Nun, Kuba hatte sich nach dem erfolgreichen Sturz des Diktators Batista im Jahr 1959 zunächst an die USA gewandt, um freundschaftliche Beziehungen geworben und auf eine Unterstützung seines Programms nationaler Entwicklung gehofft.
Als diese Anfrage in Washington negativ beantwortet wurde, baten die Anführer der kubanischen Revolution, Fidel Castro und Che Guevara, in der Sowjetunion um Hilfe. Schauen wir mal, was dann passierte: Zitat aus Wikipedia, Stichwort “Kubakrise”
„Die UdSSR beobachtete diese Entwicklung aufmerksam und nahm im Mai 1960 diplomatische Beziehungen zu Kuba auf. Castro hoffte, mit der wirtschaftsstarken UdSSR im Rücken ein Vorbild für die nationale Unabhängigkeit in Lateinamerika werden zu können. Die USA werteten dies als inakzeptablen Versuch, in Mittel- und Südamerika den Kommunismus zu verbreiten.
Nach der entschädigungslosen Verstaatlichung von Agrarland, Banken und Raffinerien aus US-Besitz auf Kuba verbot die Regierung der USA im Oktober 1960 per Dekret, Erdöl nach Kuba zu exportieren; gleichzeitig untersagte sie jeglichen Import aus Kuba. Das sowjetische Politbüro sagte der Castro-Regierung hierauf wirtschaftliche und militärische Unterstützung zu. Diese Zusagen galten später als Anlass für die mit verdeckter Unterstützung der CIA durch Exilkubaner ausgeführte Invasion in der Schweinebucht vom April 1961, die für die Angreifer in einem Fiasko endete. Die USA erarbeiteten noch im selben Jahr ein geheimes Programm zur Sabotage und Unterwanderung Kubas.“
Was lernen wir daraus?
- Den USA war es völlig selbstverständlich, eine Regierung n i c h t zu dulden, die sich einen Bündnispartner aussuchte, den die USA nicht genehmigt haben und noch viel weniger mochten.
- Deshalb durften, ja mussten die USA geradezu den “inakzeptablen Versuch”, im Hinterhof der USA Kommunismus zu verbreiten, indem ein “Vorbild für nationale Unabhängigkeit” (!) aufgebaut wird, mit allen Mitteln verhindern: Sabotageakte, Attentate auf die kubanische Führung (inkl. der Liquidation Che Guevaras), versuchte Invasion.
- Und wer sich an US-Eigentum – wie immer das auf Kuba zustande gekommen ist – vergreift, um seine ,nationale Entwicklung' voranzutreiben, durfte sich nicht über eine jahrzehntelange harte Wirtschaftsblockade wundern, die eben diese Entwicklung des Landes nach Kräften behindert.
Wenn dann nach 65 Jahren Blockadepolitik gegen eine kleine Karibikinsel alle sehen können, dass es „der Sozialismus“ einfach nur zu einer phänomenalen Misswirtschaft bringt, kann der jetzige US-Präsident zur finalen Friedensstiftung übergehen.
„Am 29. Januar 2026 unterzeichnete Präsident Trump eine Exekutivverordnung, die Kuba als "ungewöhnliche und ausserordentliche Bedrohung" für die nationale Sicherheit der USA einstuft.“
¡Hola! Interessant!
Trotz sozialistischer Misswirtschaft sind also zehn Millionen Kubaner, die unter massiven Stromausfällen leiden und denen inzwischen selbst wichtige Medikamente und Lebensmittel fehlen, eine „ungewöhnliche und ausserordentliche Bedrohung“ der militärischen Supermacht Nummer Eins auf dem Globus. Okay – wir sind ja längst nicht nur im post-faktischen, sondern auch im post-logischen Zeitalter angekommen, insofern sollten wir nicht so pedantisch sein.
Es ist also eher grosszügig von Trump, dass er überhaupt eine Art Begründung dafür ins Feld führt, dass die USA auf einem regime-change in Kuba bestehen.
MERKE:Wer keinen Respekt vor us-amerikanischem Eigentum hat, kriegt das bitter zu spüren. Die Kubaner verhungern, damit die Welt das lernt!
PS: Kleiner Nachtrag zur eigentlichen “Kubakrise”
Nach der vom CIA gesteuerten Invasion in der “Schweinebucht”, die zurückgeschlagen wurde, wollte Kuba sich durch die Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen vor weiteren Attacken schützen.Umgekehrt war es für die Sowjetunion attraktiv, ihrerseits Raketen in der Nähe des amerikanischen Festlandes zu stationieren – als Reaktion darauf, dass die USA Raketenbasen in der Türkei und Italien aufgebaut hatten und ihr damit drohten.
Der sowjetische Versuch, nuklear bestückte Mittelstreckenraketen in Kuba zu stationieren, wurde von den USA mit der Androhung eines atomaren Erstschlags durch den damaligen Präsidenten John F. Kennedy beantwortet. Im Oktober 1962 war die Welt nur einen Wimpernschlag von einem Atomkrieg entfernt – dabei wollte eine kleine Insel doch „nur“ ein paar Raketen „zur Abschreckung“ der hoffnungslos überlegenen US-Macht. Vielleicht sollte man daran denken, wenn jetzt Deutschland über „die Bombe“ diskutiert oder die USA (ganz selbstlos, versteht sich) Taiwan helfen, „sich gegen die übermächtige Volksrepublik zu verteidigen“…
Die Sowjetunion lenkte schliesslich ein und verzichtete auf die Stationierung; die USA zogen ihre Raketen aus der Türkei ab, womit sie anerkannten, welche Bedrohung sie zuvor aufgebaut hatten. Und sie gaben das Versprechen, Kuba nicht mehr anzugreifen...



