Revolutionärin und Auschwitz überlebende Petra Krause ist am 2. April 2025 gestorben
Politik
1939 in Berlin als Kind jüdischer Eltern geboren, wurde mit ihrer Familie nach Auschwitz deportiert, wo ihre Mutter ermordet wurde.

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Petra Krause.
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Petra Krause führte in den 70er Jahren unter anderem mit der Gruppe "Anarchistische Kampforganisation" Enteignungen in schweizer Armeedepots durch: Die erbeuteten Waffen und Sprengstoffe kamen dann spanischen Anarchist:innen im Kampf gegen Franco, der RAF & Brigate Rosse, griechischen Revolutionär:innen & der palästinensischen Befreiungsbewegung zugute.
Petra war auch an einer direkten Aktion auf ein Napalm-Lager in Westdeutschland involviert. Jener Stoff, welcher in Vietnam hunderttausende töten und Millionen von Menschen nachhaltig schädigen sollte wurde mit Sprengstoff in Westdeutschland angegriffen, sehr praktischer Internationalismus sozusagen. Zwei Jahre lang sass Petra Krause in Untersuchungshaft, doch der Prozess in Winterthur fand ohne sie statt. Petra Krause wird am 15. August 1977 nach Italien
ausgeliefert und in Rom wie eine Heldin empfangen.
Bewegt teilen wir mit: "Petra hat sich in den 1960er Jahren politisiert und war vor allem in den 1970er Jahren in verschiedenen Ländern Europas als revolutionäre Internationalistin aktiv. Sie versuchte, die verschiedenen damaligen politisch-strategischen Schwerpunkte – von Spanien bis in den Norden Europas – miteinander zu verknüpfen, wobei sie sich als Revolutionärin auch durch eine konkrete Praxis auszeichnete. Das verband sie auch mit revolutionären Kräften in der Schweiz, wo sie 1975 verhaftet und der Isolationsfolter unterworfen wurde.
Sie trat dem Gegner auch in Gefangenschaft entschlossen entgegen, was zur Verknüpfung des Kampfes drinnen mit der breiten Kampagne draussen führte. Daraus entstand in der Folge eine enge politische Verbindung mit ihr. Auch nach ihrer Auslieferung nach Italien, wo sie 1977 frei kam, nahm sie ihre Rolle, die verschiedenen revolutionären Ansätze – von Frankreich bis Griechenland – miteinander zu verknüpfen, weiterhin wahr, auch in ihrer späteren Klandestinität, zu der sie gezwungen war, weil sie sich allen Kräften, die den revolutionären Kampf aufgeben wollten, theoretisch und praktisch widersetzte."
Wir gedenken heute der revolutionären Spur, die sie gelegt hat, und nehmen sie weiterhin auf in unserer Praxis, eine internationalistische, revolutionäre, kommunistische Perspektive zu erkämpfen.
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