1. Hiroshima und Nagasaki - der erste Frühling der Barbaren
Vor dem Hintergrund der impulsiv geführten Debatte um Kriegstüchtigkeit und Siegfähigkeit der Bundeswehr wäre auch die Frage erneut aufzuwerfen, wie ein „Sieg“ nach einem nuklearen Waffeneinsatz überhaupt definiert werden kann. (FAZ, 24.03.2025, Die Bombe verstehen lernen)[2]Vor 81 Jahren, am 8. August um 8:15 Uhr, und am 9. August 1945 um 11:02 Uhr, waren die USA unter Truman so frei, als erstes und bisher einziges Land mit den Atombombenabwürfen über die zivilen Ballungszentren Hiroshima und Nagasaki in die Menschheitsgeschichte einzugehen. Diese barbarische Entscheidung kostete in Hiroshima etwa 140.000 Menschen das Leben, in Nagasaki etwa 74.000 Menschen. (IPPNW, Broschüre 2025)[3] Wie viele Menschen an den Spät- und Langzeitfolgen dieser beiden Atombombenabwürfe bis heute dahinsiechen mussten, ist letztlich nicht bekannt. Festzustehen scheint, dass zumindest bis 2015 "...auch 70 Jahre nach den Atombombenexplosionen von Hiroshima und Nagasaki immer noch Opfer von damals etwa an Krebs erkranken." (70 Jahre nach Hiroshima, 6.08.2015)[4]
Mit der Uran-235 Bombe "Little Boy" über Hiroshima und der Plutonium-239 Bombe "Fat Man" über Nagasaki haben die USA dem Blauen Planeten mitsamt der Menschheit darauf das Zeitalter der atomaren Massenvernichtungswaffe als Geschenk aufgetischt und unterbreitet - eben die Atombombe als die ultimative, der Waffe aller Waffen. Seitdem hat die Menschheit mit diesem Bombengeschenk zu leben und sich daran zu gewöhnen, dass in der Sichtweise der politischen Entscheidungsträger über Krieg und Frieden und ihrer Militärs, die menschlichen Massen endgültig als Zielobjekt der Massenvernichtungswaffen, auch und gerade der atomaren, eingeplant sind: Die zu Feinden erklärten Menschenmassen ohnehin, die eigenen Massen allerdings ebenso. Wenngleich die politischen Entscheidungsträger im von ihnen herbeigeführten und ausgerufenen, auch atomar untermauerten "Verteidigungs- und Ernstfall" versuchen, das Sterben und Dahinsiechen der eigenen Menschenmassen so gut als möglich in halbwegs erträglichen Grenzen für das Überleben und den Fortbestand von Staat, Standort und Nation zu halten.
Tragende Säule des bis heute währenden Massenvernichtungs- und Atomwaffenzeitalters war also von Anbeginn das ausgeprägte und äusserst lebhafte Interesse der Staatenlenker und ihrer Militärstrategen an der Atombombe. Insbesondere solcher Staatenlenker, die über die polit-ökonomischen und technologischen Potenzen verfügen, sich die Atombombe zuzulegen, um sich der besonderen barbarischen Eigenschaften und Wirkmöglichkeiten der Atombombe hoheitlich bedienen zu können. Das gilt von frühestem Anbeginn an für den Nationalsozialismus, für die USA unter Truman, für Grossbritannien und Frankreich schon damals, für die Sowjetunion und ihren eigenen Gründen. Allerdings auch für die junge, demokratisch verwaltete Bundesrepublik ab Adenauer; und von der NATO ganz zu schweigen.
Modernen politische Entscheidungsträger über Krieg und Frieden, allen voran für die USA und für die Regierungsverantwortlichen in den europäischen Hauptstädten, sind die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki deshalb kein Grund, darüber eine Träne zu verschwenden oder nachts nicht schlafen zu können. Ganz im Gegenteil: Beflügelt von der Entscheidung, mittels der Ukraine als Instrument und vorgelagertes Schlachtfeld die nukleare Weltsupermacht Russland endlich in die Knie zu zwingen, haben sie mit ihren Militärstrategen eine mögliche atomare Auseinandersetzung mit Russland längst ins Auge gefasst.
Demgemäss geht es, russische Nukleardoktrin und russische Nukleardrohung hin oder her, entlang der frohen Botschaft "Russia is not invincible...we also need to prepare for war...(and) we must prepare for the worst" (K.Kallas, 22.1.2025)[5] nur darum: Den "worst case", das geplante und in Kauf genommenen "atomare Massaker" (Atomkrieg, 1955)[6] siegreich zu gestalten. Russland endlich besiegt, ist der deutsch-europäischen Friedens- und Freiheits-Bewegung darüber hinaus ein gebührender "Platz an der Sonne" (Reichskanzler von Bülow, 1897)[7] in der imperialistischen Konkurrenz der verbleibenden Grossmächte ein für allemal gesichert. Gleichermassen ein Platz an der Sonne in der kommenden nuklearen Weltordnung. Dafür lohnt sich im atomaren Ernst- und Verteidigungsfall der Einsatz, das Sterben und Dahinsiechen der europäischen Volks-Massen.
An einer "impulsiv geführten Debatte um Kriegstüchtigkeit und Siegfähigkeit der Bundeswehr" (FAZ, 24.03.2025), an einer durch Atombomben gesicherten Kriegstüchtigkeit führt also kein Weg vorbei.
Eingedenk dessen ist die deutsch-europäische Debatte um die Atombombe und die sogenannte "glaubwürdige nukleare Abschreckung" längst entbrannt und rund-um-die Uhr im vollem Gang. Und zwar entlang der von allen massgeblich Beteiligten anerkannten Maxime: Moderne Macht ist Militärmacht. Moderne Militärmacht ist Atommacht. Ohne Atomwaffen wird Deutschland nur die Bäcker- und Küchenjungen für die Streitkräfte der anderen Alliierten abstellen. Mit dieser Rolle wäre die Zukunft Deutschlands entschieden. (F.J.Strauss, September 1956)[8]
Die dementsprechende durch Atombomben gesicherte Kriegstüchtigkeit verlangt von den deutsch-europäischen Menschenmassen zum einen: "Die Bombe verstehen lernen - Deutschland muss seine Passivität in Fragen der nuklearen Abschreckung überwinden." (FAZ, 24.03.2025) zum anderen machen die massgeblichen politischen Entscheidungsträger auch mittels ihrer Leitmedien die eigenen Volksmassen mit solcherart feinfühlig-empfindsamen Nachdenklichkeiten vertraut:
Vor dem Hintergrund der impulsiv geführten Debatte um Kriegstüchtigkeit und Siegfähigkeit der Bundeswehr wäre auch die Frage erneut aufzuwerfen, wie ein „Sieg“ nach einem nuklearen Waffeneinsatz überhaupt definiert werden kann. (FAZ, ebd.)
Und sind sich dabei vollkommen im Klaren darüber, was das für "die Menschen im Land" bedeutet, was sie von ihnen mit ihrem geplanten atomaren Massaker einfordern: Das zu wiederholen, was die Menschen in Hiroshima und Nagasaki über sich ergehen lassen mussten und was die politischen Entscheidungsträger bis auf den heutigen Tag so überzeugt. Shuntaro Hida, ein Überlebender des Atombombenabwurfs über Hiroshima schildert es, jedoch ohne jede täuschende und rechtfertigende Ideologie und Propaganda über die "glaubwürdige nukleare Abschreckung."
2. Hiroshima 6. August 1945 – damals und morgen
Shuntaro Hida[9]: "Es war zehn nach acht am Morgen, dem 6. August 1945. Der Augusthimmel war wolkenlos. In ungewöhnlicher Höhe näherte sich ein B-29-Bomber der Stadt […] (da) traf mich ein greller Blitz. [...] Ich schaute nach Hiroshima hinüber [...] Da sah ich einen riesigen Feuerring, der die ganze Stadt umfasste. Eine gewaltige weisse Wolke stieg aus dem Zentrum. Sie wurde immer grösser, und in ihrem Innern schwoll ein gewaltiger Feuerball an. Unter dem Feuerball erschien eine schwarze Wolke, verbreitete sich über die Stadt, kroch an den Bergen entlang [...] Eine lodernde Säule schoss gen Himmel. Sie wuchs zu einer riesigen Wolke heran, als wolle sie den Himmel durchstossen. Was ist das? So etwas hatte ich noch nie gesehen [...] Ich musste so schnell wie möglich nach Hiroshima zurück...[Ich sah] auf der Strasse eine Gestalt auf mich zustolpern. Sie war nackt, schmutzig und voller Blut. Ihr Körper war stark geschwollen. Fetzen hingen an ihr herunter. Sie hatte die Hände vor der Brust, die Handflächen wiesen nach unten. Eine dunkle Flüssigkeit tropfte von den Fetzen herab. Die Fetzen waren Haut, die schwarzen Tropfen waren Blut. Ich konnte nicht erkennen, ob es ein Mann oder eine Frau war, ein Soldat oder eine Zivilperson. Der Kopf war riesig, die Augenlider und Lippen stark geschwollen. Kein Haar war mehr auf dem verbrannten Kopf. Ich wich zurück. Dieses sonderbare Wesen, eine Masse verbrannten Fleisches, über und über bedeckt mit Blut und Dreck, war ein Mann [...] Sein Körper bäumte sich nochmals auf und blieb leblos liegen...
Zahllose Überlebende, nur noch Stofffetzen am Leib, verbrannt und blutüberströmt [...] Sie rutschten auf den Knien oder krochen auf allen Vieren [...] Sie sahen nicht mehr wie Menschen aus [...] Zahllose Überlebende klammerten sich aneinander fest und krochen übereinander hinweg [...] Ich hatte Angst, wahnsinnig zu werden [...] Der Geruch verbrannten Fleischs war kaum zu ertragen... Ein junges Mädchen hatte schreckliche Verbrennungen am Oberkörper erlitten. Sie hatte nichts mehr, womit sie sich bedecken konnte. Ein Mann schlang ihr ein Tuch um die Hüfte. Das Mädchen war wahnsinnig vor Schmerzen. Wann immer jemand ihre Blösse bedecken wollte, riss sie sich das Tuch sofort wieder vom Leib. Ihr verbranntes Gesicht war nur noch Grimasse. Sie streifte rastlos zwischen den Verwundeten umher. Manchmal stolperte sie über Tote...
Neben mir stand eine junge Mutter mit ihrem Kind auf dem Rücken und flehte mich unter Tränen an. Ihr verbranntes Gesicht sah furchterregend aus [...] Ihr Haus war im Bruchteil einer Sekunde in Flammen aufgegangen. Drei ihrer Kinder hatte sie nicht aus den Flammen retten können. Das kleinste trug sie auf dem Rücken. 'Das Kind ist der Ersatz für die anderen drei. Bitte helfen Sie meinem Kind, Doktor,' sagte sie immer wieder. Das Kind war ein oder zwei Jahre alt. Aber es war tot. Am Oberschenkel klaffte eine lange tiefe Wunde. Die Frau hatte den Verstand verloren. Sie konnte nicht verstehen, was mit ihrem Kind geschehen war [...] Eine Schwester desinfizierte seine Wunde und legte einen Verband an. 'So, jetzt ist es gut. Wecken Sie ihn nicht auf. Sie müssen fest schlafen, damit Sie morgen genug Milch für Ihr Kind haben.' Die junge Mutter faltete die Hände zum Dank, drückte ihr totes Kind an die blutüberströmte Brust und ging. Die Leute um mich herum brachen in Tränen aus. Ich biss die Zähne zusammen, um nicht zu weinen [...] Hiroshima war eine Wüste."
Die für den Sieg über Russland im geplanten atomaren Massaker zuständigen hohen Damen und Herren bestätigen in eins mit ihren europaweiten Militärstrategen und Denkfabriken in ihren sämtlichen Verlautbarungen und kriegsstrategischen Dokumenten: Die kommende atomare Wüste wird unvermeidlich sein. In der Gewissheit, dass Russland sowenig wie sie selbst als Staat sich den Feinden vor die Füsse wirft, ist alles zu tun, um das atomare Massaker so weit als möglich ins russische Territorium, ins russische Kern- und Hinterland zu tragen.
Vorzugsweise durch einen durch Atombomben gesicherten konventionellen Krieg; notfalls mittels des Einsatzes taktischer Atombomben. Im ungünstigsten Fall, im "worst case"-Fall (K.Kallas, 22.1.2025) ist eine Auseinandersetzung mit strategischen Atomwaffen dann eben unvermeidlich. So muss in jedem Fall die nuklearbewaffnete "Kriegstüchtigkeit und Siegfähigkeit der Bundeswehr" (FAZ, 24.03.2025) bis spätestens 2029-2030 vollendet sein, damit der „Sieg nach einem nuklearen Waffeneinsatz" (FAZ, ebd.) gewährleistet ist - so oder so. Für das dementsprechende "Mindset" bei den deutsch-europäischen Volks-Massen ist weitgehend gesorgt:

Das Ergebnis jahrzehnterlanger, strenger, westlicher Forschung über Putin: "Putin setzt an zum Sturm auf Europa"Foto: Harry R Hopps (PD)
3. Euroshima - der zweite Frühling der Barbaren
Im professionellen Mindset, in der Mentalität, in der Geistesverfassung und Gesinnung von Politik und Militär, sowie bei ihren seelen- und geistesverwandten Denkfabriken, Sicherheitsberatern und Leitmedien, herrschen keinerlei Zweifel am Gebrauchswert und Nutzen der Atombombe. Selbstredend gilt auch für sie seit Truman bis heute: "Moderne Macht ist Militärmacht. Moderne Militärmacht ist Atommacht." (F.J.Strauss, September 1956) Dem schliesst sich die deutsch-europäische Debatte um die Atombombe nahtlos an: "Die nukleare Frage ist der Kern der nationalen Souveränität eines Staates. Auch Deutschland muss sich dieser Frage stellen [...] Es geht hier um die Existenz der Bundesrepublik.“[10] Mit einem Wort: "Wir müssen dringend über den Schutz Deutschlands durch eigene oder europäische Atomwaffen reden."[11]Auch gab es im Mindset der NATO zu keinem Moment einen Zweifel daran, dass die Sowjetunion und in der Nachfolge Russland der Störenfried, das Hindernis, letztlich der immerwährende Feind Nummer Eins ist: sowohl für die USA, wie für die ausgreifenden Weltmachtansprüche des deutsch geführten Europas. Weshalb es keine "Westerweiterung des Ostens" gab (Der Theologe, 1.3.2026)[12], sondern das Umgekehrte stattfand. Um die nach wie vor ungelöste Russlandfrage ihrer definitiven Endlösung zuzuführen, haben die Zeitenwende-Führungsmächte entschieden, mit aller, auch mit durch Atombomben bestückter Gewalt, sich der leidigen Russlandfrage zu entledigen.
Die fällige, den Sieg garantierende Führbarkeit eines Atomkriegs mit Russland muss bis spätestens 2029-2030 erlangt sein. Das gebietet die rest- und rücksichtslose Militarisierung des Kontinents von der Arktis bis zum Schwarzen Meer, Nord- und Ostsee eingeschlossen, Kaliningrad und der Weltraum ebenso. Das kommunizieren die hohen Damen und Herren mitsamt ihren Militärstrategen in ihrer hybriden, antirussischen Kriegsführung analog und digital den europäischen Volks-Massen, um deren atomkriegstüchtigen und atomkriegsbereiten Mindset willen, tagtäglich und rund-um-die Uhr. Allen voran Deutschland, denn: "Wir Deutsche tragen als die Macht in der Mitte Europas besondere Verantwortung, die weit über die Grenzen unseres eigenen Landes hinausgeht." (Merz, 1.10.2026, westfälischer Friedenspreis an NATO).[13]
Um das Kriegsziel zu verwirklichen, im anvisierten atomaren Massaker die kommende atomare Wüste so weit als möglich ins russische Territorium, ins russische Kern- und Hinterland zu tragen, sieht die strategische Planung so aus:
Es gibt keinerlei Reichweitenbeschränkungen mehr für Waffen, die an die Ukraine geliefert worden sind, weder von den Briten noch von den Franzosen noch von uns, von den Amerikanern auch nicht [...] die Ukraine (kann sich jetzt) auch verteidigen, indem sie zum Beispiel militärische Stellungen in Russland angreift. Das konnte sie bis vor einiger Zeit nicht. (Merz, 27. 5. 2025)[14]
Davon macht die Ukraine mit ihren Drohnenschwärmen unter tatkräftiger Unterstützung ihrer militärischen und finanziellen Sponsoren jenseits und diesseits des Atlantiks einigermassen erfolgreich Gebrauch. Das beflügelt ihre Sponsoren zu weiteren Höhenflügen:
Was den Schlag in der Tiefe des gegnerischen Raums betrifft, so werden Deutschland, das Vereinigte Königreich und Frankreich im Rahmen unserer sogenannten ELSA-Initiative gemeinsam an Projekten für Raketen mit sehr grosser Reichweite arbeiten. Dies wird uns neue Möglichkeiten für die konventionelle Bewältigung der Eskalation geben. (Macron, 2.3.2026, la dissuasion nucléaire)[15]
Demgegenüber bekräftigt Russland zwar nochmals, noch einmal, seine nuklearen roten Linien:
Wenn es um einen direkten Angriff auf die Russische Föderation geht, meinen wir in diesem Fall Kaliningrad, vielleicht auch einige andere Gebiete. Natürlich wird das, was sofort auf der Tagesordnung stehen wird, der Einsatz aller Waffen, die unserem Land zur Verfügung stehen, von der Russischen Föderation verwendet werden. (Putin, 1.10.2026 Valdai-Forum)[16]
Ungeachtet dessen schlagen die ukrainischen Deep Precision Strikes mit ihren Drohnenschwärmen über Moskau hinaus weiterhin weit im russischen Kern- und Hinterland ein; gehen alle barbarischen Kriegsvorbereitungen und strategischen Kalkulationen auch mit einer atomaren Auseinandersetzung mit Russland unvermindert weiter; treiben die NATO-Verbände ihre teilweise unangemeldeten Militärmanöver an der NATO-Ostflanke, unmittelbar an der russischen Grenze und um Kaliningrad herum, voran; organisieren die involvierten, allein zuständigen Damen und Herren über Krieg und Frieden die endgültige Zurichtung Deutschlands zum funktionellen Host Nation Support und als Drehscheibe für den schnellen Transport Hunderttausender samt schwerstem Kriegsgerät an die Ostfront; machen damit eingestandenermassen den Kontinent, Deutschland voran, zur Zielscheibe russischer, auch atomarer Vergeltungsschläge; heben deshalb einen "Pakt für Bevölkerungsschutz" aus der Taufe; und konfrontieren die europäischen Bevölkerungs-Massen mit sogenannten "Best-Practice-Szenarien für die Sichtung von Grossschadensereignissen"[17]
im Fall sogenannter CBRN-MANV-Ereignisse, will heissen: Chemisch-biologischer-radioaktiver-nuklearer Massenanfälle von Verwundeten. Machen also europaweit "die Menschen im Land" damit bekannt, dass sie sich darauf einzustellen haben, dass, bedauerlicherweise, die barbarische Verwandlung des Kontinents in Euroshima, in ein zweites Hiroshima wohl unvermeidlich sein wird. Das haben sie nun einmal hinzunehmen, "what ever it takes" (Merz, 4.3.2025)[18] Und sträubt sich Russland gegen seine Niederlage, „Dann schalten wir in Kaliningrad das Licht aus.“ (Nato-Botschaft an Russland, 20. August 2026)[19]
4. Ausblick: Zukunftsfähige strategische Empfehlungen
Wie die Kriegstüchtigkeit und Siegfähigkeit der Bundeswehr es dennoch möglich machen soll, einen Sieg nach einem nuklearen Waffeneinsatz mit Russland für den Fortbestand von Staat, Standort, NATO und einem weltmachfähigen Europa zu erringen, auch darüber machen sich Politik und Militär seit jeher einschlägige Gedanken. An die Bevölkerungen gerichtet lautet eine Empfehlung, die zugleich als unmissverständliche Aufforderung gemeint ist:Was uns fehlt, ist die innere Stärke, zu akzeptieren, dass wir uns selbst wehtun, um das zu schützen, was wir sind. Wenn unser Land ins Wanken gerät, weil es nicht bereit ist, den Verlust seiner Kinder hinzunehmen - denn man muss die Dinge beim Namen nennen […] Wenn wir dazu nicht bereit sind, dann sind wir gefährdet. (Le général Fabien Mandon, 20 novembre 2025)[20]
Andererseits muss in Rechnung gestellt werden, dass ein Atomkrieg mit Russland und später womöglich mit China und anderen Grossmächten ab ca. 20 Millionen Einheimischen das Leben kosten wird:
Strategen können keine schmerzlosen Konflikte anbieten oder garantieren [...] Aber sie können [...] die US-Verluste auf etwa 20 Millionen reduzieren, was die strategischen Bedrohungen der USA glaubwürdiger machen sollte. (Colin S.Gray, K. Payne, Victory is possible, 1980)[21]
Na bitte, immerhin.


