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Basel: Keine Kriminalisierung am feministischen Streiktag! | Untergrund-Blättle

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Feminismus ist kein Sonntagsspaziergang Basel: Keine Kriminalisierung am feministischen Streiktag!

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Der feministische Streik Basel unterstützt der selbstorganisierten TINF*-Demonstration am 14. Juni und lanciert daher eine Petition gegen das martialische Vorgehen der Kantonspolizei.

Feministischer Streiktag in Basel 2020.
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Bild: Feministischer Streiktag in Basel 2020. / frauenstreik-bs

25. Juni 2020

25. 06. 2020

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Während vor einem Jahr ganz Basel still stand und tausende Frauen und genderqueere Menschen die Strassen mit Leben füllten, um für Lohngleichheit, Schutz oder eine andere Welt zu kämpfen, wurde der diesjährige Protest für einige Menschen zum traumatischen Erlebnis.

Wir fordern das Justiz- und Sicherheitsdepartement auf:
  • Keine Bussen auszustellen bzw. ausgestellte Bussen zurück zu ziehen
  • Keine Daten an die Staatsanwaltschaft weiterzuleiten
  • Sich aufrichtig bei allen zu entschuldigen, die am 14. Juni Gewalt erlebten
Die ersten Bussen wurden bereits ausgestellt. Die Grundlage der Busse bleibt ein Rätsel. Gegen welche Bestimmungen der Covid-Verordnung verstossen worden sein soll, lässt sich aufgrund der bisher ausgesprochenen Übertretungsanzeigen nicht sagen. Das Justiz- und Sicherheitsdepartement ist gefordert die Zahlen der Personenkontrolle zu veröffentlichen und zu erklären, auf was sie die Strafbarkeit abstützen.

Petition lanciert

Der feministische Streik Basel hat eine Petition lanciert und bitten andere Menschen es uns gleich zu tun und diese Forderungen zu unterstützen. Feminismus ist kein Sonntagsspaziergang. Immer wieder müssen wir für unsere Rechte auf die Strasse gehen. Um es mit Simone de Beauvoir zu sagen: “Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen - sie bekommen nichts.”

Erfahrungsberichte gesammelt

Darüber hinaus haben wir rund a rel="nofollow noopener" 30 Statements und Berichte von Aktivist*innen erhalten, die verschiedene Facetten des Polizeieinsatzes beleuchten und auch zeigen, wie unterschiedlich Menschen mit Polizeigewalt und Sexismus umgehen. Sie zeigen Empörung und Wut genauso, wie massive Einschüchterung, Angst und Panik.

Zudem sind wir in Kontakt mit der Opferhilfe beider Basel. Es ist wichtig, dass sich Menschen dort zusätzlich Hilfe holen können. Für viele bleibt diese Inszenierung der Macht, gepaart mit dem Gefühl, ausgeliefert zu sein und der sexualisierten Gewaltandrohung einzelner Polizisten ein traumatisches Erlebnis.

mm

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