glatte Gegenteil von der Überlegung, wie „wir“ Ethik und Emotionen in eine sozial-revolutionäre Politik sinnvoll einbinden können. Immerhin bilden sie ohnehin ihren (oft uneingestandenen) Ausgangspunkt. Oft haben Menschen, die vom gnadenlosen Moralismus befallen sind, ebenso wie auch Dogmatiker*innen, eine relativ instabile Persönlichkeit, beziehungsweise ein geringes Selbstwertgefühl. Daher suchen sie Zuflucht in vermeintlich korrekten Verhaltensweisen, mit welchen sie gegenüber anderen eine moralische Autorität beanspruchen können.

d) Der rückhaltlose Aktionismus

Die Kritik an Anarchist*innen, dass sie sich Hals über Kopf in Aktionismus verrennen würden, ist aus drei Gründen falsch. Erstens gibt es leider gar nicht so viele direkten Aktionen, zweitens denken überzeugte Anarchist*innen meistens gut über ihre Tätigkeiten nach. Und drittens ist durchaus okay „erst mal was zu machen und dann zu schauen, was das mit uns macht“. Wir lernen zehnmal mehr durch eigene Erfahrungen, durch das Ausprobieren von Neuem, als durch das Durchdenken von allen möglichen Situationen und Eventualitäten.

Hierin liegen aber schon zwei Fallstricke des Aktionismus: Erstens wird mit ihm eben nicht vorwiegend etwas Neues ausprobiert, sondern werden die immer gleichen Aktionsformen krampfhaft reproduziert. Zweitens setzt das Lernen aus Erfahrungen voraus, über diese zu reflektieren. Genau dies fehlt aber im rückhaltlosen Aktionismus, der Selbstzweck ist, weil mit ihm das Gefühl der eigenen Ratlosigkeit und Ohnmächtigkeit kompensiert werden soll.

Möglicherweise ist es oft besser, irgendetwas zu tun, als angesichts der Taubheit der Welt zu resignieren. Manchmal aber auch nicht, wenn wir stattdessen unsere negativen Gefühle aushalten und uns daraufhin neu orientieren können. Tun wir dies nicht, liegen die Folgen auf der Hand: Der verinnerlichte Leistungszwang wird anderen als Anspruch auferlegt, woraufhin diese sich eingeschüchtert und/oder unzulänglich fühlen. Das geschieht allerdings nur solange, bis die Aktionist*innen selbst dem Burnout erliegen. Beispiele dafür lassen sich haufenweise finden. Als bezeichnend habe ich zahlreiche Demonstrationen erlebt, auf die sich die Teilnehmenden weder vorher gut vorbereiteten, noch hinterher - über das Erzählen einiger Geschichten – hinaus, das Erlebte besprachen und auswerteten. Vorbereitungen und Nachbesprechungen sind Praktiken, die erst erlernt werden müssen und weitergegeben werden können. Sie sind die Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Agieren an Demonstrationen, deren Verlauf ja nicht in Stein gemeisselt ist, sondern durchaus mitgestaltet werden kann. Wo dies nicht geschieht, werden Demonstrationen zu langweiligen Spaziergängen oder sinnentleerten Katz- und Mausspielen.

e) Die reine Theoriearbeit

Im Grunde genommen die Kehrseite der eindimensional gedachten „Propaganda durch Taten“ ist die reine Theoriearbeit. Mit diesem Text beweise ich zumindest die Tendenz, dieser Verfallsform zu erliegen. Die theoretische Auseinandersetzung mit emanzipatorischer Politik in der antiautoritären Szene ist zwar ein selbstgewählter Versuch, über die darin wahrgenommenen Unzulänglichkeiten zu reflektieren. Jene würde jedoch verfehlt sein, wenn sie es nicht (mehr) schafft, an die Realität von sozialen Bewegungen anzudocken und vom Interesse geleitet wäre, die Aktiven in ihnen von der Form, der Sprache und den Inhalten her auch erreichen zu wollen.

Theoriearbeit wird Selbstzweck, wenn die Theoretiker*innen sich gegenseitig und vor allem sich selbst beweisen wollen, dass sie in der Lage sind, Aspekte linksradikaler Politik tiefgehend zu durchdenken. Am Ende des Textes gratulieren sie sich gegenseitig oder (in vielen Fällen) nur sich selbst, dafür, dass sie recht haben, behalten - und es ja immer schon hatten.

Wäre das Denken vieler nicht so verkürzt, müssten sich die Wenigen nicht so in ihrem Denken verstricken. In der Regel hat sie aber auch niemand darum gebeten, für andere zu denken. Theoriearbeit, Bildung und Reflexion sind auch heute sehr wichtig, um Traditionen weiter zu spinnen, Geschichten zu erzählen, sich als politisches Subjekt zu begreifen, aus gewohnten Mustern auszubrechen, Herrschaftsverhältnisse zu analysieren, echte Kritik an ihnen zu üben und Alternativen zu ihnen aufzuzeigen. Ihrem selbstgewählten Beruf wird die*der Theoretiker*in allerdings nur gerecht, wenn sie nicht für sich arbeitet, sondern - im Sinne der hier beschriebenen sozial-revolutionären Politik – anderen Aktiven Bildung ermöglicht, Wissen vermittelt, sie zur Reflexion anregt, ihr Handeln auf solidarisch-kritische Weise hinterfragt und ihre Geschichten festhält.

Auf der Suche nach einem neuen Metanarrativ als Kompass für sozial-revolutionäre Politik

In der Weise, wie ich über die „Verfallsformen“ von holistischer sozial-revolutionärer Politik geschrieben habe, habe ich versucht drei Dinge deutlich zu machen:

Erstens ging es mir mit dieser Beschreibung nicht darum, ein Ideal aufzustellen, welches in einer fiktiven Vergangenheit gültig gewesen wäre. Im Gegenteil sind die Umrisse sozial-revolutionärer Politik neu zu definieren. Dieser Prozess ist prinzipiell niemals abgeschlossen und findet immer unter bestimmten historischen Bedingungen und in spezifischen Kontexten statt. Weil er nicht von einer Theoretikerin am Schreibtisch geleistet werden kann, möchte ich an dieser Stelle mit ihrer Beschreibung nicht weiter ins Detail gehen, um meine eigenen Vorstellungen nicht anderen aufzudrücken. Damit kann jede Gruppe selbst anfangen.

Zweitens wurde herausgestellt, dass die jeweiligen Verfallsformen auf Defizite hinweisen, die sozial-revolutionäre politische Praktiken häufig aufweisen. Daher ist es für emanzipatorische Politik entscheidend, dass in ihr auch Selbstgenuss, Emotionen und Erleben eine Rolle spielen. Statt irgendwie beliebig zu sein, geht sie von eigenen Setzungen und verinnerlichten Haltungen aus, die zwar provokativ sein können, deswegen aber nicht zwangsläufig zu starren Dogmen werden müssen.

Sozial-revolutionäre Politik geht von einer eigenen sozialistischen Ethik aus, welche sie mit der Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse auch verallgemeinern will. Dies geschieht durch (direkte) Aktionen, die auch gut und richtig sein können, wenn sie nicht bis ins letzte Detail durchdacht sind. Und wenn sie vom Bedürfnis gespeist werden, aus der Handlungsunfähigkeit herauszukommen. Schliesslich können sozial-revolutionäre Politikformen nur hervorgebracht werden, wenn sie (auch) einen entsprechenden theoretischen Tiefgang aufweisen. Problematisch und zu Verfallsformen von Politik, werden diese Tendenzen erst, wenn sie jeweils zum Selbstzweck werden.

Dies führt zum dritten Punkt: Genuss, Überzeugung, Ethik, Aktion und Theorie gehören unmittelbar zusammen. In unserer differenzierten, auf ausgeprägter Arbeitsteilung beruhenden, Gesellschaft sind wir es gewohnt, dass Menschen bestimmte Aufgaben übernehmen. Das ist auch völlig okay. Es müssen nicht alle alles machen oder alles können (wollen). Ausserdem sollten wir wertschätzen, wenn Menschen etwas mit Leidenschaft tun (können), was wir gut finden und uns bei den eigenen Aktivitäten hilft und weiter bringt. Das Problem ist, wenn Einzelne und vor allem Gruppen einige dieser Aspekte schwer vernachlässigen. Wenn sie sich sogar nur ganz auf einen konzentrieren, ist für die sozial-revolutionäre Politik kein Blumenstrauss zu gewinnen.

Dabei sind verschiedene Kombinationen vorstellbar: Eine Theoriegruppe kann regelmässig feiern gehen oder bierernst sein – wenn sie sich jedoch nie an Aktionen beteiligt oder sich an keinerlei Ethik orientiert, ist sie keine Politik. Einer Bezugsgruppe, die von einer Action zur nächsten rennt und dabei andere moralisch verurteilt, täte sowohl eine ethische, als auch eine theoretische Reflexion ihres Handelns gut. Wer starke Überzeugungen zur Schau stellt und propagiert, wird (hoffentlich) in der Auseinandersetzung in politischen Aktionen begreifen, dass die Realität komplexer ist und anschliessend vielleicht auch offener für eine lustvollere Politik werden.

Gelegentlich habe ich schon Projekte, Gruppen und Einzelne gesehen, wo dieses Zusammenbringen gut gelungen ist. Deswegen sollte hier nicht der Eindruck hängen bleiben, dass ich jetzt etwa das Problem erkannt hätte und anderen deswegen ein fertiges Konzept anbieten könnte. Das ist nicht der Fall und das würde ich auch nicht wollen. Mir ging es lediglich darum, die schwierigen Bedingungen sozial-revolutionärer Politik in antiautoritären Szenen zu beleuchten. Und darauf hinzuweisen, dass sie auf verschiedene Weise verfallen und verfehlt werden kann. Dies habe ich versucht, von meinen eigenen Erfahrungen und den Austausch darüber zu formulieren. Konkrete Beispiele habe ich dafür nicht gebracht, weil es mir nicht darum ging, bestimmte Einzelne oder Gruppen anzugreifen. Denn „wir“ alle müssen gegen derartige Tendenzen ankämpfen, wenn wir weiterhin aktiv bleiben möchten.

Der libertäre Sozialismus als gemeinsamer Nenner konkreter Utopien

Um eine zeitgemässe sozial-revolutionäre Politik weiterzuentwickeln, gilt es also, die verschiedenen Dimensionen politischen Handelns im Blick zu haben und miteinander zu verbinden. Dazu ist meiner Ansicht nach die Beschreibung von geteilten Bezugspunkten erforderlich, also eine gemeinsame Erzählung dessen, wie die gesellschaftlichen Verhältnisse im Sinne eines libertären Sozialismus verändert werden können.

Der libertäre Sozialismus besteht in der Bestärkung und Vernetzung von sozialen Bewegungen, die sich radikalisieren, ihre jeweiligen Themen (Arbeit, Migration, Klima, Gesundheit, Wohnen, soziale Beziehungen, Sicherheit usw.) aufeinander und sie auf die Transformation der Gesellschaft als Ganzes beziehen. Dafür wird die Vergesellschaftung der Produktionsmittel, eine föderalistische und horizontale politische Selbstorganisation, die Überwindung des Patriarchats und der Abbau des Herrschaftsverhältnisses über die Natur angestrebt. Der libertäre Sozialismus orientiert sich an den sozialistischen Werten der sozialen Freiheit, Gleichheit und Solidarität, die praktisch gelebt und verwirklicht werden.

Für den libertären Sozialismus kann der Anarchismus mindestens inhaltlich eine entscheidende Inspirationsquelle sein, doch er ist prinzipiell offen, für verschiedene politische Strömungen und soziale Bewegungen. Ob „wir“ diesen Namen verwenden oder einen anderen finden, ist dabei zweitrangig. Mit dem Begriff „libertärer Sozialismus“ wird die Suche nach einer grundlegenden, emanzipatorischen gesellschaftlichen Alternative zum Ausdruck gebracht. Auch wenn die Politik linksradikaler Szene für diese einen wichtigen Beitrag leisten kann, geht der libertäre Sozialismus weit über sie hinaus.

Mit dem Aufbau von konkreten Utopien und der Entwicklung einer sozial-revolutionären Perspektive, gelingt es, den Tendenzen zur Flucht aus anstrengender und spannungsgeladener, emanzipatorischer Politik entgegenzuwirken. Umgekehrt gilt aber auch, dass „wir“ erst mit einer bewussten politischen Praxis schrittweise Erfolge erzielen, an denen wir uns orientieren können.

Mona Alona

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